Paukenschlag bei Erzgebirge Aue: Dotchev ist „überrascht“ und rätselt über sein Aus

Pavel Dotchev muss Erzgebirge Aue am Saisonende verlassen. Oder geht der Trainer schon in der Winterpause?
Sebastian Räppold/Matthias Koch- Pavel Dotchev muss Erzgebirge Aue am Saisonende verlassen, Grund ist unklar.
- Dotchev ist überrascht und hat keine konkrete Erklärung vom Club erhalten.
- Aue steht aktuell auf Platz 6 in der 3. Liga, nur zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz.
- Dotchev schließt einen früheren Abschied nicht aus, mögliche Nachfolger sind Jens Härtel und Rüdiger Rehm.
- Mika Clausen und Pascal Fallmann fallen für das nächste Spiel aus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Aus von Trainer Pavel Dotchev bei Erzgebirge Aue zum Saisonende sorgt weiter für viele Diskussionen. Kurios: Dotchev muss gehen – weiß aber gar nicht so richtig warum. Begründet hatte der Club die Entscheidung öffentlich nicht.
Auch gegenüber Dotchev, der aktuell in seiner dritten Amtszeit bei Aue ist, blieben Sportchef Matthias Heidrich und Co. offenbar wortkarg. „Bei dem persönlichen Gespräch, als ich darüber informiert wurde, habe ich auch die Frage gestellt, was mir vorgeworfen wird“, sagte der 59-Jährige vor dem Spiel am Sonntagabend (19.30 Uhr/Magentasport) bei Borussia Dortmund II. „Mir ist konkret nicht viel gesagt worden. Egal, welche Gründe es gibt. Es ist entschieden. Es gibt bestimmte Sachen, die du nicht beeinflussen kannst“, meinte Dotchev.
Pavel Dotchev schließt früheren Abschied nicht aus
Erzgebirge Aue ist aktuell Tabellensechster in der 3. Liga und hat nur zwei Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei. Dotchev hatte die Mannschaft im Dezember 2022 auf einem Abstiegsplatz übernommen und anschließend zum Klassenerhalt geführt. Vor dieser Saison sprach der Coach davon, dass der Aufstieg das Ziel sei, man aber nicht zu den Favoriten gehöre. Darüber soll die Vereinsführung nicht glücklich gewesen sein. Zudem ist das Verhältnis zwischen Dotchev und Heidrich laut Medienberichten belastet. Laut „Bild“ sei das Verhältnis „seit geraumer Zeit sehr angespannt“.
Mittwochabend gab es erste Spekulationen über Dotchevs Ablösung, einen Tag später wurde es offiziell. „Es gibt nie einen guten Zeitpunkt für so etwas. Aber wie schnell es von 0 auf 100 ging, dass die Nachricht herauskam, das hat mich überrascht“, sagte Dotchev. Die Mannschaft sei seiner Ansicht nach „nicht so glücklich darüber“ gewesen. Es werde jedoch kein Alibi für die Profis sein, die zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen holten.
Ob Pavel Dotchev über die Winterpause auf der Trainerbank in Aue sitzt, ist noch offen. Als mögliche Nachfolger werden Jens Härtel (Braunschweig, Rostock, Magdeburg) und Rüdiger Rehm (Mannheim, Ingolstadt, Wehen Wiesbaden) in der Gerüchteküche gehandelt.
Dotchev selbst schließt einen früheren Abschied nicht aus. „Ich weiß nicht, wie lang ich hier bin. Bis zum Sommer oder früher – das kann keiner wissen“, sagte er am Freitag. Er müsse die Entscheidung der Vereinsführung akzeptieren. „Es spielt keine Rolle, ob ich enttäuscht bin. Mein emotionaler Zustand ist uninteressant. Ich habe meine Meinung, aber die behalte ich für mich.“ Er wolle weiterhin das Beste für den Club geben. Das sei er, so Dotchev, auch der Mannschaft schuldig.
Mika Clausen (Blinddarm-OP) und Pascal Fallmann (fünfte gelbe Karte) fallen für das Spiel bei Borussia Dortmund II aus.

