Rauchmelder sollen im Ernstfall Leben retten, können aber bei falscher Auslösung die Feuerwehr auch enorm belasten. So geschehen am Donnerstagabend in Cottbus.
Gegen 20.37 Uhr erhielt die Leitstelle Lausitz den ersten Notruf aus der Drebkauer Straße. Hier hat ein Anwohner einen Heimrauchmelder wahrgenommen und daraufhin den Notruf gewählt. Kurz nach dem Eintreffen der Kameraden konnte jedoch kein Feuer festgestellt werden. Fehlalarm.
Nur kurze Zeit später (21.01 Uhr) schickte erneut ein Rauchmelder die Kameraden der Feuerwehr zu einem vermeintlichen Brand in die Zielona-Gora-Straße. Hier hatte angebranntes Essen den Rauchmelder ausgelöst. Ohne groß in Erscheinung zu treten, rückten die Kameraden wieder ab.

Parallele Einsätze sind für Feuerwehr Herausforderung

Um 21.03 Uhr, also fast zeitgleich, löste der dritte Rauchmelder aus. Hier war ein Toaster die Ursache für eine Rauchentwicklung in der Klosterstraße. Da die Leitstelle Lausitz zuvor nicht einschätzen kann, wie groß ein Einsatz tatsächlich wird, wird zumeist ein „Gebäudebrand Groß“ ausgelöst. Das bedeutet, dass viele Wehren zu einem Einsatzort geschickt werden, erklärt Leitstellen-Sprecher Lutz Freudenberg. Kommt nun, wie in diesem Fall, ein weiterer Gebäudebrand Groß-Einsatz hinzu, ist die Einsatzkoordinierung ein enormer Aufwand, sagte Leubauer. „Wir haben dann teilweise die Freiwillige Feuerwehr mit reingenommen.“
Etwa eine halbe Stunde später löste in der Klosterstraße der vierte Rauchmelder in kürzester Zeit aus. Der Einsatz blieb jedoch ohne Feststellung.

Bad Liebenwerda

Gegen 23.17 Uhr wurde die Feuerwehr erneut in die Klosterstraße gerufen. Auch hier konnte kein Feuer festgestellt werden.