Etwa zwei Drittel der kontrollierten gastronomischen Einrichtungen von Cottbus verhalten sich vorbildlich, was die Vorgaben zur Erhebung der Gästedaten betrifft – mit denen eventuelle Corona-Infektionsketten nachverfolgt werden können. Darüber informiert Manuel Helbig, Fachbereichsleiter für Ordnung und Sicherheit in Cottbus.

Cottbuser Ämter haben rund 300 Lokale angeschaut

Das Ordnungsamt und das Gesundheitsamt der Stadt hätten sich in den vergangenen vier Wochen rund 300 Gaststätten und Lokale angeschaut – das sei etwa die Hälfte der gastronomischen Einrichtungen in Cottbus.
Bei dem restlichen Drittel seien die Behörden beratend unterwegs gewesen und hätten über eine korrekte Erfassung der Personendaten informiert. Das sei nicht immer auf Gegenliebe gestoßen, so Helbig.
Deshalb habe die Stadt zur Unterstützung der Gastronomen auf der Cottbuser Internetseite www.cottbus.de ein Erfassungsblatt entworfen, das man sich herunterladen könne. In die Listen müssen sich alle Personen eintragen, die im Lokal etwas essen oder trinken, selbst wenn sie auf einer Außenterrasse sitzen. Das und weitere Regelungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hatten in der Vergangenheit zu Kritik bei Cottbuser Gastronomen geführt.

Cottbuser Ordnungsamt bietet Unterstützung an

Das Ordnungsamt werde weiter sieben Tage in der Woche unterwegs sein, auch in den Abendstunden, aber auch nachmittags oder vormittags. „Wir unterstützen die Gastronomen gern bei der Erfassung der Personendaten“, kündigt Manuel Helbig an. Wenn auch das nicht helfe, sehe der Gesetzgeber Bußgelder von 250 bis 10 000 Euro vor.
„Aber es ist nicht unser Anspruch, Bußgeld zu verhängen“, so der Fachbereichsleiter. Es gehe nur darum, alle präventiven Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten, um eine mögliche Verbreitung des Virus’, beispielsweise durch Gäste der Stadt, einzudämmen.