Bei der am Cottbuser Bahnhof gefundenen Bombe handelt es sich um eine 50-Kilo-Bombe mit russischem Zünder. Das hat die Stadtverwaltung erklärt. Die Bombe soll am 28. Mai entschärft werden. Sollte das nicht möglich sein, wollen die Experten sie vor Ort sprengen.
„Dazu wird ein Sperrkreis von 400 bis 500 Meter Radius eingerichtet. Das Gebiet umfasst den Bereich zwischen Carl-von-Ossietzki-Straße, und Vetschauer Straße beziehungsweise den Bereich westlich der Bahnhofstraße bis Höhe Welzower Straße“, berichtet Stadtsprecherin Laura Koal. Alle im Sperrkreis liegenden Wohnungen und Gewerberäume werden evakuiert. Ab 8 Uhr soll es losgehen. Etwa 700 Anwohner müssen dann ihre Wohnungen verlassen.
„Als Aufenthaltsort für die Evakuierten steht die Turnhalle am Ludwig-Leichhardt-Gymnasium zur Verfügung. Diese kann fußläufig oder mit der Buslinie 16 erreicht werden“, heißt es von der Stadt. Das Ordnungsamt stehe bereit, um Hilfe bei der Evakuierung zu leisten.

Kein Zugverkehr in Cottbus ab 9.15 Uhr

Betroffen ist auch der Bahnhof selbst. Ab 9.15 Uhr soll der Zugverkehr eingestellt werden. „Schienenersatzverkehr wird vom alten Busbahnhof aus eingerichtet“, so die Information der Stadt.
Auch Busse dürfen den Bahnhof ab 9 Uhr nicht mehr anfahren. Sie werden ebenfalls zum alten Busbahnhof umgeleitet. Der Straßenbahnverkehr soll normal weiterlaufen, nur eben nicht am Bahnhof.
Die Bombe war am Dienstag bei Bauarbeiten auf der nördlichen Seite des Bahnhofs entdeckt worden. Die Bombe liegt im Erdboden zwischen dem Tunnelausgang und dem Großenhainer Bahnhof. Das Kriegsgerät ist damit bei einer vorherigen Bodenuntersuchung unentdeckt geblieben.