Brand in Tröbitz: Explosion – Acetylen-Flaschen in Stahlbaufirma bei Feuer geborsten

Auf dem Werkgelände der Akson Stahlbau GmbH in Tröbitz ist es zu einem Brand in einer kleineren Lagerhalle gekommen. Unweit vom Brandherd stehen Flaschen mit Acetylen und Sauerstoff, die zum Brennschneiden benötigt werden.
Jens BergerAuf dem Werkgelände der Akson Stahlbau GmbH in Tröbitz im Landkreis Elbe-Elster ist es am Dienstag, 27. Juni, gegen 6.30 Uhr zu einem Brand gekommen. Betroffen war ein kleinerer Schuppen auf dem Stahllager- und Zuschnittplatz. Dort werden Stahlelemente gelagert und im Brennschneidverfahren auch zugeschnitten. Dazu kommen Acetylen und Sauerstoff zum Einsatz.
Nach Angaben von Mario Harnisch, stellvertretender Kreisbrandmeister, seien im Inneren der kleinen Lagerhalle auch Acetylen- und Sauerstoffflaschen abgestellt gewesen. Der Inhalt der Flaschen wird unter anderem zum Brennschneiden von Stahl benötigt.
Zwei der Acetylen-Flaschen seinen durch die Hitze des Feuers im Schuppen geborsten. Die Feuerwehr habe ein Paket Sauerstoffflaschen, die in einem Transportstahlgitter gelagert werden, mit einem Gabelstapler der Firma aus dem Schuppen ins Freie holen können. Die Flaschen wurden durch die Kameraden mittels Wasser heruntergekühlt. Im Einsatz war auch die Bad Liebenwerdaer Feuerwehr mit einem Tanklöschfahrzeug und der Drehleiter. „Wir haben aus der Deckung heraus gekühlt“, sagt Verbandsgemeindewehrführer Mathias Bauer. Zunächst war davon die Rede, dass ein Mensch verletzt worden sei. Das bestätigte der Kreisbrandmeister nicht.
Im Einsatz waren fünf Ortsfeuerwehren, Polizei und Rettungsdienst.
Technischer Defekt ist vermutlich Ursache des Brandes
Nach Angaben von Geschäftsführer Steffen Hennig ist vermutlich ein technischer Defekt die Ursache. Ein Mitarbeiter habe im Freien den Brenner entzündet. Dabei sei es zu einem Flammenrückschlag durch die Schläuche, die bis zu den in der Lagerhalle stehenden Flaschen führen, gekommen. „Das Manometer liegt völlig verkohlt am Boden“, sagt er. Die Feuerwehr habe solche Einsätze eher selten. „Die Einsatzleitung hat mich auch gefragt, ob sie zu Schulungszwecken Fotos anfertigen dürfen“, so Steffen Hennig. Er habe das gestattet, die Feuerwehr habe klasse gearbeitet.
Die Akson Stahlbau GmbH ist nach eigenen Angaben ein bundesweit agierendes Unternehmen und „Ansprechpartner für temporäre und dauerhafte Baugrubensicherung sowie für Gewährleistungskonstruktionen im Bereich schwerer Stahlbau und Stahlwasserbau.“
Im Laufe des Dienstages werden Kriminaltechnik und Amt für Arbeitsschutz die weiteren Ermittlungen aufnehmen.

