Es ist Freitag, der 9. Dezember 2016. Ein trüber, ungemütlicher Tag. Ehemalige Mitarbeiter des Cottbuser Reichsbahnausbesserungswerkes feiern gemeinsam Weihnachten. Schnell fällt ihnen auf: Eine der Mitorganisatorinnen des Festes fehlt. Sie machen sich Sorgen, können Gerda K. (damals 82) telefonisch nicht erreichen. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Gerda K. liegt da schon seit einem Tag tot in ihrer Wohnung.
So beginnt die neue Folge des True-Crime-Podcast „Akte Brandenburg“. Und so hat auch vor inzwischen über fünf Jahren die Geschichte des Mordfalles Gerda K. begonnen, der Menschen in Cottbus und darüber hinaus bis heute beschäftigt. Zweieinhalb Jahre lang ist am Landgericht in Cottbus, gegen den vermeintlichen Mörder, einen damals minderjährigen jungen Mann aus Syrien, verhandelt worden. Am Ende wurde der Angeklagte freigesprochen.
Doch nun hat der Bundesgerichtshof dieses Urteil gekippt. Der Fall muss noch einmal komplett neu verhandelt werden, diesmal allerdings am Landgericht in Neuruppin. Wie sieht es dort mit den Vorbereitungen aus? Wie lange wird es dauern, bis dort ein Urteil gesprochen wird?

Mordfall Gerda K.: So weit sind die Vorbereitungen in Neuruppin

Am 3. Mai hat der 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) seine Entscheidung zur Revision im Mordfall Gerda K. getroffen. Ende Mai ist diese veröffentlicht worden. Daraufhin haben die Richter am Landgericht in Neuruppin, denen das Verfahren vom BGH zugewiesen wurde, zunächst einmal die Akten des Falles angefordert. Diese sind Mitte Juli in Neuruppin eingegangen, wie Gerichtssprecherin Iris le Claire auf Nachfrage bestätigt.
„Ein Termin ist daher naturgemäß noch nicht bestimmt“, erklärt Iris le Claire. Zunächst müssen sich die Richter in den Fall einarbeitet – und das wird gar nicht so einfach. Denn bereits das erste Verfahren am Landgericht in Cottbus war komplex. Tatzeugen gibt es nicht. Der Angeklagte konnte nur anhand von DNA-Spuren am Tatort überführt werden.
Doch wie kamen diese an den Tatort? Im ersten Prozess, der nach Jugendstrafrecht und deshalb unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hat, soll es erhebliche Kritik an der Arbeit der Polizei gegeben haben. Am Ende blieben auch bei den Richtern Zweifel, sodass sie – im Zweifel für den Angeklagten – diesen freisprechen mussten.

Mord an Gerda K.: Eine neue Folge von Akte Brandenburg

Durch die Entscheidung des BGH sind nun erstmals Detail-Informationen zu diesen Spuren und der Arbeit am Tatort öffentlich geworden. In „Akte Brandenburg“, dem True-Crime-Podcast von Moz.de und LR.de zeichnen wir diese Spuren und die Hintergründe des Falles noch einmal auf.
Wie starb Gerda K.? Welche Spuren führten zum Angeklagten Ahmed A.? Warum hat der Fall in Cottbus so große Wellen geschlagen? Warum gab es Morddrohungen gegen den Bürgermeister? Warum steht Ahmed A. nun in einem weiteren Prozess in Halle vor Gericht? Und wie geht es mit dem Mordprozess in Neuruppin weiter? All das und mehr erfahren Sie in der neuen Folge von „Akte Brandenburg“:
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Akte Brandenburg

Mit Akte Brandenburg haben MOZ.de und LR.de einen neuen Podcast gestartet. In dem True-Crime-Format berichtet das Moderationsteam Heike Reiß und Daniel Roßbach monatlich über wahre Kriminalfälle aus Brandenburg. Bis erschienen sind „Die Mafiamorde von Forst“ und „Waffen, Drogen und Gangsta-Rap: Der kuriose Fratelli-Fall“.
Im Gespräch mit Lokal- und Polizeireportern, die Fälle seit Jahren begleiten, versucht Akte Brandenburg Licht ins Dunkel zu bringen.
Zu hören gibt es Akte Brandenburg auf MOZ.de, auf LR.de und auch allen gängige Podcast-Plattform. Folge vier ist bereits in Vorbereitung. Sichert Euch also gleich ein Abo des neuen Formats.
Wer mehr Podcasts aus Brandenburg hören möchte, findet dort auch „Wachgehört“ und „Dit ist Brandenburg“.