
FCE: Landtagsabgeordnete kritisieren FCE-Absage in Storkow
In einem offenen Brief an den Zweitligisten bedauern die Abgeordneten aus Cottbus und Spree-Neiße, dass der Verein die Chance verspielt habe, sich an die Seite der aufrechten Demokraten in diesem Land zu stellen, die Zivilcourage zeigten und sich nicht von den Parolen der NPD einschüchtern ließen. „Der Verein muss sich vorhalten lassen, dass ein kleiner Club mutiger ist als der Zweitligist“, heißt es in dem Brief, den Monika Schulz (CDU), Martina Münch und Kerstin Kircheis (beide SPD), sowie Matthias Löhr und Kerstin Bednarsky (beide Linke) unterzeichnet haben. Germania Storkow zeige vorbildlich, dass es für jeden Brandenburger selbstverständlich sein sollte, sich den Rechtsextremisten entgegenzustellen.
Der Landessportbund Brandenburg hat in einer Erklärung inzwischen Verständnis für die „Zwiespältige Situation“ des FCE geäußert, die Entscheidung jedoch bedauert. „Energie hat sich in diesem Fall so festgelegt, wie wir es uns nicht gewünscht haben“, so der Präsident des Landessportbundes Hans-Dietrich Fiebig.
Der FC Energie Cottbus sollte am Samstag in Storkow im Rahmen eines Fußballfestes gegen den örtlichen Verein „Germania“ antreten. Wegen des Mottos „Mit Energie für Toleranz“ hat die NPD eine Gegendemonstration mit 150 Teilnehmern angemeldet. Wegen Sicherheitsbedenken und einer befürchteten Instrumentalisierung durch die NPD hatte der FCE seine Teilnahme abgesagt.