Reinhard „Mäcki“ Lauck: So schoss der WM-Held das erste Tor für Energie Cottbus

Reinhard Lauck war 1974 in Hamburg dabei, als die DDR bei der WM sensationell gegen den späteren Weltmeister BRD mit 1:0 gewann.
Werner Schulze/Imago- Vor 60 Jahren erzielte Reinhard Lauck das erste Pflichtspieltor für Energie Cottbus.
- Beim 1:1 in Rostock traf er 1966 in Unterzahl per Distanzschuss in Minute 82.
- Lauck war 1974 bei der WM dabei; seine Vorlage führte zum 1:0 gegen die BRD.
- 1976 gewann er Olympia-Gold; später Alkoholprobleme, Tod 1997 mit 51 Jahren.
- Vereinsgala zum 60. Geburtstag von Energie Cottbus; Gedenken an Lauck in Sielow.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei Energie Cottbus sind die Feierlichkeiten rund um den 60. Vereinsgeburtstag beendet – Präsident Sebastian Lemke und seine Mitstreiter beim FCE freuen sich über die vielen positiven Rückmeldungen nach der großen Gala in der Cottbuser Stadthalle am 31. Januar.
Dort waren viele Protagonisten aus den 60 Cottbuser Energie-Jahren auf der Bühne – Cottbuser Fußballhelden wie Eduard Geyer, Detlef Irrgang, Ralf Lempke, Fritz Bohla oder Manfred Kupferschmied berichteten über ihre Erlebnisse in der Vereinshistorie.
Ein wichtiger Mann fehlte – Reinhard Lauck ist bereits 1997 verstorben. Am Freitag, dem 13. Januar 2026, hätte der einstige DDR-Nationalspieler mit dem Spitznamen „Mäcki“ (auf seinem Grabstein steht „Mecky“) nun einen ganz besonderen Tag feiern können: Vor genau 60 Jahren erzielte er das erste Pflichtspieltor für die neugegründete BSG Energie Cottbus – beim 1:1 bei der ASG Vorwärts Rostock-Gehlsdorf.
Die Chronisten des FC-Energie-Museums haben dazu festgehalten, dass Kapitän Lothar Gentsch die Elf aufs Feld führte und Energie-Legenden wie Hajo Prinz, Klaus Stabach, Hans-Ullrich Koinzer oder Joachim Kurpat ebenfalls das Cottbuser Trikot trugen. Und eben auch Reinhard Lauck. Dessen Stern ging ausgerechnet in diesem Spiel auf.
In der Hinrunde der Saison 1965/66 hatte er noch fast ausschließlich für die zweite Mannschaft des vorherigen SC Vorwärts Cottbus gespielt. In der Rückrunde war er dann aber unter Trainer Heinz Frenzel und dem neuen Namen BSG Energie Cottbus kaum noch wegzudenken.
Das FC-Energie-Museum berichtet darüber: „Mit spielerischer Leichtigkeit konnte ‚Mecky‘ Lauck im Mittelfeld überzeugen und schoss das ein oder andere Tor. Die Älteren unter uns dürften sich beispielsweise noch an das erste Heimspiel im Februar 1966 als neugegründete BSG Energie erinnern, als Cottbus gegen Greifswald spielte und Lauck zum 4:0-Sieg gleich drei Tore beisteuerte.“
FC Energie Museum beschreibt das erste Spiel bei Facebook
Zuvor gab es aber Laucks historischen Premierentreffer in Rostock in einem komplizierten Spiel. Das frühe Gegentor nach 16 Minuten erwischte Cottbus damals kalt, es kam für die neue BSG noch schlimmer: Werner Röhl musste nach einem Platzverweis vom Feld. Die BSG in Unterzahl, das FC-Energie-Museum schreibt dazu: „Energie entwickelte mit zehn Mann nun noch mehr Kampfgeist und wurde dafür dann doch noch belohnt. Und so war es Topspieler Reinhard Lauck, der mit einem Distanzschuss in der 82. Minute den Ausgleich erzielte.“
Dass ausgerechnet Lauck als erster Torschütze in der Vereinschronik steht, ist ein Fingerzeig darauf, wie viele gute Spieler aus der Lausitz in der Fußballwelt für Furore gesorgt haben. Der gebürtige Sielower spielte später noch bei Union Berlin und dem BFC Dynamo.
Außerdem gehörte er zum WM-Aufgebot von Nationaltrainer Georg Buschner. 1974 war Lauck mit dabei, als der historische Sieg gegen den späteren Weltmeister BRD gelang. Mehr noch: Lauck war am Siegtreffer beteiligt. Seine Vorlage schlug Erich Hamann mit langem Pass auf Jürgen Sparwasser – der Rest ist Fußballgeschichte. 1976 dann die Krönung der Karriere von Reinhard Lauck – Olympia-Gold in Montreal.
Bei der SG Sielow hängt seit 2006 am Vereinsheim eine Gedenktafel an den genialen Fußballer, der nach seiner aktiven Zeit mit Alkoholproblemen zu kämpfen hatte und bereits mit 51 Jahren unter tragischen Umständen starb. Welchen Stellenwert er im DDR-Fußball hatte, war an der Gästeliste bei der damaligen Enthüllung der Plakette in Sielow zu erkennen.
Als prominente Ehrengäste erschienen Ex-Nationaltrainer Georg Buschner, Jürgen Bogs, Meistercoach des BFC Dynamo, die früheren Auswahlspieler Lothar Kurbjuweit und Peter Ducke (FC Carl Zeiss Jena), Manfred Zapf (1. FC Magdeburg) und Reinhard Häfner (Dynamo Dresden). Für die Cottbuser Fußballrecken Klaus Stabach, Hajo Prinz und Uli Koinzer (FC Energie) war die Anwesenheit ebenso eine Selbstverständlichkeit wie für die Radio- und Fernseh-Reporterlegende Heinz Florian Oertel. Initiator der Ehrung anlässlich des 60. Geburtstages von Lauck war damals Georg Zielonkowski.
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