Branitzer Park Cottbus
: Teile des Pückler-Parks gesperrt - das sind die Gründe

Im Branitzer Park in Cottbus müssen mehrere Wege und Teile des Parks kurzfristig gesperrt werden.
Von
Jan Siegel
Cottbus
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Luft Park Branitz Herbst 2025: Luftaufnahme vom 20. Oktober 2025

Farbenrausch im Branitzer Park 

Die Bäume  im Branitzer Park des von Fürst Pückler geschaffenen Parkensembles sind derzeit herbstlich gefärbt und sorgen für einen Farbenrausch. Bei einem herbstlichen Spaziergang ist die herbstlich eingefärbte  rund 13 Meter hohe Pyramide als Wahrzeichen der vom Landschaftsarchitekten Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) geschaffenen Parkanlage immer wieder ein schöner Blickfang. Sie wurde 1856 binnen weniger Monate auf einer ebenen grünen Wiese aufgeschüttet und 1863 mit der Pflanzung des wilden Weins fertiggestellt. Seit 1871 ist die Seepyramide Grabstätte des Fürsten. 1884 wurde Fürstin Lucie von Pückler-Muskau (1776-1854) vom alten Branitzer Dorffriedhof in die Pyramide umgebettet. Beide liegen in einem nunmehr mit Erde gefüllten Stollen auf der Nordostseite der Pyramide. Die im See gelegene Pyramide ist zu jeder Jahreszeit ein Blickfang.

Der Branitzer Park in Cottbus. Die im See gelegene Pyramide ist zu jeder Jahreszeit ein Blickfang. Jetzt ist der Park gesperrt.

Michael Helbig

Im südwestlichen Bereich des Branitzer Innenparks in Cottbus sind ab sofort mehrere Wege gesperrt. Betroffen ist das Areal zwischen Kiekebuscher Straße, Schlangenseebrücke und Hermannsberg mit einer Fläche von insgesamt rund 13 Hektar. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz teilt mit, dass die Sperrung kurzfristig und aus Sicherheitsgründen erfolgen muss. Hintergrund ist die akute Gefahr durch Astabbrüche von alten Bäumen, deren Verkehrssicherheit aktuell nicht mehr gewährleistet werden kann.

Besonders mit Blick auf die kommenden Herbststürme steige das Risiko für Spaziergängerinnen und Spaziergänger, durch herabfallende Äste verletzt zu werden. Die Stiftung sieht sich daher gezwungen, Wege und Eingänge in diesem Parkabschnitt vorübergehend zu schließen.

Branitzer Park - deshalb sind viel Äste und Bäume morsch

Die Schäden am Baumbestand sind nach Angaben der Stiftung die Folge extremer Witterungsereignisse der vergangenen Jahre. Hitze, Trockenheit sowie starke Niederschläge haben insbesondere die Altbäume im südwestlichen Innenparkbereich stark geschwächt. Der Klimawandel macht sich hier deutlich bemerkbar: Der Anteil an Totholz nimmt zu und die Gefahr unvorhersehbarer Astabbrüche wächst.

Wegsperrung von November 2025 bis Frühling 2026 im südwestlichen Branitzer Innenpark

Sperrungen im Branitzer Park in Cottbus. Die Strecken sind ab sofort dicht.

Stiftung Fürst-Pückler-Museum, Bearbeitung: Sebastian Lehmann

Derzeit laufen in dem gesperrten Gebiet noch andauernde Schadensanalysen und notwendige Baumpflegearbeiten. Diese Maßnahmen werden voraussichtlich bis in den Winter hinein andauern. Ziel ist es, die Sicherheit für Besucherinnen und Besucher wiederherzustellen und den Park im kommenden Frühling wieder vollständig zu öffnen.

Die Stiftung bittet in einer Mitteilung um Verständnis für die Sperrungen. Die Maßnahmen dienten in erster Linie dem Schutz der Gäste und sollten dazu beitragen, den Branitzer Park auch in Zukunft als sicheres und attraktives Ausflugsziel zu erhalten.