Kleindienst gnadenlos
: Lustiger Spruch im Duell der Ex-Spieler von Energie Cottbus

Tim Kleindienst und Kevin Müller lernten sich bei Energie Cottbus kennen und schätzen. Im direkten Duell in der Fußball-Bundesliga wird es emotional.
Von
Frank Noack
Cottbus
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Ex-Spieler von Energie Cottbus: Tim Kleindienst und Kevin Müller haben in der Saison 2014/15 für den FCE gespielt.

Innige Umarmung der Ex-Spieler von Energie Cottbus: Tim Kleindienst und Kevin Müller haben in der Saison 2014/15 für den FCE in der 3. Liga gespielt.

Imago/Sven Simon
  • Tim Kleindienst und Kevin Müller trafen im Bundesliga-Duell aufeinander.
  • Kleindienst erzielte zwei Tore und half Borussia Mönchengladbach zu einem 3:2-Sieg gegen Heidenheim.
  • Beide Spieler verbindet eine Freundschaft seit ihrer Zeit bei Energie Cottbus in der Saison 2014/15.
  • Kleindiensts Tore in diesem Spiel waren seine Saisontreffer vier und fünf.
  • Er feierte kürzlich sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ihre Freundschaft begann damals beim FC Energie Cottbus. Inzwischen sind Torhüter Kevin Müller vom FC Heidenheim und Neu-Nationalspieler Tim Kleindienst (Borussia Mönchengladbach) gestandene Bundesliga-Spieler. Das direkte Duell der Ex-Cottbuser ging am Samstag zugunsten von Kleindienst aus: 3:2 (1:1) setzte sich Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga gegen Heidenheim durch – Kleindienst traf beim emotionalen Wiedersehen mit Müller doppelt. Auf großartige Jubelgesten verzichtete er aber aus Respekt vor dem Gegner.

Nach dem Schlusspfiff nahm Tim Kleindienst dann seinen Kumpel und Trauzeugen innig in den Arm und spendete Kevin Müller ein wenig Trost. Denn Kleindienst hegt immer noch Gefühle für seinen Ex-Verein, wo sich in den vergangenen Jahren Freundschaften entwickelt und im Fall von Müller sogar vertieft haben.

Gemeinsame Zeit bei Energie Cottbus

„Ich habe gesagt, dass ich einen Hattrick gegen ihn mache“, sagte der in Jüterbog geborene Stürmer lachend und räumte ein: „Dass ich dann so nah dran war, hätte ich auch nicht gedacht.“

Gegen den FCH-Keeper Kevin Müller, der Kleindienst im Sommer 2022 bei dessen Hochzeit an der Seite gestanden hatte, gelangen dem Torjäger von Borussia Mönchengladbach ein Treffer mit der Hacke (62.) und ein verwandelter Foulelfmeter (75.) – für den persönlichen Frieden wohl auch gut so, dass es am Ende doch kein Hattrick wurde.

„Er hatte drei Tore und einen Knierutscher angekündigt. Wenn er das dritte gemacht hätte, dann hätte ich eine Rote Karte in Kauf genommen. Aber ich hätte ihn mir geschnappt“, sagte Müller mit einem Grinsen im Gesicht im „Sky-Interview“ und räumte ein: „Das hat schon wehgetan, zwei Tore von ihm zu kassieren.“

Der gebürtige Rostocker und Kleindienst hatten in der Drittliga-Saison 2014/15 gemeinsam das Trikot von Energie Cottbus getragen. Danach trennten sich die Wege erst einmal. Kevin Müller wechselte zum FC Heidenheim, Tim Kleindienst schloss sich zunächst dem SC Freiburg an. In Heidenheim war dann das Duo der Ex-Cottbuser wieder vereint.

Borussia Moenchengladbach gegen 1. FC Heidenheim, Fussball, 1.Liga, 7.Spieltag, Spielzeit 2024/2025, 19.10.2024: Elfmeter zum 3:1 durch Tim Kleindienst (Borussia Moenchengladbach, #11)
Borussia Moenchengladbach gegen 1. FC Heidenheim, Fussball, 1.Liga, 7.Spieltag, Spielzeit 2024/2025, 19.10.2024


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Foto: Eibner-Pressefoto/Frank Zeising

Tim Kleindienst (rechts) gelang beim 3:1-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen den FC Heidenheim ein Doppelpack. Hier trifft er vom Elfmeterpunkt gegen Kevin Müller.

Eibner/Frank Zeising

Übrigens: Vor dem Strafstoß habe Kleindienst am Samstagnachmittag seinen Trauzeugen „nicht einmal angeschaut“. Und er verriet auch den Grund: „Das wäre nicht gut ausgegangen. Du musst überzeugt sein, das Ding reinzumachen. Sobald du den Elfmeter gut schießt, ist es nahezu unmöglich für den Torhüter. Und ich glaube, der war gut geschossen.“ Der Stürmer verwandelte souverän und hatte so großen Anteil am wichtigen Sieg für Borussia Mönchengladbach sowie dem in der Kritik stehenden Trainer Gerardo Seoane.

Für Kleindienst waren es bereits die Saisontreffer Nummer vier und fünf nach sieben Spielen. In der vergangenen Woche hatte er zudem sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft gefeiert. Mit den beiden Treffern gegen seinen Trauzeugen beendete Kleindienst die wohl bemerkenswerteste Woche in seiner Karriere. (mit SID)

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