Regionalliga Nordost
: Piplica verpasst Sieg mit Lok Leipzig – Machtwort in der Trainerfrage

Im Nachholspiel der Regionalliga Nordost spielt Lok Leipzig 0:0 gegen den Berliner AK. Bei den Sachsen wird zudem die Zukunft von Interimstrainer Tomislav Piplica diskutiert. Nun scheint es Klarheit zu geben.
Von
Frank Noack
Leipzig
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Tomislav Piplica hat bei Lok Leipzig die Nachfolge von Cheftrainer Almedin Civa übernommen.

Imago/Gabor Krieg

Der 1. FC Lok Leipzig verpasst unter Interimstrainer Tomislav Piplica ein weiteres Erfolgserlebnis in der Fußball-Regionalliga Nordost. Die Sachsen mussten sich am Mittwochabend (6. März) im Nachholspiel gegen den Tabellenvorletzten Berliner AK mit einem torlosen Remis begnügen. Die Vier-Spiele-Bilanz von Tomislav Piplica ist trotzdem positiv: zwei Siege und zwei Remis.

In der vierten Partie innerhalb von 13 Tagen kamen die Gastgeber um Torjäger Djamal Ziane nur selten richtig in Schwung. Lok Leipzig blieb unter der Regie von Tomislav Piplica damit erstmals ohne eigenen Torerfolg. Ufumwen Osawe (BAK) sah in der Nachspielzeit die Gelb-Rote-Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Im zweiten Nachholspiel am Mittwochabend gewann Viktoria Berlin gegen Chemie Leipzig 1:0 (1:0).

Piplica bis Saisonende Trainer?

Zurück zu Tomislav Piplica: Darf der ehemalige Bundesliga-Torwart von Energie Cottbus zumindest bis zum Saisonende als Cheftrainer bei Lok Leipzig weitermachen? Es sieht ganz danach aus. Denn auf der Internetseite der Sachsen wird Piplica inzwischen als Trainer geführt – und nicht mehr als Co-Trainer oder Torwart-Trainer. Die Rolle als Co-Trainer hat Robin Hintz inne.

Außerdem genießt der 54 Jahre alte Bosnier auch das Vertrauen der Vereinsführung. Präsidiumsmitglied Heiko Spauke erklärte in der „Bild“-Zeitung: „Es macht dann ja wenig Sinn, einen Feuerwehrmann für die letzten drei Monate zu verpflichten.“ Zumal der Club mit dieser Lösung auch Geld spart. Lok Leipzig hatte sich Mitte Februar von Almedin Civa getrennt. Dessen Vertrag läuft noch bis 2025.

Kandidaten als Cheftrainer für die kommende Saison sind laut „Bild“ unter anderem Ex-Jena-Coach René Klingbeil, der zuletzt bereits als Zuschauer auf der Tribüne des Bruno-Plache-Stadions gesichtet worden ist. Weitere Kandidaten: Nico Knaubel (derzeit Landestrainer Sachsen), Sascha Prüfer (FC Eilenburg) – und auch Tomislav Piplica. Laut Präsidiumsmitglied Heiko Spauke könnte er den Hut „natürlich mit in den Ring werfen“.

Am kommenden Wochenende wartet auf Tomislav Piplica und Lok Leipzig erst einmal eine große sportliche Herausforderung: Die Sachsen gastieren beim Tabellendritten BFC Dynamo (Samstag, 16 Uhr). Die Berliner haben derzeit 47 Punkte auf dem Konto und kämpfen mit Greifswald (49) und Energie Cottbus (47) um die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost.

Tabelle der Fußball-Regionalliga Nordost

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