Regionalliga Nordost
: Tomislav Piplica wird Torwarttrainer bei Lok Leipzig

Der einstige Cottbuser Kult-Torwart Tomislav Piplica hat einen neuen Job in der Regionalliga Nordost gefunden: Der 54-Jährige wird Torwarttrainer bei Lok Leipzig und trifft dort auf seinen Sohn.
Von
Peter Mertes
Leipzig
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Neue Aufgabe: Tomislav Piplica (hier im Jahr 2019 bei Carl Zeiss Jena) arbeitet künftig als Torwarttrainer von Lok Leipzig in der Regionalliga Nordost. Ob es in der kommenden Saison noch ein Wiedersehen mit Energie Cottbus gibt?

Worsch/Eibner-Pressefoto

2:0 und 3:1 hieß es in dieser Saison für Energie Cottbus gegen Lok Leipzig. Ob sich die beiden Mannschaften in der kommenden Saison wiedersehen, hängt von Energies Aufstiegsendspiel am Sonntag ab, im Hinspiel gab es gegen die SpVgg Unterhaching eine 1:2-Niederlage. Ein kleines Stück FCE-Geschichte wird es nächste Saison aber definitiv bei Lok Leipzig geben, denn der einstige Cottbuser Kult-Torwart Tomislav Piplica wird Torwarttrainer der Sachsen. Zudem übernimmt der Bosnier die Torwartkoordination im Nachwuchsbereich. Sein Vertrag läuft bis 2025.

Sportdirektor und Cheftrainer Almedin Civa zeigt sich in einem Statement auf den vereinseigenen Kanälen hocherfreut: „Mit ,Pipi’ haben wir nicht nur einen erfahrenen Bundesliga-Torwart, sondern auch einen erfahrenen Torwarttrainer bekommen, der auch schon international als Torwarttrainer in der bosnischen Nationalmannschaft gearbeitet hat. Ich bin sehr glücklich, dass er sich für uns entschieden hat.“

Piplicas Sohn Zak Paulo spielt im Mittelfeld von Lok Leipzig

Piplica sei für den Verein und die Regionalliga-Mannschaft ein rießengroßer Gewinn. Auch der Bosnier, der in der abgelaufenen Saison 2022/23 bei Drittligist Erzgebirge Aue die Torhüter trainiert hatte, freut sich über die neue Aufgabe. Die Entscheidung sei auch aus persönlichen Gründen gefallen, gibt der 54-Jährige unumwunden zu: „Der Club macht eine gute Arbeit und die kurzen Wege zu meiner Familie hier in Leipzig waren für mich ausschlaggebend.“

Die Wege sind künftig so kurz, dass Piplica seinen Sohn Zak Paulo täglich auf dem Trainingsgelände sehen wird. Der 21-Jährige spielt als Sechser im defensiven Mittelfeld der Leipziger und erzielte im April 2022 sein erstes Regionalliga-Tor ausgerechnet im Cottbuser Stadion der Freundschaft. Die Partie wurde zur emotionalen Achterbahnfahrt, bei der sich der junge Mittelfeldmann verletzte und von der Nordwand mit „Piplica“-Sprechchören gefeiert wurde.

Auf ein künftiges Treffen der beiden Piplicas mit Energie in der Regionalliga würde der neue Leipziger Torwarttrainer aber gerne verzichten. Am Rande des Testspiels von Energie Cottbus gegen Erzgebirge Aue im Januar 2023 hatte Tomislav Piplica im LR-Videointerview erklärt: „Es freut mich immer zu sehen, wenn es Energie gut geht. Mit diesem Stadion, diesem Zuschauerpotenzial und dieser Qualität der Spieler haben sie es verdient, in einer höheren Liga zu spielen.“

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