„Und auch wenn wir uns mal ein bisschen streiten / Ich hab‘ sie so vermisst, die alten Zeiten / Hier bin ich daheim / Warum kann es nicht immer so bleiben?“ – Das singt Alexander Knappe auf seiner EP „Weihnachten Forever“. Für die Feiertage kehrt er in die Lausitz zurück.
„Mein Opa ist 84 und lebt im Altenheim. Da ist immer so ein Gefühl, dass das nächste Weihnachten das letzte sein könnte. Deshalb sind die Feiertage für meine Familie und mich sehr emotional. Wir sind dankbar für jedes ausgetauschte Wort und jeden schönen Moment“, erzählt der Sänger. Den Heiligabend wird er gemeinsam mit seiner Frau und Familie in Berlin verbringen. Am 25. Dezember zieht es ihn nach Cottbus, wo Papa, Opa, Tante – „die ganze Knappe-Gang“ – zusammenkommt.

Alexander Kappe: keine Gesangseinlage unter dem Christbaum

Auf den Tisch kommen Wiener mit Kartoffelsalat. „Und ganz viel Kuchen und Kaffee“, ergänzt Alexander Knappe. „Dann schauen wir gemeinsam Weihnachtsfilme: ,Der kleine Lord‘ oder ,Kevin – Allein zu Haus‘. Der Film erfüllt so ziemlich alle Klischees: weiße Weihnachten, Chaos in der Familie, die Versöhnung.“ Früher habe es auch in seiner Familie an den Feiertagen viel Chaos und Streit gegeben. „Eigentlich denkt man, es gibt Friede, Freude, Eierkuchen, aber das ist ein heißes Eisen. Mittlerweile sind wir alle älter geworden und freuen uns über diese Momente, wo Frieden herrscht.“
„An Weihnachten bin ich nicht Alex, der Popstar, sondern immer noch der kleine Fritz oder der Ali.“ Er ergänzt: „Als Musiker ist man auch eine Kunstfigur und zu Weihnachten löst sich das etwas auf. Ich werde dann wieder ein Stück weit zum Kind, bin nervös, bevor es die Geschenke gibt. Je länger man in diesem Karussell aus Arbeit und Verpflichtungen ist, desto schneller verliert man das.“
Auf eine Gesangsprobe besteht die Familie übrigens nicht. Ein kleines Gedicht, bevor das Geschenk überreicht wird, gibt es trotzdem. „Meine Tante besteht da schon ein wenig drauf“, erzählt Knappe lachend.

Diese Fotoalben werden an Weihnachten wieder herausgeholt

Für ihn werde es darüber hinaus ein besonderes Weihnachten. Seine Mutter ist vor wenigen Wochen gestorben. „Wir gehen jedes Jahr zurück. Papa holt die Fotoalben raus und wir schauen uns an, wie alles begann. Das sind noch Bilder aus der Schmellwitzer Straße, aus dem Schrebergarten. Ich bin ein Plattenkind. Die Bilder sind schöne Erinnerungen, die immer so bleiben. Egal, was sich auch verändert“, so Alexander Knappe.
Der Sänger Alexander Knappe (vorn) und Gitarrist Johannes Mader spielen bei einer Adventsveranstaltung bei der Tafel Cottbus Sachsendorf.
Der Sänger Alexander Knappe (vorn) und Gitarrist Johannes Mader spielen bei einer Adventsveranstaltung bei der Tafel Cottbus Sachsendorf.
© Foto: Frank Hammerschmidt
„Jeder von uns hat seine eigenen Probleme, aber alle schauen, dass sie sich an den Feiertagen etwas zurücknehmen und zusammenhalten. Ich denke, Weihnachten war noch nie so wichtig wie heute.“

Alexander Knappe: Warum man auch als Erwachsener vom Weihnachtsmann träumen sollte

Dieser Zusammenhalt zeigt sich auch in seinem Song „New York“. „In dem Lied geht es um den Sohn meines Musikproduzenten Martin Haller. Er hat ,Kevin - Allein zu Haus‘ gesehen und meinte dann zu seinem Vater, dass er da auch gern mal hin möchte: New York unter Lichtern, der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center. Aber auch als Musikproduzent, der seinem Kind alles ermöglichen möchte, kann man sich nicht alles leisten. Also hat Martin seinem Sohn gesagt: Solange das nicht geht, ist Köln unser New York. Wir feiern das, was wir haben und machen es uns vielleicht sogar noch schöner als das echte New York“, so Alexander Knappe.
Empfohlener Inhalt der Redaktion

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Youtube, der den Artikel ergänzt. Sie können sich diesen mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Externer Inhalt

Sie erklären sich damit einverstanden, dass Ihnen externe Inhalte von Youtube angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.

Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Genau jene Bilder seien es, welche die Adventszeit zu etwas ganz Besonderem für alle werden lasse. „Ich erinnere mich gern daran, wie ich als Kind nach draußen geschaut und den Weihnachtsmann durch den Schnee laufen gesehen habe. In der Welt, in der wir leben, gibt es diese Traumfiguren kaum noch. Aber es ist wichtig, sich zu erlauben, zu träumen. Mein Motto ist, nur wer träumt, der lebt, denn das ist es, was uns alle antreibt.“
Newsletter-Anmeldung
Cottbus Newsletter
jeden Mittwoch um 18:00 Uhr
Der wöchentliche Newsletter aus Cottbus und Umgebung mit relevanten Themen und exklusiven Geschichten rund um die Heimat der Krebse. Entdecken Sie die aktuellen Top-Storys und den Redaktionstipp fürs Wochenende direkt von unseren Lokalreportern für Sie aufbereitet.
Anrede *
E-Mail-Adresse
Vorname
Nachname
Wir nehmen den Schutz Ihrer Daten ernst. Bitte lesen Sie mehr dazu unter www.lr-online.de/privacy.

„Liebe kenn keine Liga“-Open-Air wird 2023 auf vier Tage augedehnt

Nächstes Jahr kehrt das „Liebe kennt keine Liga“-Open-Air ins Stadion der Freundschaft am Eliaspark zurück. Das Event wird vom 31. August bis zum 3. September stattfinden und wartet mit verschiedenen Programm-Highlights auf:
● Donnerstag (31. August 2023): „Cottbus goes Hollywood“ – das Philharmonische Orchester des Staatstheaters spielt Filmmusik. Beginn: 18 Uhr, Tickets ab 42,40 Euro
● Freitag (1. September 2023): Überraschungsevent mit My Charity. Beginn: 18 Uhr
● Samstag (2. September 2023): „Liebe kennt keine Liga“-Stadion-Open-Air mit Knappe und Band, Vize, Tim Wild. Beginn: 12 Uhr, Tickets ab 41,50 Euro
● Sonntag (3. September 2023): Kinderveranstaltung - Act noch geheim, Beginn: 18 Uhr
Tickets gibt es auf der Website www.liebe-kennt-keine-liga.de und unter der Telefonnummer 0355/481555.