Schulanfang in Cottbus: So soll der Schulweg für die Kinder sicher werden

„Brems Dich! Schule hat begonnen“: Vor der Christoph-Kolumbus-Grundschule in Sandow weist bereits ein Banner der Verkehrswacht auf den Schulanfang an. Die Stadt Cottbus kündigt außerdem verstärkte Kontrollen und weitere Maßnahmen, die den Schulweg sicherer machen sollen, an.
Michael Helbig- Schulbeginn in Cottbus: 960 Erstklässler starten 2025, verstärkte Verkehrskontrollen angekündigt.
- Verkehrswacht, Polizei und Dekra setzen Maßnahmen für sichere Schulwege um, inkl. Schülerlotsen.
- 5 Dialog-Displays vor Schulen zeigen Geschwindigkeiten – Ausbau auf 16 Standorte geplant.
- Eltern und Autofahrer sollen besonders langsam und aufmerksam in Schulnähe fahren.
- VCD meldet 24 Gefahrenstellen, u. a. in Schmellwitz und an Kreuzungen mit schlechter Sicht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach den Sommerferien heißt es Neustart in den Schulen auch in Cottbus. Viele Schüler machen sich dann in der Großstadt auch wieder zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf ihren Schulweg. Etwa 960 Erstklässler werden in Cottbuser im Herbst 2025 eingeschult. Sie nehmen zum ersten Mal den Weg in ihre Grundschule. Die Stadt Cottbus appelliert an alle Kraftfahrer, für einen sicheren Start ins neue Schuljahr besondere Rücksicht im Straßenverkehr walten zu lassen. Tempo runter heißt es vor allem an den Grundschulen.
Gemeinsam mit der Polizei, der Dekra und der Verkehrswacht hat sich die Stadt auch diesmal auf den Schulbeginn vorbereitet. Manuel Helbig, Leiter des Fachbereiches Ordnung und Sicherheit, kündigt zum einen verstärkte Kontrollen vor und im Umfeld der Schulen an. Dabei würden nicht nur auf Tempoverstöße geahndet, erklärt er. Geachtet werde auch auf Falschparker oder Autofahrer, die Gehwege oder Kreuzungen blockieren und damit Kindern wichtige Sichtachsen nehmen.
In ganz Cottbus werden Verkehrsteilnehmer mit Spannbändern auf den Schulanfang hingewiesen und für ein besonders rücksichtsvolles Fahren sensibilisiert. Alle 960 Schulanfänger erhalten dank Dekra und Land Brandenburg auch in diesem Jahr markante rote Kappen. Damit sie im Straßenverkehr auffallen, sollten sie auch aufgesetzt werden, bittet Helbig. Die Verkehrswacht Cottbus wird mit mehr als 90 Schülerlotsen an ausgewählten Grundschulstandorten im Einsatz sein. Sie leiten die Schulkinder sicher über die Straße.
Dialog-Displays sollen für sicheren Schulweg in Cottbus sorgen
Zudem sind diesmal fünf Dialog-Displays vor Grundschulen installiert, die Autofahrern die aktuelle Geschwindigkeit anzeigen – zwei mehr als 2024. Die Stadt plane, so schnell wie möglich für alle 16 Cottbuser Grundschulen diese Smiley-Displays anzuschaffen, kündigt Stadtsprecher Jan Gloßmann an. Bis dahin werde der Einsatzort immer mal wechseln.
Bereits in den Sommerferien haben an allen Grundschulen Verkehrsschauen stattgefunden, um mögliche Gefahrenstellen vor dem ersten Schultag zu beseitigen. Jetzt appelliert Manuel Helbig an alle Autofahrer in Cottbus: „Bitte fahren Sie im Umfeld von Schulen, Haltestellen, Wohngebieten und Fußgängerüberwegen besonders langsam, vorausschauend und bremsbereit. Unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer brauchen Ihre volle Aufmerksamkeit.“
So kommt Cottbus beim Schulweg-Check des Verkehrsclubs Deutschland weg
Der Schulweg ist für viele Kinder weiterhin gefährlich. Das zeigt der bundesweite Schulwege-Check des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und der Initiative für sichere Straßen. Bei der Aktion konnten vom 3. Juni bis 15. August 2025 Gefahren gemeldet und online in eine Karte eingetragen werden.
Cottbuser haben für 24 Stellen im Stadtgebiet Gefahrenbereiche auf Schulwegen gemeldet. Mit neuen Einträgen ist Schmellwitz am meisten betroffen. So wurde unter anderem vermerkt, dass eine Hecke in der Straupitzer Straße die Sicht auf die Kreuzung behindert oder dass die Walther-Rathenau-Straße zwischen West- und Querstraße eine Rennstrecke und damit für Kinder gefährlich sei. Einige weitere Beispiele, bei denen die Melder konkreter wurden: An der Kreuzung Berliner Straße nahe Rathaus wird bemängelt, dass die Grünphase der Ampel zu kurz sei. Oder in Gallinchen sei in der Straße Alte Ziegelei der Rechts-vor-links-Verkehr schlecht einsehbar.
Quelle: VCD
