Bombe in Cottbus: Weltkriegsmunition erfolgreich entschärft – Sperrkreis ist aufgehoben
In Cottbus ist bei Bauarbeiten ein etwa 70 Kilogramm schwerer Sprengsatz aus dem Zweiten Weltkrieg in der Spremberger Vorstadt entdeckt worden. Die Bombe soll direkt vor Ort unschädlich gemacht werden, da sie laut der Kampfmittelexperten nicht abtransportiert werden kann.
Am Dienstag, dem 10. Oktober 2023, wird deshalb ein Sperrbezirk rund um den Fundort an der Greifenhainer Straße errichtet. Er tritt um 8 Uhr in Kraft. Dann müssen gut 1500 Menschen ihre Wohnungen verlassen.
Sperrkreis für Bombenentschärfung in Cottbus
Das Montessori-Kinderhaus, mehrere Geschäfte und das Amtsgericht sowie die Staatsanwaltschaft und das Ärztehaus an der Thiemstraße sind ebenfalls betroffen. Das Carl-Thiem-Klinikum und die Poliklinink bleiben offen. Letztere ist allerdings ab 8 Uhr nur noch zu Fuß erreichbar. Es wird empfohlen, außerhalb des betroffenen Gebietes zu parken.
Einschränkungen bei Cottbusverkehr
Die Thiemstraße bleibt als wichtige Durchgangsstraße nach Auskunft der Stadtverwaltung während der gesamten Zeit befahrbar. Im öffentlichen Nahverkehr ist nur die Linie 16 von den Einschränkungen betroffen. Die Busse fahren ab 8 Uhr auf einer Umleitungsstrecke.
Cottbusverkehr zufolge verkehrt die Linie von der Stadthalle kommend regulär bis zum Hauptbahnhof. Dann weiter über die Thiemstraße zur Haltestelle Thiemstraße/Klinikum. Diese wird als Ersatzhaltestelle angefahren. Von dort geht es weiter bis zur Europakreuzung und ab Haltestelle Sachsendorfer Hauptstraße geht es weiter regulär zur Uhlandstraße/Gallinchen. Die Haltestellen Welzower Straße/Klinikum und Welzower Straße/Thiemstraße werden während der Sperrung nicht bedient.
Hier kommen Betroffene während der Bombenentschärfung unterkommen
Als Ausweichquartier für die Zeit der Entschärfung stellt die Stadt ab 8 Uhr die Turnhalle der Fröbel-Grundschule an der Welzower Straße zur Verfügung. Wer das Angebot nutzen will, sollte selbst die eigene Verpflegung sicherstellen und auch an notwendige Medikament denken.
Die Stadt Cottbus ist über das Sicherheitszentrum für Fragen und Hilfsanfragen erreichbar. Das Sicherheitszentrum ist unter Telefon 0355 6123456 erreichbar oder per E-Mail unter sicherheitszentrum@cottbus.de.

Die Bombe wurde bei Bauarbeiten freigelegt.
Blaulichtreport LausitzDie Spremberger Vorstadt ist häufig betroffen
In Cottbus ist es nicht ungewöhnlich, dass altes Kriegsgerät im Untergrund gefunden wird. Schließlich hat die Stadt im Februar 1945 einen Bombenangriff erlebt. Er konzentrierte sich auf den Bahnhof und das Umfeld. Die Lutherkirche war danach nur noch eine Ruine, genauso wie Hunderte Häuser. Deshalb werden die Sprengsätze aus dem Zweiten Weltkrieg häufig in der Spremberger Vorstadt freigelegt.
Zuletzt mussten im Februar Tausende Anwohner für eine Bombenentschärfung ihre Wohnungen verlassen. Sogar der Bahnverkehr wurde eingestellt. Denn der 100 Kilogramm Sprengsatz steckte in der Nähe des Wasserturms in der Erde. Er war bei Bauarbeiten entdeckt worden.



