Nach der Auflösung einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Cottbus wegen nicht eingehaltener Hygieneanforderungen hat die Polizei am Montagabend Pfefferspray eingesetzt.
Eine Gruppe von etwa 70 Personen habe aggressiv den Beamten gegenübergestanden, die die Identität eines Mannes feststellen wollten, teilte die Polizeidirektion Süd mit. Zur Abwehr hätten die Polizisten Pfefferspray eingesetzt. Eine an Asthma erkrankte Frau, die davon betroffen gewesen sei, habe die durch die Polizei angebotene medizinische Behandlung durch einen Rettungswagen abgelehnt.
Der Mann habe Widerstand geleistet und sei in Gewahrsam genommen worden. Zudem wurde eine Anzeige gegen ihn wegen Sachbeschädigung gestellt. Er habe gegen Polizeifahrzeuge getreten.

Mehrere Hundert Menschen bei angemeldeter Demonstration in Cottbus

An der angemeldeten Demonstration hatten nach Polizeiangaben mehrere Hundert Menschen teilgenommen. Zum Teil wurde demnach kein Mund-Nasen-Schutz getragen oder der Mindestabstand nicht eingehalten. Nach Polizeiangaben wurde auch das Alkoholverbot nicht eingehalten.
Bis Sonntag herrschte in Cottbus ein generelles Verbot nicht angemeldeter Versammlungen.