Gebühren
: Sterben wird in Cottbus teurer

In Cottbus werden ab dem kommenden Jahr höhere Friedhofsgebühren fällig. Ein großer Teil der Einnahmen wird investiert.
Von
Peggy Kompalla
Cottbus
Jetzt in der App anhören

Beisetzungen auf den Cottbuser Friedhöfen – hier der Südfriedhof – werden ab dem kommenden Jahr teurer.

Peggy Kompalla/Archiv

Nachdem in Cottbus in diesem Jahr die Friedhofsgebühren stabil geblieben sind, steigen die Kosten im kommenden Jahr. Darüber informiert Diana Ziesche aus der Stadtverwaltung. Sie ist für die Leitung der Friedhöfe verantwortlich. Demnach benötigt die Friedhofsverwaltung für ihr neues Jahresbudget 49 000 Euro zusätzlich.

Die erhöhten Ausgaben erklärt die Friedhofsleiterin mit Tarif–Erhöhungen, größeren Aufwendungen in der Baumpflege sowie Ausgaben für die Errichtung neuer Grabfelder. Für die unterschiedlichen Grabarten bedeute dies eine Gebühren–Erhöhung zwischen 8,80 Euro und 372,83 Euro. Letztere sei ein Familiengrab, in dem sechs Personen beigesetzt werden können und dessen Nutzungszeit sich auf 25 Jahre beläuft.

Feierhallen in den Cottbuser Ortsteilen sind reparaturanfällig

Gleichzeitig beklagt Diana Ziesche wachsende Probleme mit den Friedhofshallen. „Besonders in den Ortsteilen haben wir einen hohen Investitionsstau“, beklagt sie. Es seien immer wieder Reparaturen nötig. Auch das steigere die Aufwendungen. Deshalb werde die Hallennutzung ab dem Jahr 2021 um 20 Euro teurer. „Ansonsten wären Schließungen nötig“, erklärt sie.

Auf den Friedhöfen der Stadt Cottbus werden laut vorgelegtem Budget im kommenden Jahr gut 77 000 Euro investiert. Auf dem Südfriedhof werden neue Grabfelder angelegt und in dem Zuge Wege und Grabfeldeinfassungen errichtet. Auf dem Nordfriedhof ist demnach ein grundhafter Ausbau des Hauptweges bis zur ersten Wegekreuzung geplant.

In Cottbus geht die Zahl der Bestattungen zurück

Die Ortsbeiräte haben für die neue Friedhofsgebührensatzung nach den Worten von Diana Ziesche kein Veto eingelegt.

Im Jahr 2019 wurden auf den Friedhöfen der Stadt nach Angaben der Verwaltung 1134 Personen bestattet. Das waren 90 weniger als im Jahr 2018.