Ein Küchenbrand hat am Donnerstagabend in Cottbus für einen größeren Feuerwehreinsatz gesorgt. Bis Mitternacht waren 17 Berufsfeuerwehrleute und 22 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Sandow, Merzdorf, Dissenchen und Schlichow im Einsatz. Am Freitagmorgen zeigte sich dann das ganze Ausmaß.
Fünf Wohnungen in dem Gebäude in der Herrmann-Hammerschmidt-Straße in Sandow sind unbewohnbar. Zwei Personen, der Mieter und eine Helferin, mussten wegen des Verdachts der Rauchgasvergiftung zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht werden. Sie konnten aber nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden, wie die Polizei am Freitagmittag berichtet.

Flammen schlugen aus der Wohnung in Cottbus-Sandow

Flammen und Rauch drangen beim Eintreffen der Wehren gegen 20 Uhr aus der Wohnung im zweiten Obergeschoss. „Aufgrund der nicht geschlossenen Tür der Brandwohnung kam es zu einer Ausbreitung von Brandrauch im Treppenhaus sowie in die darüber liegenden Wohnungen“, berichtet Stadtsprecher Jan Gloßmann. Eine weitere Ausbreitung der Flammen auf der Rückseite des Gebäudes habe die Feuerwehr aber verhindern können.
Die Anwohner hätten bei der Einweisung der anrückenden Einsatzkräfte sehr gut geholfen und seien vorbildlich den Anweisungen der Einsatzkräfte gefolgt, so Gloßmann weiter. „Trotz eingeschränkter Platzverhältnisse gab es keine Behinderungen durch abgestellte Fahrzeuge.“

Feuerwehr rettet zwei Katzen aus dem Brand-Haus in Sandow

Im Verlauf der Brandbekämpfung konnten auch zwei Katzen aus dem Gebäude gerettet werden. „Sie wurden wohlbehalten an ihre Besitzer übergeben und kamen mit dem Schrecken davon“, so Gloßmann. Auch die weiteren Bewohner des Hauses blieben unverletzt. Ihre Wohnungen allerdings sind vorerst nicht mehr bewohnbar.
Zwar wurde nach dem Einsatz das gesamte Gebäude gelüftet. Dennoch war der Brandgeruch am Freitag noch zu riechen. „Die Mieter wurden in einem Hotel untergebracht“, berichtet Stadtsprecher Gloßmann.

Mieter der Brandwohnung in Cottbus war betrunken

Deutlich ist der Zerstörung in der Küche des 54-Jährigen zu sehen, in dessen Wohnung das Feuer ausbrach. Auf Bildern sieht man die gesamte Küche schwarz und verbrannt.
Zur Brandursache äußerte sich die Polizei am Mittag wie folgt: „Nach ersten Erkenntnissen hatte der mit 3,47 Promille stark alkoholisierte Mieter den Toaster in der Küche nicht richtig bedient.“