Friedhof in Cottbus
: Grablichter verboten – so begründet die Stadt den Schritt

Auf den Friedhöfen in Cottbus dürfen jetzt keine Grablichter mehr entzündet werden. Das aber ist nicht das einzige Problem auf den Friedhöfen.
Von
Jan Siegel
Cottbus
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Symbolbild Trauer: ARCHIV - 31.10.2021, ---: Blumen und ein Grablicht sind auf einem Grab zu sehen (Symbolbild). (zu dpa: «BFH hilft Hinterbliebenen in Prozess um Sterbegeld») Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Blumen und ein Grablicht sind auf einem Grab zu sehen. Die Stadt Cottbus hat Grablichter jetzt auf allen Friedhöfen verboten. (Symbolbild)

Sven Hoppe/dpa
  • Cottbus verbietet wegen Trockenheit und Brandgefahr das Entzünden von Grablichtern auf Friedhöfen.
  • Stadtverwaltung empfiehlt alternative Gedenkformen und bittet um Verständnis.
  • Verwüstungen auf Friedhöfen, hauptsächlich durch Krähen und Raben, bereiten zusätzliche Probleme.
  • Südfriedhof besonders betroffen – Maßnahmen zur Schadensbegrenzung bleiben bisher begrenzt wirksam.
  • Ziel der Verwaltung: Schutz der Grabstätten und Vermeidung weiterer Schäden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist für viele Menschen ein seit Langem gepflegtes Ritual. Sie entzünden auf Gräbern und an den Ruhestätten ihrer Lieben rote oder weiße Grablichter.  Das ist in der Regel eine Kerze oder ein Petroleum-Lämpchen, die zu rituellen Zwecken auf das Grab gestellt wird. Vereinzelt werden sie auch an anderen Stellen aufgestellt, wo an eine verstorbene Person erinnert werden soll, beispielsweise am Ort eines tödlichen Unfalls oder Gewaltverbrechens.

Das Entzünden solcher Grablichter aber ist auf allen Friedhöfen in Cottbus ab sofort und bis auf Weiteres untersagt. Das hat Jan Gloßmann, der Sprecher der Stadt Cottbus am Freitag (4. Juli) mitgeteilt. Grund für das strikte Verbot der Grablichter sei die anhaltende Trockenheit, die die Brandgefahr auf den teils auch bewaldeten Friedhöfen erheblich erhöht.

Die Stadtverwaltung bittet daher alle Besucherinnen und Besucher um Verständnis und empfiehlt, alternative Möglichkeiten des Gedenkens in Erwägung zu ziehen. „Die Einschränkung dient dem Schutz von Menschen, Natur und den Ruhestätten selbst“, heißt es in der Mitteilung aus dem Cottbuser Rathaus.

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Gloßmann/Stadt Cottbus

Neben der aktuellen Feuergefahr beschäftigt noch ein ganz anderes Problem die Friedhofsverwaltung in Cottbus. Zudem war es in den zurückliegenden Monaten insbesondere auf dem Südfriedhof immer wieder zu Verwüstungen auf und um Grabfelder gekommen. Wie die Friedhofsverwaltung jetzt mitteilt, sind es in den allermeisten Fällen wohl Raben und Krähen, die für die Beschädigungen verantwortlich gemacht werden.

Trotz regelmäßiger Kontrollgänge und verschiedener Maßnahmen lasse sich das Verhalten der Tiere bislang nicht vollständig unterbinden, sagt Stadtsprecher Jan Gloßmann.  Die Friedhofsverwaltung betont indes, weiterhin alles zu tun, um die Würde der Grabstätten zu bewahren und künftige Schäden möglichst zu verhindern.