Bombe in Cottbus: So kommen Pendler trotz der Einstellung des Zugverkehrs ans Ziel

In der Nähe des Cottbuser Bahnhofs wurde erneut eine Weltkriegsbombe gefunden. Die Entschärfung hat auch Auswirkungen auf Bahnpendler aus und nach Cottbus (Symbolbild).
Michael Helbig- Am 21. November 2025 wird in Cottbus eine Weltkriegsbombe entschärft; Sperrkreis von 300 Metern.
- Rund 500 Personen müssen evakuiert werden, der Hauptbahnhof bleibt außerhalb des Sperrgebiets.
- Zugverkehr wird ab 9 Uhr eingestellt, Schienenersatzverkehr bleibt wie geplant verfügbar.
- Bus- und Straßenbahnverkehr in Cottbus ist von der Sperrung nicht betroffen.
- Bauarbeiten in Halle 1 pausieren, Betrieb in Halle 2 läuft mit kleineren Einschränkungen weiter.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr legt eine Weltkriegsbombe den Zugverkehr in Cottbus komplett lahm. Die riesige Baustelle des neuen Bahnwerks in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs wird regelmäßig auf Kampfmittel überprüft. Diesmal war die Bombe am Dienstag, dem 18. November 2025, im westlichen Baufeld der Halle 1 entdeckt worden, teilt eine Sprecherin der Deutschen Bahn mit.
Sofort sei ein Sperrkreis von 50 Metern um den Fundort festgelegt worden. Somit können die Bauarbeiten an der Halle 1 sowie die Instandhaltung der ICE-4-Züge in der bereits fertigen Halle 2 am Mittwoch und Donnerstag weitergehen. Die Regionalzüge verkehren an diesen Tagen wie geplant von und nach Cottbus. Am Freitag, 21. November, aber geht zeitweise nichts mehr. Dann kommen die Fachleute der Kampfmittelbeseitigung zum Einsatz, um die Bombe zu entschärfen.
Entschärfung der Bombe in Cottbus für 21. November geplant
Bereits ab 8 Uhr wird der Sperrkreis auf 300 Meter erweitert. Für die Entschärfung müssen etwa 500 Cottbuser ihre Wohnungen vorübergehend verlassen. Die Stadt Cottbus hat eine Karte veröffentlicht: Der Hauptbahnhof Cottbus liegt außerhalb des Sperrgebiets. Auf den Tafeln am Hauptbahnhof Cottbus teilt die Deutsche Bahn trotzdem mit, dass der Zugverkehr ab 9 Uhr eingestellt wird.
Der planmäßige Schienenersatzverkehr fährt, so der Stadtsprecherin Gabriele Bogacz. Der öffentliche Personennahverkehr in der Stadt sei diesmal nicht betroffen. Busse und Straßenbahnen in Cottbus fahren uneingeschränkt. Auch während der Bombenentschärfung wird es also möglich sein, Cottbus mit dem Bus zu erreichen oder zu verlassen.
Für viele Pendler sind die Busse des Schienenersatzverkehrs derzeit das einzige Mittel, um zwischen Cottbus und Lübben zu fahren. Nur von dort aus fahren die Regionalzüge der Linie RE2 nach Berlin. Und das bis zum Ende der Bauarbeiten an mehreren Brücken auf der Bahnstrecke am 5. Dezember. Die SEV-Busse von und nach Lübben fahren auch am Freitag. Betroffene Pendler sollen während der Arbeit der Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Brandenburg diesmal nicht ausgebremst werden.
Zugausfälle: Busse von und nach Cottbus?
Da die Züge der Linien RE2 und RE7 aufgrund der aktuellen Bauarbeiten rund um Lübbenau ohnehin ausfallen, sind von der Einstellung des Zugverkehrs während der Bombenentschärfung nur die Linien RE10 (Frankfurt (Oder) - Cottbus - Leipzig), RE13 (Cottbus - Elsterwerda), RE18 (Cottbus - Dresden), RB43 (Frankfurt (Oder) - Cottbus - Falkenberg (Elster)) und RB49 (Cottbus - Falkenberg (Elster)) betroffen.
Das teilt die Deutsche Bahn am Donnerstagnachmittag mit:
- Die Züge der Linien RE10 und RB43 fallen zwischen Cottbus Hauptbahnhof und Calau (Niederlausitz) aus. Zwischen den beiden Städten ist ein Busnotverkehr eingerichtet.
- Die Züge der Linien RE18 und RB49 fallen zwischen Cottbus Hauptbahnhof und Drebkau aus. Ein Busnotverkehr ist zwischen Cottbus Hbf und Drebkau eingerichtet.
- Die Züge der Linie RE13 fallen zwischen Cottbus Hauptbahnhof und Senftenberg aus. Fahrgäste sollen nutzen den Busnotverkehr bis Drebkau und dann die Linien RE18 / RB49 bis Senftenberg nutzen.
Bei der jüngsten Bombenentschärfung am 3. Juni 2025 in Cottbus konnte der Zugverkehr am Nachmittag schrittweise wieder aufgenommen werden.
Und was ist mit dem Betrieb im Bahnwerk? Die Baustelle der Halle 1 bleibe am Freitag geschlossen. „Die Produktion in der Halle 2 und im Kompaktbau ist mit kleineren Einschränkungen für die Logistik von der Sperrung und Evakuierung nicht betroffen und kann (Stand 19.11) durchgängig betrieben werden“, sagte am Mittwoch eine DB-Sprecherin.

