Erzgebirge Aue 3. Liga
: Pavel Dotchev entlassen – „anderes Ende gewünscht“

Erzgebirge Aue trennt sich nach der 2:5-Niederlage gegen den SC Verl in der 3. Liga von Trainer Pavel Dotchev. Damit zieht der Verein eine bereits geplante Trennung vor.
Von
Peter Mertes
Aue
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Pavel Dotchev

Entlassung: Pavel Dotchev ist nicht mehr Trainer bei Erzgebirge Aue.

Robert Michael/dpa
  • Erzgebirge Aue trennt sich nach 2:5-Niederlage gegen SC Verl von Trainer Pavel Dotchev.
  • Trennung war ursprünglich zum Saisonende geplant, Verein reagiert auf schlechte Ergebnisse.
  • Dotchev erzielte zu Beginn der Saison vier Siege, danach nur noch drei weitere und sieben Niederlagen.
  • Sportchef Heidrich und Präsident Frötscher danken Dotchev für seine Arbeit und betonen schwierige Phase.
  • Neuer Trainer soll spätestens in der Winterpause vorgestellt werden, interimistisch übernimmt Trainerstab.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eigentlich sollte es ein Abschied auf Raten werden, doch wegen der aktuellen Ergebnisse zieht Erzgebirge Aue die zum Saisonende geplante Trennung von Trainer Pavel Dotchev vor. Einen Tag nach der herben 2:5-Niederlage gegen den SC Verl in der 3. Liga teilt der Verein am Sonntagvormittag (1. Dezember) die Entlassung Dotchevs mit.

Begründet wird dies mit „der bedenklichen sportlichen Entwicklung in den zurückliegenden drei Monaten mit nur 11 Punkten aus 12 Spielen.“ Zu Saisonbeginn hatte das noch ganz anders ausgesehen: Mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen war Aue perfekt in die Saison gestartet und schien gute Aussichten auf eine Rückkehr in die 2. Bundesliga zu haben.

Erzgebirge Aue hat nach dem guten Saisonstart nachgelassen

„Mit vier Siegen in vier Spielen die eigene Messlatte hochgelegt und großes Potential gezeigt“, erklärt der Verein in der Mitteilung. Nach dem guten Start folgten nur noch drei weitere Siege für die Sachsen, gleichzeitig aber sieben Niederlagen. Auch ein kurzes Zwischenhoch Ende Oktober und Anfang November mit drei ungeschlagenen Spielen in Serie brachten nicht die erhoffte dauerhafte Wende.

„Wir haben auch nach vier Niederlagen in Folge an Team und Trainerstab geglaubt“, wird Sportchef Matthias Heidrich zitiert. Allerdings sprächen die jüngsten Leistungen eine deutliche Sprache. Im Vorjahr sei man noch die beste Heimmannschaft gewesen, nun habe man in den vergangenen sieben Heimspielen gerade einmal sieben Punkte geholt. „Uns fehlt aktuell die Überzeugung, in dieser Konstellation die Trendwende zu schaffen, dauerhaft in die Erfolgsspur zurückzukehren“, erklärt Heidrich.

Erzgebirge Aue wollte sich zum Saisonende von Dotchev trennen

Dennoch will sich der Verein ausdrücklich beim 59-jährigen Trainer bedanken. „Wir rechnen Pavel Dotchev sehr hoch an, dass er in einer sehr schwierigen Phase 2022 die Verantwortung übernommen hat“, sagte Präsident Roland Frötscher. In drei Amtszeiten als Trainer und Sportdirektor habe Dotchev den Fußball im Erzgebirge maßgeblich geprägt und sich „als Ehremann“ um das Ansehen des Vereins verdient gemacht. „Schon deshalb hätten wir alle uns ein anderes Ende der Zusammenarbeit gewünscht“, betont der Vereinschef.

Bereits von Sommer 2015 bis Februar 2017, von November 2021 bis Sommer 2022 sowie zuletzt seit Dezember 2022 war Dotchev als Trainer bei Erzgebirge Aue tätig. Bei seiner zweiten Station zusätzlich auch als Sportdirektor, insgesamt betreute er 171 Pflichtspiele für die Veilchen. Bereits im November war beschlossen worden, dass man sich zum Saisonende 2024/25 vom Trainer trennen würde. Spätestens in der Winterpause will Aue einen neuen Trainer vorstellen, bis dahin übernimmt der amtierende Trainerstab die Mannschaft, heißt es von Vereinsseite.

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