Blitzer in Cottbus: Diese Radarfalle hat 2025 am häufigsten geblitzt

Die Stadt Cottbus hat veröffentlicht, welcher Blitzer wie oft geblitzt hat und wieviel Geld durch die Verkehrssünder in den städtischen Haushalt einfließen.
Tim Brakemeier/dpa- Cottbus erzielte 2025 durch Geschwindigkeitsverstöße rund 1,7 Millionen Euro Bußgelder.
- Stationärer Blitzer am Stadtring war mit 4.228 Verstößen der aktivste.
- Mobile Blitzeranhänger erfassten 12.943 Verkehrssünder an Gefahrenpunkten.
- Schulwegsicherung: 167 Stunden Überwachung, 900 Geschwindigkeitsverstöße gemessen.
- Fokus auf Kitas und Seniorenheime: 7.735 Verstöße bei 160.845 kontrollierten Fahrzeugen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Jahr 2025 hat die Stadt Cottbus durch Bußgeldverfahren aufgrund überhöhter Geschwindigkeit Einnahmen in Höhe von etwa 1,7 Millionen Euro erhalten. Das hat die Stadtverwaltung mit der Blitzer-Bilanz des vergangenen Jahres bekannt gemacht. Die von den Verkehrssündern bezahlten Bußgelder fließen in den städtischen Haushalt.
Neben den drei fest installierten Blitzern an der Europakreuzung, am Stadtring und in Gallinchen, sind noch drei mobile Blitzer sowie drei semistationäre Anlagen, die sogenannten Blitzeranhänger, im Einsatz.
Diese Anhänger werden nach Angaben der Stadt abwechselnd an mehreren bekannten Gefahren- und Beschwerdepunkten im Stadtgebiet eingesetzt. Im ersten Quartal 2025 seien die Blitzer-Anhänger überwiegend in den Ortsteilen Kahren, Kiekebusch und Branitz eingesetzt worden, berichtet Stadtsprecher Jan Gloßmann. Hintergrund sei das deutlich erhöhte Verkehrsaufkommen infolge der Sperrung der L 49 zwischen Forst und Cottbus im Zuge des Baus der neuen Ortsumfahrung. Dort sei nahezu dauerhaft überwacht worden.
Blitzeranhänger in Cottbus blitzten 12 943 Verkehrssünder
Insgesamt wurden im Jahr 2025 genau 1.039.079 Fahrzeuge durch die Blitzer-Anhänger erfasst; 12.943 hätten die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten.
Im Bereich der stationären Verkehrsüberwachung waren im vergangenen Jahr 8.842 Geschwindigkeitsverstöße registriert worden. Deutlich weniger als im Jahr zuvor, damals waren 11.430 registriert worden. Dafür wurden in Cottbus ein paar mehr Autofahrer als im Vorjahr erwischt, die eine rote Ampel überfahren hatten. Während es 2025 insgesamt 1.919 waren, hatte die Stadt 2024 insgesamt 1.776 gezählt.
Ein besonderer Schwerpunkt lag, so gibt die Stadt bekannt, auf der Schulwegsicherung. Vor Schulbeginn sowie nach Schul- und Hortschluss wurden Schulwege gezielt überwacht. Die Radarwagen waren hierfür 167 Stunden im Einsatz (2024 waren es noch 175 Stunden). Dabei wurden 24.323 Fahrzeuge gemessen, von denen 900 Fahrerinnen und Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten.
Mobile Blitzer in Cottbus an Kitas und Seniorenheimen im Einsatz
Die mobile Verkehrsüberwachung in Cottbus war außerdem noch an Kitas und Seniorenheimen konzentriert im Einsatz. In diesen sensiblen Zonen seien 160.845 Fahrzeuge gemessen worden, bei denen 7.735 Geschwindigkeitsverstöße registriert worden seien.
Die mobile Verkehrsüberwachung habe im Jahr 2025 insgesamt 642.030 Fahrzeuge erfasst (2024 waren es mit 700 423 mehr). Dabei seien 30.138 Verstöße festgestellt worden. Und das sind mehr Verstöße als 2024 (28.346), bei weniger Erfassungen.
Der Leiter des Fachbereiches Ordnung und Sicherheit, Manuel Helbig, möchte auch in Zukunft an diesen Stellen den Verkehr im Blick behalten: „Es ist erschreckend, dass wir gerade vor sozialen Einrichtungen und Schulen eine Überschreitungsquote von fast fünf Prozent feststellen mussten. Das unterstreicht, wie notwendig diese Kontrollen sind, um insbesondere die schwächsten Verkehrsteilnehmer zu schützen. Wir werden dort weiter präsent sein.“
Der fleißigste stationäre Blitzer in Cottbus steht am Stadtring
Unter den stationären Blitzern in Cottbus gibt es einen, der Zuschnellfahrer mit Abstand am häufigsten einfängt. Die Radarfalle am Stadtring hat im Jahr 2025 insgesamt 4228 Fotos von Verstößen geschossen. In Gallinchen blitzte es 3700 Mal und an der Europakreuzung 889 Mal.
Zusätzlich zu den Blitzern setzte die Stadt sogenannte Dialog-Displays ein, die beim Heranfahren die aktuelle Geschwindigkeit anzeigen. Diese sollen im kommenden Jahr erneut und in höherer Zahl aufgestellt werden. „Mit dem Einsatz der Displays möchten wir Autofahrer sanktionsfrei auf die Einhaltung geltender Tempolimits hinweisen“, erklärt Helbig, „und so die Notwendigkeit der Einhaltung von Verkehrsvorschriften in das Bewusstsein rücken.“


