Glück für Dynamo Dresden: Schiri-Experte – Energie Cottbus hätte Elfmeter kriegen müssen

Hitziges Derby zwischen Energie Cottbus und Dynamo Dresden – laut Ex-Schiedsrichter Babak Rafati gab es eine gravierende Fehlentscheidung.
Matthias Koch- Im Derby zwischen Energie Cottbus und Dynamo Dresden gab es eine strittige Szene in der 48. Minute.
- Ex-Schiedsrichter Babak Rafati kritisiert die Entscheidung, keinen Elfmeter und keine Rote Karte zu geben.
- Schiedsrichter Patrick Alt wird dafür verantwortlich gemacht, die Tätlichkeit übersehen zu haben.
- Weitere strittige Szenen wurden von Rafati als regelkonform bewertet.
- Kein Abseits beim 1:0, kein Elfmeter in der 84. Minute.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Diese Szene hätte dem Derby zwischen Energie Cottbus und Dynamo Dresden (1:1) in der 3. Fußball-Liga einen anderen Verlauf geben können: In der 48. Minute gab es einen Tritt des Dresdners Lukas Boeder in Richtung des Cottbuser Offensivspielers Maximilian Krauß. Der ehemalige Uefa-Schiedsrichter Babak Rafati erklärt in seiner Kolumne für Liga3-Online, dass diese Aktion mit einer Roten Karte für Boeder und zusätzlich mit einem Elfmeter hätte bestraft werden müssen.
Bemerkenswert: Laut Rafati wäre das regeltechnisch gerechtfertigt, selbst wenn Krauß von Boeder angesichts der TV-Bilder nicht richtig getroffen wurde. Der Schiri-Experte verdeutlicht: Auch, wenn Boeder seinen Gegenspieler Krauß nicht trifft, liegt ein Vergehen vor, das in diesem Fall regeltechnisch als Tätlichkeit ausgelegt wird, auch wenn es sich dabei um eine leichte Tätlichkeit handelt.
Kritik an Schiedsrichter Patrick Alt
Rafati begründe: „Wenn ein Spieler auch nur den Versuch unternimmt, den Gegenspieler zu treten, wird die persönliche Strafe so ausgelegt, wie wenn er ihn getroffen hätte.“ Der Ex-Referee kritisiert die Fehlentscheidung und nimmt dabei auch Schiedsrichter Patrick Alt (Illingen) in die Pflicht, „zumal der Schiedsrichter den Vorgang offensichtlich sieht und sich erst danach vom Spielgeschehen abwendet“, so Rafati. Und tatsächlich auch noch Elfmeter? Rafati sagt ja und ergänzt: „Es hätte zudem einen Elfmeter geben müssen, da dieses versuchte Treten auch bezüglich der Spielfortsetzung wie ein ausgeführter Tritt geahndet wird.“
Zwei weitere strittige Szenen sieht Rafati indes als richtige Regelauslegung an. Beim umstrittenen Treffer von Stefan Kutsche zum zwischenzeitlichen 1:0 liegt seiner Meinung nach kein Abseits vor, weil der Dynamo-Stürmer sich beim Abspiel von Tony Menzel hinter dem Ball befunden habe. Und jene Szene, in der Filip Kusic in der 84. Minute im Strafraum den Ball an die Hand bekommen hatte, sieht er nicht als elfmeterwürdig an. Rafati begründet: „Kusic bekommt den Ball nach einem Kopfball aus kurzer Entfernung an die Hand. Da aber der Arm angelegt ist, liegt keine Vergrößerung der Körperfläche und somit kein absichtliches Handspiel vor.“

