Es ist schon wieder Derby-Zeit für den FC Energie Cottbus. Nur drei Wochen nach dem 2:1-Heimsieg im Brandenburger Fußball-Landespokal steht nun das Duell gegen den SV Babelsberg in der Regionalliga Nordost auf dem Programm. Diesmal muss der FCE allerdings auswärts ran. Anpfiff im Karl-Liebknecht-Stadion ist am Samstag um 13 Uhr.

Energie Cottbus spielt in Babelsberg

Im Vergleich zum Pokalspiel hat sich die Ausgangslage inzwischen allerdings verändert – zugunsten von Energie Cottbus. Die Lausitzer liegen auf Tabellenplatz zwei und haben in den letzten zwölf Pflichtspielen nur einmal verloren. Beim SV Babelsberg zeigt die Leistungskurve dagegen nach unten. Die Filmstädter haben vier Niederlagen in Folge kassiert.
Und dennoch gibt es einen guten Grund, dass Energie Cottbus die Gastgeber in diesem Derby nicht unterschätzen sollte. Eben – es ist ein Derby. „Es wird wieder sehr emotional werden – es ist ein Riesenderby. Viele Fans, geile Stimmung, geiler Fight“, sagt FCE-Abwehrspieler Dennis Slamar voller Vorfreude.
Und für ein Derby gelten bekanntlich andere Maßstäbe als bei einem normalen Liga-Spiel. Das zeigt sich auch bei der Zuschauer-Kulisse. Der SV Babelsberg liegt aktuell bei einem Schnitt von 2674 Besuchern pro Heimspiel. Am Samstag gegen Energie Cottbus dürften es deutlich mehr werden. „In Summe rechnen wir bei passenden Witterungsbedingungen mit etwa 3500 Stadionbesucher:innen“, sagt Marcel Moldenhauer als Leiter der Geschäftsstelle des SV Babelsberg. Genau wie zuletzt in Erfurt werden auch diesmal wieder viele FCE-Fans das Team begleiten.
Für Energie Cottbus geht es in diesem Derby darum, den Anschluss zu Spitzenreiter Rot-Weiß Erfurt zu wahren. Zumindest für einen Tag winkt dem FCE die Tabellenführung. Die Thüringer spielen am Sonntag bei Chemie Leipzig. Zweimal hat Energie in dieser Saison schon den Angriff auf die Spitze probiert – zweimal klappte es nicht.
„Natürlich wollen wir drei Punkte holen und erneut die Tabellenführung angreifen“, betont Mittelstürmer Eric Hottmann. Und Mittelfeldabräumer Jonas Hofmann meint: „Es wird ein ekliges Spiel. Die Platzverhältnisse werden um diese Jahreszeit nicht besser. Wir brauchen wieder viel Leidenschaft.“
Leidenschaft ist auch das große Thema von SVB-Coach Markus Zschiesche. Der Ex-Cottbus durchlebt mit seinem Team gerade eine schwierige Phase, die ihren Anfang mit der Pokalniederlage gegen den FC Energie nahm. Babelsberg ist nach der zwischenzeitlichen Tabellenführung inzwischen auf Rang acht durchgereicht worden. „Wir dürfen uns da jetzt nicht verrückt machen, auch wenn die Jungs natürlich alle enttäuscht sind. Wir werden auch in den nächsten Spielen versuchen, unsere Leidenschaft auf den Platz zu bringen“, kündigt Zschiesche an.

SV Babelsberg mit Problemen

Vor allem in der Offensive tut sich Babelsberg derzeit schwer. Torjäger Daniel Frahn ist schon seit Wochen verletzt. Tom Nattermann ist bislang kein gleichwertiger Ersatz. Der Drei-Mann-Sturm mit Rudolf Ndualu, Matthias Steinborn und Nattermann kam auch bei der jüngsten 0:1-Heimniederlage gegen Carl Zeiss Jena kaum zur Geltung. Der entscheidende Gegentreffer fiel in der 88. Minute. „Wir suchen derzeit unser Glück in der Offensive“, gibt Trainer Markus Zschiesche zu.
Die Vorzeichen vor diesem zweiten Derby in dieser Saison sprechen also für Energie Cottbus. Aber wie gesagt – es ist ein Derby.