Bombe in Cottbus: Evakuierung um Hauptbahnhof – Sperrungen, Zeiten, alle Details

Auf der Baustelle für das neue Bahnwerk ist eine weitere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Für die Entschärfung muss das Gebiet um den Bahnhof evakuiert werden, das gilt auch für den Parkplatz am Bahnhof.
Jan Siegel- Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Hauptbahnhof Cottbus wird am 03. Juni 2025 entschärft.
- Evakuierung bis 8 Uhr, etwa 1800 Menschen betroffen; Sperrungen und Zugausfälle von 9 bis 16 Uhr.
- Notunterkünfte und Rettungsbusse für Senioren; Stadtverwaltung Cottbus bietet Hilfe an.
- Kontakt: Tel. 0355 612 3456, Mail: sicherheitszentrum@cottbus.de
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Dienstag, 3. Juni, auf dem Gelände der Deutschen Bahn, in der Nähe des Hauptbahnhofes in Cottbus erneut eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper war eine Woche zuvor auf der Baustelle des neuen Bahnwerks gefunden worden.
Der Blindgänger aus amerikanischer Produktion ist nicht transportfähig und muss vor Ort entschärft oder gesprengt werden. Dazu hat die Stadt einen Sperrkreis um die Fundstelle eingerichtet. Bis spätestens um 8 Uhr am Dienstagmorgen muss dieser Sperrkreis evakuiert sein.
So beeinträchtigt die Bombenentschärfung in Cottbus den Verkehr
Der Bahnverkehr am Cottbuser Hauptbahnhof ist nach derzeitigen Plan zwischen 9 Uhr und 16 Uhr vollständig eingestellt. Die Züge der Linie RE2 entfallen zwischen Cottbus Hbf und Vetschau in beide Richtungen und werden durch Busse ersetzt.
Zwischen Cottbus und Drebkau entfallen die Züge der Linien RE18, der RE13 und RB49 in beide Richtungen. Auch sie werden durch Busse ersetzt. Die Züge der Linien RE10 und RB43 wenden von Falkenberg kommend bereits in Calau und von Frankfurt kommend am Bahnhof in Cottbus-Sandow. Zwischen Cottbus-Sandow und Calau gibt es also keine Verbindung. Die Züge der RB93 beginnen und enden in Cottbus-Sandow.
Zwischen Drebkau/Calau/Vetschau und Cottbus/Peitz Ost ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Haltestellen für den Ersatzverkehr befinden sich am Stadtring zwischen Thiemstraße und Straße der Jugend.
Auch der Bus- und Tramverkehr kann in dieser Zeit die Haltestelle Cottbus Hauptbahnhof nicht anfahren. Hier sind Ersatzhaltestellen im Bereich Straße der Jugend und Stadtring eingerichtet. Genauere Informationen zu den Beeinträchtigungen des Stadtverkehrs folgen.
Auch der Verkehr in der Spremberger Vorstadt wird durch die Entschärfung der Bombe beeinträchtigt. Teils sind nämlich Straßensperrungen notwendig. Verkehrsteilnehmende sollten nicht nur den Sperrkreis, sondern auch den Bereich Stadtring und Straße der Jugend nach Möglichkeit meiden. Auch kurzfristig eingerichtete Beschilderung zu Straßensperrungen müssen beachtet werden, so die Stadt.
So läuft die Evakuierung zur Bombenentschärfung ab
Innerhalb des ausgewiesenen Sperrkreises müssen etwa 1800 Menschen ihre Wohnungen für die Zeit der Bombenentschärfung räumen. Außerdem betroffen sind mehrere Geschäftsgebäude, die Pückler-Passage, das neue Bahnwerk, ein Hotel, eine Seniorenwohnanlage sowie die Fröbel-Grundschule.
Alle Einrichtungen sind von der Stadt vorinformiert worden. Im Laufe des heutigen Montags (02. Juni 2025) informiert die Stadt alle Anwohnenden über Aushänge in den Aufgängen der Wohngebäude.
Alle Gebäude im Sperrkreis müssen am Dienstag, 03. Juni 2025, bis 8 Uhr geräumt sein. Speziell für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner aus der Seniorenwohnanlage wird der Rettungsbus von Cottbusverkehr eingesetzt. Damit sollen die etwa 30 Personen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, in eine Notunterkunft transportiert werden. Sieben Personen werden für die Entschärfung ins Krankenhaus MUL-CT verlegt.
Auch für bettlägrige oder gehbehinderte Personen aus Privathaushalten wird eine Transporthilfe von der Stadt eingerichtet. Betroffene Personen oder deren Angehörige werden gebeten sich möglichst noch am heutigen Montag (02 Juni 2025) bei der Stadt zu melden.
Als Notunterkunft stellt die Stadt den Katastrophenschutz-Leuchtturm im Gebäude der Lausitzer Rundschau, Straße der Jugend 54 zur Verfügung. Betroffene werden hier vom Deutschen Roten Kreuz betreut, außerdem wird die Feuerwehr an dieser Stelle auch Notzelte aufstellen.
Nutzer des Leuchtturmes sollten beachten, dass sie sich selbst verpflegen, mit Getränken versorgen sowie notwendige Medikamente in ausreichender Menge bei sich haben müssen. Der Zugang ist barrierefrei.
So ist die Stadt bei Fragen zur Evakuierung erreichbar
Für Fragen und persönliche Auskünfte zur Entschärfung der Bombe und zur Evakuierung ist die Stadtverwaltung Cottbus über die Telefonnummer 0355 612 3456 sowie per Mail unter sicherheitszentrum@cottbus.de erreichbar. Bettlägrige oder gehbehinderte Personen, die eine Transporthilfe benötigen, sind ebenfalls aufgefordert, sich unter dieser Nummer oder E-Mail-Adresse zu melden.
