AfD in Cottbus: 130 Menschen protestieren gegen Tagung der Partei

Menschen haben sich zu einer Demonstration am Hauptbahnhof in Cottbus zusammengefunden. Die Demonstration fordert die Überprüfung und das Verbot der AfD, deren Bundestagsfraktion für eine dreitägige Klausurtagung in der Stadt zusammengekommen ist.
Frank Hammerschmidt/dpa- In Cottbus tagt die AfD-Bundesspitze im Radisson Blu-Hotel – die Polizei sichert weiträumig.
- Gegenüber am Hauptbahnhof demonstrierten bis zu 130 Menschen friedlich gegen die Tagung.
- Aufruf kam von Unteilbar Südbrandenburg, das seit 2020 gegen Rechtsextremismus aktiv ist.
- Motto „Jedes Ei wird besser geprüft als diese Partei“: Papp-Eier mit Slogans prägten die Demo.
- Die AfD berät bis Sonntag über Wirtschaft, Energie, Rente, Soziales und den Bundeshaushalt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zahlreiche Menschen haben sich am Samstag, 11. April 2026, am Hauptbahnhof von Cottbus zu einer Demonstration gegen die Alternative für Deutschland (AfD) zusammengefunden. Die Bundesspitze der Partei um Tino Chrupalla und Alice Weidel ist gegenüber im Radisson Blu-Hotel zu einer dreitägigen Klausurtagung zusammengekommen.
Bis Sonntagnachmittag, 12. April 2026, haben in der Stadt rund 150 Abgeordnete über die politische Linie der AfD für die kommenden Monate beraten.
Die Entscheidung des Hotels, der Alternative für Deutschland Räume für die Tagung zur Verfügung zu stellen, stieß auf Kritik. „Unteilbar Südbrandenburg“ hatte für Samstagnachmittag um 14 Uhr zu einer Demonstration auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs gegenüber vom Hotel aufgerufen. Das Bündnis engagiert sich seit 2020 gegen Rechtsextremismus.
Bündnis hat zu Demo gegen AfD in Cottbus aufgerufen
Die Demonstration sei nach Polizeiangaben friedlich verlaufen und wurde gegen 15.30 Uhr beendet. In der Spitze seien 130 Teilnehmer gezählt worden. Der Einschätzung stimmt auch eine Sprecherin des Bündnisses Unteilbar Brandenburg zu. Die Veranstaltung war ursprünglich mit 50 Personen angemeldet.
Unter dem Motto „Jedes Ei wird besser geprüft als diese Partei“ wollte das Bündnis ein Zeichen gegen die Tagung setzen. Die Teilnehmer brachten selbstgebastelte Papp-Eier als Plakate mit. Zu lesen waren unter anderem Aufschriften wie „Gegen Hetze braucht es Eier“ oder „AfD nicht das Gelbe vom Ei“.
Zu den Teilnehmern der Demonstration zählten unter anderem Kirchenvertreter, Mitglieder von Omas gegen Rechts, dem DGB, der Linken, den Jusos, dem Cottbuser Kneipenchor, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese (SPD) und der ehemalige Spree-Neiße-Dezernent Hermann Kostrewa (SPD).
Prüfung der AfD durch Bundesverfassungsgericht gefordert
Das Bündnis hat sich mit den bundesweit zeitgleich stattfindenden Prüf-Demos solidarisiert. Die Organisatoren setzen sich dafür ein, dass das Bundesverfassungsgericht alle Parteien überprüft, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder als gesichert rechtsextrem eingestuft werden.
Die AfD-Bundespartei darf vorerst nicht als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft und behandelt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Köln Ende Februar 2026 entschieden. Mehrere Landesverbände gelten jedoch als „gesichert rechtsextrem“, darunter der Landesverband Brandenburg.
Polizei zieht Zwischenfazit zur AfD-Tagung in Cottbus
Die Polizei hat die Tagung abgesichert. Absperrungen wurden am Freitagvormittag rund um das Hotel aufgestellt. Angaben über die Anzahl an Einsatzkräften hat die Polizei zuvor auf Nachfrage nicht mitgeteilt. Sascha Erler, Sprecher der Polizeidirektion Südbrandenburg, sprach von einem „ausreichenden Polizeiaufgebot“.
Im Kontext der Tagung der AfD-Bundesspitze in Cottbus habe es bis Sonntagnachmittag keine besonderen Vorkommnisse gegeben, wie Polizeisprecher Sascha Erler mitteilt (Stand: 15 Uhr). Es gab keinerlei Störungen. Nachträglich wurde sogar die Anzahl der Einsatzkräfte reduziert.
Beim Treffen der Bundesspitze der AfD ging es unter anderem um Wirtschaft, Energie, Rente, Soziales und den Bundeshaushalt. Zum Abschluss der Klausur wurde ein Positionspapier beschlossen.








Die AfD stellt ihren Kurs in der Energiepolitik in den Fokus. Dabei spielt sie einen Joker aus, den nur eine Partei, die den Klimawandel leugnet, ziehen kann. Bei der Rente korrigiert sich die AfD.