Bahn Cottbus - Berlin: Grünes Licht für zweites Gleis bis Lübbenau – Baustart in Sicht

Inzwischen zeichnet sich ab, wann Regionalzüge zwischen Berlin und Cottbus im Halbstundentakt rollen können.
Jan Woitas/dpa- Grünes Licht für zweites Gleis Cottbus-Berlin, Baustart 2025.
- Planfeststellungsverfahren abgeschlossen, Bauarbeiten können beginnen.
- Zweigleisiger Ausbau ermöglicht ab 2027 Halbstundentakt für RE2.
- Erhöhung der Fahrgastnachfrage bis 2030 um 95% erwartet.
- Strecke Lübbenau-Cottbus seit 1945 eingleisig, seit 1989 elektrifiziert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein zweites Eisenbahngleis zwischen der Lausitzmetropole Cottbus und der Spreewaldstadt Lübbenau ist seit Jahrzehnten der Traum Tausender Pendler in der Lausitz. Die Umsetzung des Traums rückt im Februar des Jahres 2025 ein entscheidendes Stück näher.
Am Freitag (21. Februar) hat die Deutsche Bahn bestätigt, dass für den zweigleisigen Ausbau des 29 Kilometer langen Streckenabschnitts das langwierige Planfeststellungsverfahren abgeschlossen worden ist. Zuständig für die Bearbeitung der Unterlagen ist das Eisenbahn-Bundesamt (EBA).
Im Falle der Lausitzstrecke umfasst das Planungspaket gleich zwei Planfeststellungsbeschlüsse des Eisenbahn-Bundesamtes. Sie sind die rechtliche Voraussetzung, damit die Bauarbeiten an der Strecke beginnen können. Sie umfassen auch sämtliche Aspekte hinsichtlich der Umweltverträglichkeit.
Planfeststellung für zweigleisigen Ausbau abgeschlossen
„Für das Bauprojekt liegen nun die Planfeststellungsbeschlüsse vor“, heißt es in einer Mitteilung aus der Bahnzentrale in Berlin. Das Ende der Planfeststellung ist ein entscheidender Schritt.
Nach der Veröffentlichung der Unterlagen nämlich kann die Vergabe der Leistungen für den Bau der Strecke vorbereitet werden. Die Bauleistungen sollen nach Angaben der Bahn voraussichtlich im Herbst 2025 vergeben werden. Ebenfalls in diesem Jahr seien bereits „bauvorbereitende Maßnahmen für den Schutz der Umwelt vorgesehen“, sagte ein Bahnsprecher. Ab dem Fahrplanwechsel Ende des Jahres 2027 sollten die Züge dann auf dem neuen zweiten Gleis rollen.
Das wichtigste Ziel des Ausbaus der Strecke ist ein stabiler Halbstundentakt auf der für die Lausitz wichtigsten Pendlerstrecke zwischen der Hauptstadt Berlin und der Lausitzmetropole Cottbus. Er soll in Zukunft nicht nur dafür sorgen, dass, wie bisher, viele Lausitzer in die Hauptstadt kommen, sondern vor allem, dass die boomende Strukturwandelregion in Südbrandenburg und Ostsachsen von viel mehr Fachkräften angesteuert werden kann.
Die Geschichte der „Görlitzer Bahn“
Die 1867 in Betrieb genommene „Görlitzer Bahn“ (Berlin – Görlitz) ist seit 1945 auf dem Teilstück Lübbenau – Cottbus nur noch eingleisig. Die Schienen wurden als Reparationsleistung nach dem Zweiten Weltkrieg abgebaut. Seit 1989 ist der 29 Kilometer lange Streckenabschnitt elektrifiziert. Prognosen gehen davon aus, dass die Fahrgastnachfrage auf der „Görlitzer Bahn“ bis zum Jahr 2030 um 95 Prozent im Vergleich zu 2019 steigt. Die bestehende Eingleisigkeit des für eine Geschwindigkeit bis 160 km/h ausgelegten Abschnittes schränkt die mögliche Anzahl der Züge auf der Strecke ein und kann massive Auswirkungen auf die Pünktlichkeit haben.

