Bombe in Cottbus
: Evakuierung von 500 Menschen nötig - welche Sperrungen warten

UPDATE 12.40 Uhr: Auf der Baustelle des Bahnwerks in Cottbus wurde erneut eine Weltkriegsbombe gefunden. Entschärft wird sie am Freitag. Infos zum Sperrkreis.
Von
Antje Posern
Cottbus
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Die 250-Kilo-Weltkriegsbombe wurde am 18. November bei der Munitionssuche auf dem Cottbuser Bahngelände gefunden.

Die 250-Kilo-Weltkriegsbombe wurde jetzt bei der Munitionssuche auf dem  Bahngelände in Cottbus gefunden.

KMBD/Enrico Schnick
  • Erneut wurde auf dem Gelände des Bahnwerks in Cottbus eine Weltkriegsbombe entdeckt.
  • Der Fund erfolgte am Dienstag, 18. November 2025, und wurde von Polizei und Leitstelle bestätigt.
  • Es handelt sich um eine 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.
  • Die Entschärfung ist für Freitag, 21. November 2025, geplant – Details sind noch offen.
  • In den letzten Monaten gab es ähnliche Funde, teils mit großflächigen Evakuierungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf der Baustelle des neuen Bahnwerks in Cottbus ist am Dienstag (18. November 2025) erneut eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Für die Entschärfung müssen am Freitag, 21. November 2025, etwa 500 Cottbuser ihre Wohnungen vorübergehend verlassen. Darüber hat die Stadt Cottbus am Mittwochvormittag informiert.

Ab 8 Uhr werde am Freitag ein etwa 300 Meter umfassender Sperrkreis eingerichtet. Danach seien die Sachsendorfer Straße sowie Teile der Mittelstraße, An der Werkstatt, Am Wackergrund und der Friedrich-Hebbel- Straße gesperrt, teilt Sprecherin Gabriele Bogacz mit. Die Karl-Liebknecht-Straße begrenze die gesperrte Zone, sei aber von der Sperrung selbst nicht betroffen.

Als Notunterkunft wird die Turnhalle der Bauhausschule in der August-Bebel-Straße zur Verfügung stehen. Wer diese nutzen will, sollte sich mit notwendigen Medikamenten sowie Nahrung und Getränken selbst versorgen, rät die Stadt.

Für Fragen, Hinweise und die Koordinierung von Hilfen zum Beispiel für bettlägerige Menschen aus dem Sperrkreis steht das Sicherheitszentrum unter der Telefonnummer 0355 6123456 und der E-Mail sicherheitszentrum@cottbus.de zur Verfügung. Dort sollten sich alle Menschen melden, die auf Hilfe angewiesen sind, bittet Bogacz.

Zugverkehr wird für Bombenentschärfung in Cottbus eingestellt

„Der Zugverkehr wird ab 10 Uhr komplett eingestellt“, kündigt sie weiter an. Der planmäßige Schienenersatzverkehr fahre. Die Deutschen Bahn informiere zu weiteren Details, betroffenen Strecken und Fahrplänen sowie möglichen Ausfällen am Freitag.

Bombenentschärfung in Cottbus: 03.06.2025, Brandenburg, Cottbus: Das Neue Bahnwerk liegt innerhalb des Sperrkreises und ist hinter einer Absperrung zu sehen. Für die Entschärfung einer in der vergangenen Woche gefundenen 250-kg-Weltkriegsbombe wurde ein Sperrkreis ausgewiesen, der heute ab 8 Uhr beräumt sein soll. Davon betroffen sind etwa 1800 Bewohner. Gesperrt werden unter anderem der Haupt- und Busbahnhof, ein Einkaufszentrum, das Neue Bahnwerk, Bürohäuser, eine Schule und eine Seniorenwohnanlage. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zuletzt war Ende Mai 2025 eine Weltkriegsbombe auf dem Gelände des Cottbuser Bahnwerks gefunden worden. Bis zur Entschärfung wurde ein Sperrkreis ausgewiesen. Jetzt ist erneut ein Blindgänger entdeckt worden.

Frank Hammerschmidt/dpa

Der öffentliche Personennahverkehr sei diesmal nicht von der Sperrung betroffen. Busse und Straßenbahnen fahren demnach uneingeschränkt.

Die etwa 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe deutscher Bauart mit russischem Zünder war am Dienstag bei der Munitionssuche auf dem Bahngelände gefunden worden. Die Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes wird am Freitag versuchen, den Zünder auszubauen und unschädlich zu machen. Polizei, Ordnungsamt, Bundespolizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen sind am Freitag wieder im Einsatz.

Zuletzt war Ende Mai 2025 eine Bombe auf dem Bahnwerksgelände gefunden worden. Dabei hatte es sich um ein Exemplar aus amerikanischer Produktion gehandelt, die mit zwei Zündern ausgestattet war. Dies machte die Entschärfung, die am 3. Juni 2025 stattfand, komplizierter und langwieriger. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes nutzten dafür eine spezielle Wasserstrahlschneidemaschine. Nach etwa vierstündiger Arbeit konnten sie Entwarnung geben.