RE1, RE10 und RB43: Sperrungen und Ersatzverkehr zwischen Cottbus und Frankfurt (Oder)

Stressige Zeiten kommen auf Berufspendler und Schüler zu auf den Eisenbahnverbindungen zwischen Cottbus und Frankfurt (Oder).
Fotos: Jan Woitas/dpa/DB / Montage: SchubertMit dem Frühling kommen jetzt auch langwierige Bauprojekte der Deutschen Bahn wieder in die Lausitz. Den Auftakt dazu gibt es schon in wenigen Tagen. Bis Anfang Mai ist die Strecke zwischen Cottbus und Frankfurt (Oder) besonders häufig von Baustellen und Sperrungen betroffen.
Beeinträchtigungen gibt es dabei für die Züge der Linien RE1 (Odeg), RE10 und RB 43 (beide DB-Regio).
Bus statt Bahn zwischen Cottbus und Frankfurt (Oder)
Die Verbindung zwischen Spree und Oder ist bei weitem nicht so stark frequentiert wie die wichtigen Zugverbindungen durch den Spreewald nach Berlin oder die Strecken von Cottbus ins Lausitzer Seenland um Senftenberg und in die Elbe-Elster-Region, in Richtung Leipzig. Von wechselnden und teils wochenlangen Zugausfällen und Busersatzverkehr betroffen sein werden aber viele Berufspendler und auch zahlreiche Schüler, die nicht einfach aufs eigene Auto umsteigen können. Für sie kann der Weg zur Schule zum zeitraubenden Hürdenlauf werden.
Für alle ausfallenden Züge soll es Ersatzbusse geben. Die aber fahren meist zu anderen Zeiten als die Züge und sie brauchen naturgemäß länger für die gleichen Streckenabschnitte.
Zeit der Vollsperrungen beginnt am 8. März
Richtig ernst wird es mit den Vollsperrungen ab Freitag, 8. März. Am Abend dieses Tages beginnt eine zwei Monate andauernde Phase, in der es zwischen der Lausitzmetropole und der Oder-Stadt zeitweilig keine durchgehende Zugverbindung geben wird.
Was am Abend des 8. März zunächst am darauffolgenden Wochenende mit Zugausfällen auf der gesamten Strecke zwischen Cottbus und Frankfurt (Oder) beginnt, setzt sich dann bis zum 12. April mit einer langwierigen Vollsperrung zwischen Cottbus und Guben fort.
Während Lausitz-Pendler zwischen Guben und Cottbus danach wieder aufatmen können, gibt es direkt danach bis in die Nacht zum 6. Mai auf dem Streckenabschnitt zwischen Guben und Frankfurt (Oder) massive Einschränkungen. Darauf einstellen müssen sich dann einen Monat lang vor allem auch die Schüler der Schulen in Neuzelle (Oder-Spree). Sie müssen dann am Morgen meist auf Ersatzbusse umsteigen. Vom 15. April bis zum 6. Mai fahren an den Wochentagen von Montag bis Freitag mehr als zwei Wochen lang keine Züge zwischen Frankfurt (Oder) und Guben in der Zeit zwischen 5 und 8 Uhr am Morgen. Außerdem verändern sich die Abfahrtszeiten einiger Züge auch am Rest des Tages. An den Wochenenden geht auf der Schienenstrecke von Guben nach Frankfurt (Oder) zeitweilig auch den ganzen Tag über zeitweilig gar nichts.
Die Gründe für die Sperrungen zwischen Cottbus und Frankfurt
Grund hierfür sind nach Auskunft der neuen Infrastruktur-Tochterfirma der Bahn DB InfraGO AG umfangreiche Bauarbeiten auf der Strecke.
Was bedeutet DB InfraGO AG?
Die DB InfraGO AG ist ein neues bundeseigenes Eisenbahninfrastrukturunternehmen und eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bahn in Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG). Das GO steht für gemeinwohlorientiert.
Die neue AG war erst am 27. Dezember 2023 durch Umbenennung der früheren DB Netz AG und ihre Verschmelzung mit der DB Station & Service entstanden. Die DB InfraGO AG hat nach eigenen Angaben 61.000 Mitarbeiter, ist zuständig für 33.400 Schienenkilometer und verantwortlich für 5400 Bahnhöfe.
Dabei sollen in Streckenabschnitten Gleise ausgetauscht werden. Weitere Behinderungen in diesem Jahr für die Bahnstrecke zwischen Cottbus und Frankfurt (Oder) sind schon jetzt in Sicht. Die Unterführung einer Landstraße bei Eisenhüttenstadt ist zu eng und wird gerade komplett erneuert. Die Arbeiten an der Unterführung hatten im Herbst 2023 begonnen. Im August 2024 soll eine Behelfsbrücke dort wieder abgebaut und die Gleise neu eingebunden werden. Spätestens dann ist erneut zeitweilig eine Streckensperrung zwischen Cottbus, Guben und Frankfurt (Oder) erforderlich.
Tipps für Gelegenheits-Bahnfahrer und Fernreisende
► Schlau ist, wer sich vor jeder geplanten Zugfahrt auf der Strecke zwischen Cottbus und Frankfurt (Oder) und den Linie RE1, RE10 und RB43 ab dem 8. März noch einmal genau informiert. Es gibt dabei nämlich unterschiedliche Behinderungen, die gerade für Gelegnheitsbahnfahrer komplett nicht zu überblicken sind. Dafür nutzt man am besten die Internetseiten der Deutschen Bahn oder des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB). Im Fall des RE1 funktioniert auch die Internetseite der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (Odeg). Alle Unternehmen bieten dafür eine auch eigene, kostenlose App für Apple- und Android-Handys an.
► Die Fahrten mit den Ersatzbussen dauern deutlich länger und auch die Umfahrung der gesperrten Strecke über Ruhland nach Leipzig nimmt mehr Zeit in Anspruch. Wer dort während er Sperrzeiten beispielsweise einen gebuchten Fernzug-Anschluss erreichen will, muss deutlich eher losfahren und mehr Zeit einplanen.