Nader Jindaoui
: Wurde aus dem Traum bei Hertha BSC für den Influencer ein Albtraum?

Nach seinem Profi-Debüt bei Hertha BSC spricht Nader Jindaoui von der schwersten Zeit seines Lebens. Bei Hoffenheim II erlebt er nun in der 3. Liga einen sportlichen Neuanfang.
Von
Brian Schmidt
Berlin
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Training Hertha BSC 2023/24: Fussball, Herren, Saison 2023/24, 2. Bundesliga, Hertha BSC, Training, Nader El-Jindaoui (Hertha BSC), 16.04. 2024, Foto: Sebastian Räppold / Matthias Koch

Nader Jindaoui im Trikot von Hertha BSC: Der Influencer und Fußballer feierte bei den Berlinern sein Profi-Debüt, spricht rückblickend aber von einem Traum, der sich wie ein Albtraum anfühlte.

Sebastian Räppold/Matthias Koch
  • Jindaoui nennt sein Hertha-Profi-Debüt den Beginn der „schlimmsten Zeit“ seines Lebens.
  • Er lässt Gründe bewusst offen, will „irgendwann“ über die vergangenen zwei Jahre sprechen.
  • Bei Hertha II: DFB-Pokal-Debüt am 6. Dezember 2023, Elfer im Shootout, Kurz-Einsatz in 2. Liga.
  • Nach Höhenflug wieder nur zweite Mannschaft, fühlte sich wie „Boden weggezogen“.
  • Neustart bei Hoffenheim II: erstes 3.-Liga-Startelfspiel, Dank an Trainer und Umfeld.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für viele ist es nur ein Startelf-Debüt in der 3. Liga, für Nader Jindaoui war es ein Moment mit enormer Bedeutung. Der 29-Jährige stand am 23. Spieltag erstmals von Beginn an für die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim auf dem Platz – und sprach anschließend offen über eine schwierige Phase seiner Karriere. Von einem erfüllten Traum, der sich plötzlich wie ein Albtraum angefühlt habe.

„Mit meinem ersten Profispiel hat auch die schlimmste Zeit meines Lebens angefangen“, sagte Jindaoui in einem Video an seine Community, der mittlerweile weit über zwei Millionen Menschen angehören. Worum es dabei genau geht, ließ der Offensivspieler bewusst offen.

„Darauf will ich jetzt nicht eingehen“, erklärte er – kündigte aber an, irgendwann über die vergangenen zwei Jahre zu sprechen. Gerade dieses Schweigen sorgt für Spekulationen.

Abruptes Ende bei seinem Wunschverein Hertha BSC

Naheliegend ist, dass Jindaoui damit seine Zeit bei Hertha BSC meint. Der gebürtige Berliner, der in der Jugend unter anderem bei Energie Cottbus ausgebildet wurde, hatte sich über mehrere Stationen – Fortuna Düsseldorf II, Greuther Fürth II und den Berliner AK – nach oben gekämpft. Bei Hertha II gelang ihm schließlich der große Durchbruch: DFB-Pokal-Debüt am 6. Dezember 2023 gegen den Hamburger SV, ein verwandelter Elfmeter im Elfmeterschießen, wenig später ein Kurzeinsatz in der 2. Bundesliga gegen den VfL Osnabrück.

Doch der Traum vom Profifußball bekam schnell Risse. Nach dem kurzen Höhenflug spielte Jindaoui wieder ausschließlich in der zweiten Mannschaft, der Anschluss an den Profikader war dahin. Öffentlich äußerte er sich damals nicht zu den Gründen, nun spricht er rückblickend von einem Gefühl, als sei ihm „der Boden unter den Füßen weggezogen“ worden.

Startelf-Debüt von Nader Jindaoui in der 3. Liga

Im Sommer folgte der Neustart bei der TSG Hoffenheim II. Sieben Monate, zahlreiche Kurzeinsätze – aber lange kein Startelfplatz. „Es fühlte sich an, als hätte ich Fußball verlernt“, sagte Jindaoui. Umso größer ist nun die Dankbarkeit gegenüber seinem neuen Verein. Trainer und Umfeld hätten ihn „wieder aufgebaut“, körperlich sei er wieder auf einem guten Level, „und meinem Kopf geht es endlich wieder gut“.

Das Startelf-Debüt gegen Hansa Rostock war für Jindaoui mehr als nur ein weiterer Einsatz. Es war ein Zeichen von Vertrauen – und vielleicht der erste Schritt zurück zu dem Traum, der ihn einst angetrieben hat. Was genau damals zum Albtraum wurde, bleibt vorerst offen.

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