Die Zahl der Ansteckungen mit dem Corona-Virus steigt in Cottbus leicht an. Die Inzidenz liegt aktuell bei 17. Mit Stand Dienstag (3. August) haben sich seit Beginn der Pandemie jetzt 6000 Cottbuser infiziert.
Im Cottbuser Impfzentrum werden bis Sonnabend, dem 7. August, zusätzlich Erstimpfungen und auch Zweitimpfungen ohne Termin angeboten. Darüber informiert Stadtsprecher Jan Gloßmann. Möglich mache dies der empfohlene verkürzte Impfzyklus für das Vakzin von Biontech/Pfizer von 21 Tagen. Damit reict die Zeit noch dafür, dass Menschen die sich in dieser Woche noch erstimmunisieren lassen, auch ihre Zweitimpfung noch im Cottbuser Impfzentrum erhalten können. Denn nach bisherigem Stand soll die Einrichtung, die seit diesem Monat unter der Regie der Stadt steht, ihren Betrieb Ende August einstellen. Stadtsprecher Jan Gloßmann sagt zum aktuellen Impfen ohne Termin: „Das ist ein zusätzliches Angebot, dass zur Erhöhung der Impfquote beitragen kann.“

Warum Cottbus von weiteren großen Impfaktionen absieht

Die Stadt Cottbus sehe darüber hinaus jedoch von weiteren Impf-Aktionen in Stadtvierteln oder gar in Schulen ab. „Wir werden den Menschen nicht mit der Spritze hinterherlaufen“, sagt Jan Gloßmann und betont: „Wir werben aber dafür, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Die Entscheidung obliegt jedem Einzelnen. Wir wollen keinen Druck ausüben.“ Letzteres gelte insbesondere für die Impfung von Schülern, die derzeit im Gespräch ist. Im Impfzentrum wird die Impfung für Kinder ab zwölf Jahren nachgefragt, bestätigt Jens Rohloff. Doch es ist schwierig ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) dafür Ärzte zu finden.
In Cottbus gibt es rund 100 Haus- und Facharztpraxen, die Impfungen gegen Covid 19 regulär in ihrer Praxistätigkeit vornehmen. Am 11. August planen neun Praxen einen Impftag ohne Termin. Eine Liste ist auf der Internetseite der Stadt unter www.cottbus.de veröffentlicht.

Cottbuser Messe will Halle wieder für Veranstaltungen nutzen

Zu den in der Politik diskutierten Drittimpfungen für ältere Bürger gebe es bislang noch keine konkreten Aussagen, geschweige denn Empfehlungen. Jan Gloßmann: „Wir müssen flexibel reagieren.“ Damit könne auch heute nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob das Impfzentrum nicht doch noch über den August hinaus benötigt werde oder möglicherweise sogar an anderer Stelle neu eingerichtet werden müsse, da die Messegesellschaft CMT ihre Hallen auch wieder für Veranstaltungsort nutzen muss. „All das kann heute niemand genau sagen“, so Jan Gloßmann.