Um die Wirtschaft in der Corona-Krise vor dem Kollaps zu bewahren, machen die Länder kurzfristig Geld locker. Brandenburg legt dazu einen 500 Millionen Euro schweren Rettungsschirm auf. Dazu gehören Finanzhilfe und Kredite für Unternehmen, die besonders durch die Folgen der Covid-19-Pandemie betroffen sind. Das kündigte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) nach einer Krisensitzung mit Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden an. Man werde „alle Register ziehen, um wirtschaftliche Schieflage von Unternehmen zu vermeiden und da zu helfen, wo es nötig ist“, so Steinbach. Der Rettungsschirm soll auch die Kommunen überspannen, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind.

Sachsen bringt Corona-Hilfsprogramm auf den Weg

Sachsen hatte bereits Anfang der Woche ein eigenes Hilfsprogramm für Kleinunternehmen auf den Weg gebracht, um dort zu helfen, wo die Hilfszahlungen des Bunds zu lange dauern. Vorgesehen sind auch hier Kredite von bis zu 100 000 Euro, die die Sächsische Aufbaubank betroffenen Unternehmen für die ersten drei Jahre tilgungsfrei zur Verfügung gestellt wird.

Beide Länder hoffen zudem, dass die Neuregelung der Kurzarbeit den Unternehmen Erleichterung verschafft – und die Beschäftigten in Arbeit hält. In Brandenburg leidet die Tourismusbranche besonders – Sachsen fürchtet um die Kleinunternehmen aus den Kreativ-Branchen, wo auch für viele Freiberufler in den nächsten Wochen Honorare wegfallen werden.

Erleichterungen an den Grenzübergängen

Brandenburg kündigte zudem Erleichterungen im Grenzverkehr an. So sollen in den nächsten Tagen weitere Grenzübergänge geöffnet werden, die zum Schutz vor dem SARS CoV 2-Virus geschlossen wurden. Das sei nötig, um Logistikketten wieder zu schließen und Berufspendlern den Arbeitsweg über die Grenze zu ermöglichen.