Nader Jindaoui
: Erst Hoffnung, dann Tribüne - so steht es um den Influencer

Nach kurzer Startelf-Hoffnung rutscht Nader Jindaoui bei Hoffenheim II in der 3. Liga wieder ins Abseits. Sportlich läuft es für den Influencer aktuell überhaupt nicht.
Von
Brian Schmidt
Berlin
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Enttaeuscht auf dem Spielfeld Nader El-Jindaoui (TSG Hoffenheim II, #30)

GER, TSG 1899 Hoffenheim II gegen Alemannia Aachen, Fussball, 3.Liga, 21.Spieltag, Spielzeit 2025/2026, 24.01.2026

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Foto: Eibner-Pressefoto/Joerg Hirsch

Nader Jindaoui kämpft bei der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim II in der 3. Liga um Anschluss. Zuletzt reichte es nicht einmal mehr für den Spieltagskader.

Eibner-Pressefoto/Joerg Hirsch
  • Hoffenheim II: Nader Jindaoui fällt nach Startelf-Chance wieder aus der Rotation.
  • Anfang Februar startete er zweimal, blieb jedoch ohne Torbeteiligung in 20 Einsätzen.
  • Zuletzt nur Kurzeinsätze, dann zweimal nicht im 3. Liga-Kader.
  • Termin bei Nike in Berlin – er verpasst das Abschlusstraining vor Aue.
  • Er zeigt sich selbstkritisch, betont dennoch seinen Traum vom Profifußball.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Geschichte von Nader Jindaoui bei der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim liest sich derzeit wie ein Auf und Ab ohne klaren Trend nach oben. Noch zu Beginn des Jahres keimte Hoffnung auf, dass sich der 29-Jährige in der 3. Liga festspielen könnte. Inzwischen ist davon kaum noch etwas übrig.

Dabei schien die Ausgangslage im Winter durchaus vielversprechend. Mit den Abgängen von Ayoube Amaimouni-Echghouyab, Ahmed Etri und Simon Kalambayi öffneten sich plötzlich Türen im Kader. Für Jindaoui, der sich nach seinem Wechsel im Sommer zunächst schwertat, schien die Chance gekommen.

Anfang Februar durfte er gleich zweimal von Beginn an ran – gegen Hansa Rostock und den SC Verl. Es waren seine ersten Startelfeinsätze in der Mannschaft überhaupt. Doch nachhaltig nutzen konnte er sie nicht. In bislang 20 Einsätzen steht Jindaoui weiterhin ohne Torbeteiligung da. Trainer Stefan Kleineheismann schien jedoch nicht überzeugt.

Nader Jindaoui zuletzt nicht mehr im 3. Liga-Kader

Die Folge: Die Einsatzzeiten schrumpften wieder drastisch. Neun Minuten, drei Minuten, 14 Minuten – mehr kam zuletzt nicht hinzu. In den vergangenen beiden Partien stand Jindaoui nicht einmal mehr im Spieltagskader. Auch beim kommenden Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge Aue deutet wenig auf eine Rückkehr hin, weil Jindaoui am Donnerstag nach Berlin reiste, um einen Termin beim Sportartikelhersteller Nike wahrzunehmen. Damit verpasst er am Freitag das Abschlusstraining seiner Mannschaft.

Zwischen sportlichem Anspruch und Influencer-Dasein wirkt Jindaouis Karriere derzeit wie ein Spagat, der immer schwieriger gelingt. Die große Chance nach der Winterpause ist vorerst verpufft, die Perspektive unklar. Jindaoui wird in diesem Jahr 30 Jahre alt, dennoch glaubt er weiterhin an seine Chance auf den Durchbruch.

Nader Jindaoui mit seiner eigenen Leistung nicht zufrieden

Jindaoui zeigt sich in einem kurzen Video selbstkritisch über seine eigene Leistung. „Man muss einfach ehrlich sagen: Das war zu wenig bis jetzt. Natürlich kann ich die Schuld woanders suchen. Trainer ist schuld oder Mitspieler ist schuld oder mein Vermieter ist schuld oder das Wetter ist schuld. Aber man sollte immer den Fehler bei sich suchen“, sagte er.

Seinen Followern gibt er dabei noch einen Rat mit: „Merkt euch: Wenn man auf jemanden zeigt, zeigen vier Finger auf einen selbst. Deshalb bleibt immer bei euch selbst.“

Trotz aller Kritik sieht der Flügelspieler aber vor allem das Positive in seiner Situation: „Ich bin Profifußballer. Ich lebe meinen Traum. Ich bin bei Nike unter Vertrag. Ich spiele vor vielen Zuschauern Fußball.“

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