Bombe in Cottbus
: Erneut Fliegerbombe auf Bahnwerk-Gelände entdeckt

Schon wieder ist auf der Baustelle des Bahnwerk-Geländes in Cottbus eine Bombe gefunden worden. Die Folgen könnten erneut viele Menschen betreffen.
Von
Dirk Schaal
Cottbus
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Bei Bauarbeiten zum neuen Bahnwerk in Cottbus ist vermutlich eine Weltkriegsbombe entdeckt worden. Die Polizei ist vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Bereits im Jahr 2024 wurden zwei Weltkriegsbomben auf dem Gelände des neuen Bahnwerks in Cottbus entdeckt. Die Polizei sperrte daraufhin den Bereich weiträumig ab.

Christoph Lohse / Blaulichtreport Lausitz
  • Auf Bahnwerk-Gelände in Cottbus wurde am 27. Mai 2025 erneut eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe gefunden.
  • Evakuierungen im Juli und November 2024 betrafen mehrere Hundert Bewohner; im November waren über 1200 Anwohner betroffen.
  • Entschärfung der Bombe ist für Freitag, den 30. Mai 2025 geplant. Details zur Evakuierung folgen.
  • Bomben stammen von Angriffen auf Cottbus 1945.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf der Baustelle des neuen Bahnwerks in Cottbus ist laut Polizei und Stadtverwaltung am Dienstag (27. Mai 2025) erneut eine Bombe gefunden worden. Bei dem Blindgänger soll es sich um eine 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln. Bereits in den vergangenen Monaten gab es auf dem Gelände ähnliche Funde, bei denen großflächige Evakuierungen notwendig waren.

Im Juli und November 2024 mussten nach Bombenfunden mehrere Hundert Cottbuser ihre Wohnungen verlassen. Besonders im November wurde ein 500 Meter großer Sperrkreis um den Fundort eingerichtet; betroffen waren damals mehr als 1200 Anwohner.

Einzelheiten zur Entschärfung der Bombe sollen folgen

Wie die Polizei am Mittwoch (28. Mai 2025) aktuell mitteilt, wird die Entschärfung der Fliegerbombe nicht vor Freitag (30. Mai 2025) stattfinden. Details darüber, wie viele Anwohner diesmal betroffen sein werden und welcher Bereich evakuiert werden muss, will die Stadt am Mittwochvormittag bekannt geben.

Bombenfunde stammen von schwerem Angriff auf Cottbus 1945

80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs bringt gefährliche Munition den Alltag der Cottbuser noch immer durcheinander. Cottbus war seit dem Herbst 1940 verstärkt Angriffsziel alliierter Bomber gewesen. 435 Flugzeuge flogen damals über die Stadt. Sie klinkten mehr als 1000 Tonnen Bomben aus. Die Focke-Wulff-Werke auf dem Flugplatz waren der Grund. Großflächige Bombardierungen der Stadt blieben zwar vorerst aus.

Bis zum 15. Februar 1945: An dem frühlingshaften Tag stehen Eisenbahnzüge mit Flüchtlingen aus Schlesien und Ostbrandenburg im Bahnhof Cottbus. Wegen fehlender Lokomotiven können sie nicht weg, als der Bombenhagel niedergeht.