In Lauchhammer überfahren: Polizisten trauern bundesweit um Maximilian Stoppa

Der Polizist Maximilian Stoppa ist bei einem Einsatz gegen Autodiebe in Lauchhammer ums Leben gekommen. In Abstimmung mit den Hinterbliebenen will die Polizei dem getöteten Beamten ein Gesicht geben.
Sächsisches Staatsministerium des Innern- Polizist Maximilian Stoppa starb am 7. Januar 2024 bei einem Einsatz gegen Autodiebe in Lauchhammer.
- Polizisten bundesweit planen am 14. Januar um 11:24 Uhr eine Schweigeminute.
- Maximilian Stoppa, 32, aus Cottbus, arbeitete seit 2018 bei der sächsischen Polizei.
- Vier mutmaßliche Autodiebe aus Polen sind in Haft; Ermittlungen wegen Mordes laufen.
- Große Anteilnahme und Gedenken in Lauchhammer und bundesweit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Lauchammeranerin Ilona Wittig gehen die Ereignisse auf der Bockwitzer Straße in Lauchhammer-West nahe. „Ich bin einfach nur traurig“, sagt sie. Sie habe großes Mitgefühl für die Mutter, die Frau, die Familie des jungen Mannes und auch seine Kollegen. Ilona Wittig stellt einen kleinen Blumenstrauß und eine Kerze als ihren letzten Gruß am Straßenbaum ab. So wie es viele Menschen vor ihr schon getan haben.
Der Polizist Maximilian Stoppa ist im Kampf gegen schwere Kriminalität gestorben. Um ein Fahrzeug von mutmaßlichen Autodieben zu stoppen, wollte der Kriminaloberkommissar am 7. Januar 2024 einen Nagelgurt auf die Bockwitzer Straße in Lauchhammer legen. Doch das Auto überfuhr ihn. Der Beamte erlag seinen schweren Verletzungen, mit 32 Jahren.
Eine Woche später wollen Deutschlands Polizisten an diesem Dienstag, 14. Januar, eine Schweigeminute abhalten. Bundesweit. Und genau um 11.24 Uhr. Das ist die Unglückszeit.
#einervonuns – Gedenken an Polizisten auch in Lauchhammer
Wie ein Sprecher des sächsischen Innenministeriums mitteilt, möchte die Polizei in Abstimmung mit den Hinterbliebenen dem ums Leben gekommenen Polizisten Maximilian Stoppa damit ein Gesicht geben. Maximilian Stoppa stammt aus Cottbus. Seit 2018 hat er bei der sächsischen Polizei gearbeitet und war Mitglied der Gemeinsamen Fahndungsgruppe der Polizeidirektion Dresden und der Bundespolizei.

Einwohnerin Ilona Wittig geht das Geschehen nahe. Sie ist eine von vielen Menschen, die an der Unfallstelle in Lauchhammer ihre Anteilnahme ausdrücken.
Silke Wentingmann-KovarikDas stille Gedenken steht unter der Überschrift #einervonuns und wird an zahlreichen Standorten der Polizei in Sachsen und bundesweit stattfinden. Auch an der Unglücksstelle in Lauchhammer wollen Polizisten eine kleine Andacht abhalten. „Das Mitgefühl ist groß“, sagt der Cottbuser Polizeisprecher Maik Kettlitz. „Seiner Familie, den weiteren Angehörigen und Bekannten gilt unser besonderes Mitgefühl. Aber auch wir als Teil der Polizeifamilie trauern um den Verlust eines Kollegen“, teilt Anja Leuschner von der Polizeidirektion Görlitz mit.
Die vier aus Polen stammenden, mutmaßlichen Autodiebe befinden sich in Untersuchungshaft. Gegen den 37-jährigen Kraftfahrer eines Skoda Kombi, der Maximilian Stoppa mit hoher Geschwindigkeit erfasst haben soll, ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Mordes.
