Das Schulgebäude an der Hallenser Straße in Ströbitz stand Jahre ungenutzt. Nun soll dort wieder Leben einziehen und ein neues Grundschulzentrum für Cottbus entstehen. Ein Entwurf für den Umbau liegt bereits vor. Das Cottbuser Architekturbüro Mayer und Wittig hat sich im Wettbewerb durchgesetzt. Nach früheren Aussagen der Stadtverwaltung soll das Haus ab dem Jahr 2021 umgebaut werden. Zwei Jahre später könnte dort der Schulbetrieb starten. Doch bevor die Bauarbeiter anrücken, fragen sich SPD und Grüne, ob das Haus mehr sein könnte – nämlich eine Energieeffizienz-Schule.

So formulieren die Fraktionen in ihrem Antrag: „Die Umsetzung hat eine weitere Leuchtturmwirkung und entspricht unserem Anspruch an den Strukturwandel und der Schwerpunktentwicklung als Wissenschaftsstandort. Gleichzeitig handelt es sich um einen weiteren Baustein zur Realisierung unseres Beschlusses zum Gestalten von nachhaltigen Klima- und Umweltmaßnahmen für Cottbus.“ Die große Frage ist nur: Wie viel darf solch ein Leuchtturmprojekt kosten? Das wurde während des jüngsten Bauausschusses diskutiert.

Mehrere Millionen Euro Mehrkosten

Die Umbaukosten für das Schulgebäude werden auf Grundlage des Entwurfs auf gut elf Millionen Euro geschätzt. Ein Ausbaus über dem Standard würde nach Aussagen der Stadtverwaltung mit 30 bis 40 Prozent Mehrkosten zu Buche schlagen – also 3,2 bis 4,3 Millionen Euro. Gleichzeitig ginge dies mit einer Minderung der Energiekosten für das Gebäude von 25 Prozent im jährlich einher. Dies hätten die Erfahrungen mit dem Steenbeck-Gymnasium gezeigt. Allerdings sehe es mit der Förderung bislang nicht so rosig aus. Der Umbau des Gymnasiums war damals als Modellvorhaben deklariert und entsprechend gefördert worden, so die Baubeigeordnete Marietta Tzschoppe (SPD). Für die Grundschule müssten erst einmal entsprechende Fördermöglichkeiten gesucht werden.

Das soll nun ausgelotet werden, wurde im Ausschuss verabredet.