Energie Cottbus
: Vilmos Sebök ist zurück in der Bundesliga – neuer Job für FCE-Legende

Mit seinem legendären Tor für Energie Cottbus beim Sieg gegen Bayern München hat Vilmos Sebök Fußball-Geschichte geschrieben. Seine Bundesliga-Erfahrung kommt dem ehemaligen Profi aus Ungarn auch in seinem neuen Job zugute.
Von
Frank Noack
Cottbus
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  • Vilmos Sebök hat von 2000 bis 2003 für Energie Cottbus in der Bundesliga gespielt und erzielte ein legendäres Tor.

    Vilmos Sebök hat von 2000 bis 2003 für Energie Cottbus in der Bundesliga gespielt und erzielte ein legendäres Tor.

    Matthias Koch
  • Vilmos Sebök jubelt über sein Tor gegen Bayern München am 14. Oktober 2000 im Stadion der Freundschaft.

    Vilmos Sebök jubelt über sein Tor gegen Bayern München am 14. Oktober 2000 im Stadion der Freundschaft.

    Imago
  • Gemeinsam stemmten sich die Energie-Profis dem FC Bayern entgegen (von links): Janos Matyus, Christian Beeck, Vilmos Sebök, Toni Micevski und Faruk Hujdurovic. Torhüter Tomislav Piplica und Sebastian Helbig beobachten die Szene.

    Gemeinsam stemmten sich die Energie-Profis dem FC Bayern entgegen (von links): Janos Matyus, Christian Beeck, Vilmos Sebök, Toni Micevski und Faruk Hujdurovic. Torhüter Tomislav Piplica und Sebastian Helbig beobachten die Szene.

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Das ist doch…? Genau! Vilmos Sebök ist in die Fußball-Bundesliga zurückgekehrt. Zwar nicht mehr auf dem Rasen wie früher im Trikot von Energie Cottbus, dafür in einer anderen Funktion. Sebök arbeitet inzwischen als TV-Experte in seiner ungarischen Heimat für den Sender Arena4.

„Der Sender besitzt die Bundesliga-Rechte für Ungarn. Es ist schön, wieder in der Bundesliga zurück zu sein“, erzählt Vilmos Sebök bei einem seiner Besuche in Deutschland.

Wenn Sebök am 13. Juni seinen 50. Geburtstag, dann wird er garantiert auch auf die Bundesliga-Zeit bei Energie Cottbus zurückblicken. Zwischen 2000 und 2003 trug der Ungar insgesamt 44 Mal das FCE-Trikot und erzielte dabei drei Tore. In Erinnerung bleibt aber natürlich dieser eine legendäre Treffer gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München.

Es ist der 14. Oktober 2000 im Stadion der Freundschaft. Sebastian Helbig spielt in der 14. Minute den Ball auf die linke Seite, wo sich Antun Labak gegen den Münchner Patrick Andersson durchsetzt und Torhüter Oliver Kahn zu einer Parade zwingt. Bruno Akrapovic reagiert am schnellsten und legt den abprallenden Ball an den Fünfmeterraum zurück auf Vilmos Sebök. Der weit aufgerückte Verteidiger trifft zum 1:0 für Energie Cottbus – ein Tor und ein Sieg für die Ewigkeit.

Der Mann mit der markanten Halskette und seine Mitspieler wurden damit endgültig zu Helden in der Lausitz. „Dieses Tor war das Wichtigste in meiner Karriere und auch mein stolzester Moment. Etwas Vergleichbares habe ich nur im Länderspiel gegen Liechtenstein erlebt, als ich einen Hattrick für mein Land erzielen konnte“, berichtete Vilmos Sebök später in der Rundschau.

Im Jahr 2010 beendete der Weltenbummler nach insgesamt zehn Profi-Stationen in 20 Jahren dann seine aktive Karriere beim SG ASV Neudorf/Parndorf in Österreich. Der Verein spielt inzwischen in der Burgenlandliga, der Landesliga des gleichnamigen Bundeslandes in Österreich. Dass Energie Cottbus mittlerweile nur noch in der 4. Liga spielt, schmerzt Vilmos Sebök. „Es ist schade um den Verein, um die Region und um die Fans“, meint der Ex-Profi aus Ungarn. „Aber ich drücke natürlich die Daumen, dass es wieder aufwärts geht.“

Vilmos Sebök genießt als Fußballpensionär die Rückkehr in die Bundesliga. Nach einem einjährigen Gastspiel als Trainer des ungarischen Drittligisten Törökbálinti TC von Juli 2011 bis Juni 2012 konzentriert er sich mittlerweile ganz auf den Job im ungarischen Fernsehen bei Arena4. Kürzlich war Sebök zu Gast bei Union Berlin, um ein Interview mit seinem Landsmann Andras Schäfer zu führen. Danach ging es weiter zu RB Leipzig, wo Dominik Szoboszlai auf Sebök und das Kamerateam wartete. „Dieser Experten-Job im Fernsehen macht mir wirklich großen Spaß“, berichtet Vilmos Sebök.

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