Bahnstreik der GDL
: Streik-Ende – Züge in Cottbus rollen bis auf wenige Ausnahmen

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihren Streik offiziell beendet. Manche Pendler und Pendlerinnen aus Cottbus müssen trotzdem weiterhin warten.
Von
Heike Reiß
Cottbus
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Ein Mann wartet am Bahnsteig: Diese Bild gilt trotz Ende des GDL-Streiks bei manchen Verbindungen bis in die Abendstunden.

Sven Hoppe/dpa

Die Lokführergewerkschaft GDL fordert neben einer 35-Stunden-Woche bis 2028 und einer Lohnerhöhung auch Tarifverträge für alle betroffenen Berufsgruppen. Aus diesem Grund lag der Zugverkehr am Freitag (8. März) bis 13 Uhr lahm. Wer jetzt in Cottbus in den Zug steigt, muss jedoch in einigen Fällen bis in die späten Abendstunden mit Ausfällen und Verspätungen rechnen.

Für den Großteil der Reisenden birgt die Anzeigetafel im Cottbuser Hauptbahnhof Erleichterung: Kurz nach Streik-Ende fährt der Großteil der Züge wieder regulär. Abends bieten sich dabei jedoch mehr Optionen als am Nachmittag. Laut der Deutschen Bahn AG wird das Bahnangebot „bis Tagesende schrittweise ausgeweitet“. Es entfallen hauptsächlich Fernzüge.

Großteil der Regionalzüge fährt wie geplant

Auf der Strecke zwischen Cottbus und Berlin kommt es zu einzelnen Ausfällen: So wird der RE2 um 17.04 Uhr nicht bedient. Dies kann auch bei den späteren Verbindungen vorkommen. Zwischen Cottbus und Dresden fahren Direktzüge. Die Verbindung mit Umstieg in Doberlug-Kirchhain entfällt. Der RE10 nach Leipzig fährt pünktlich, auch als RE1 und RE43 in Richtung Frankfurt (Oder).

Die Züge der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) wurden nicht bestreikt. Dennoch kam es hier aufgrund der geteilten Infrastruktur mit der Deutschen Bahn zu vereinzelten Unregelmäßigkeiten. Die RB65 in Richtung Görlitz und die RB46 nach Forst fahren ab Freitagnachmittag wie gewohnt.

Wer im ICE oder einem anderen Fernzug reisen möchte, dem empfiehlt die Deutsche Bahn, einen Sitzplatz zu reservieren.

GDL-Streik in Cottbus: Frühbucher können kostenlos umplanen

Für Frühbucher gibt es eine Kulanzregelung: Wer sein Ticket bis einschließlich 4. März 2024 für eine Reise am 7. März oder 8. März 2024 gekauft hat und die Fahrt aufgrund des GDL-Streiks verschieben möchte, kann das Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung gilt nicht mehr. Der Zielort kann dabei auch mit einer Fahrt mit geänderter Streckenführung erreicht werden. Wer einen Sitzplatz reserviert hat, kann diesen kostenfrei stornieren.

Reisende können sich vor Fahrtantritt online auf der Website der Deutschen Bahn oder in der App „DB-Navigator“ über die aktuellen Verbindungen informieren.

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