Energie Cottbus: Heißer Kampf um Relegation – Saarbrücken feiert mit Abseitstor

Der 1. FC Saarbrücken siegt gegen Borussia Dortmund II und zieht im Fernduell an Energie Cottbus vorbei. Dabei haben die Saarländer allerdings in einer Szene mächtig Glück.
IMAGO/Fussball-News Saarland- Energie Cottbus kämpft um die Relegation zur 2. Bundesliga.
- Konkurrenz: 1. FC Saarbrücken und Hansa Rostock.
- Spannender 38. Spieltag in der 3. Liga.
- Cottbus spielt gegen FC Ingolstadt, Saarbrücken gegen Dortmund II, Rostock gegen Hannover II.
- Jeder Treffer kann die Tabellenposition ändern.
- Drittplatzierter der 3. Liga spielt Relegation gegen Drittletzten der 2. Bundesliga.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dieser Dreikampf war Hochspannung in der 3. Liga! Die Fans von Energie Cottbus schauten bei der Partie gegen den FC Ingolstadt nicht nur auf das eigene Spiel ihrer Mannschaft im Leag Energie Stadion, sondern auch auf die Partien der Verfolger 1. FC Saarbrücken und Hansa Rostock. Der FCE wollte mit einem Heimsieg den 3. Tabellenplatz und damit die Teilnahme an Relegation zur 2. Bundesliga verteidigen.
Energie Cottbus – FC Ingolstadt 1:4 (1:1)
Großer Fanmarsch und volles Stadion. In der Lausitz herrschte große Euphorie vor dem Anpfiff im Leag Energie Stadion. Die Cottbuser Aufstellung war ohne Überraschungen – Tobias Hasse ersetzte den gesperrten Henry Rorig.
Bei den Ingolstädtern stand Tim Heike in der Startelf. Der Ex-Cottbuser hatte zuvor gegenüber dem rbb betont, wie sehr er sich über die starke Saison des FC Energie freut: „Dazu kann man sie nur beglückwünschen, egal, was am Ende dabei herauskommt. Nichtsdestotrotz möchte ich mit dem FCI das Spiel am Samstag gerne gewinnen.“
Tatsächlich konnte sich der Mittelstürmer über drei Punkte freuen, obwohl er kurz vor der Pause eine gute Chance ausließ (45.+2). Zu dem Zeitpunkt stand es 1:1. Energie kam gut ins Spiel, aber erzeugte bis auf den Schuss von Tolcay Cigerci zu wenig Torgefahr. Ingolstadt ging durch Ryan Malone per Kopf bei der ersten echten Möglichkeit in Führung (26.). Energie glich durch ein Eigentor von Felix Keidel aus, der die Hereingabe von Niko Bretschneider nur ins eigene Tor klären konnte – 1:1 (36.).
Nach der Pause drängte Energie auf den zweiten Treffer und wurde dafür eiskalt bestraft: Sebastian Grönning traf per Kopf zur erneuten Führung für Ingolstadt (66.). Als Energie alles nach vorne warf, spielten die Gäste zwei Konter eiskalt aus, die eingewechselten Yannick Deichmann und Deniz Zeitler sorgten für den 1:4-Endstand.
1. FC Saarbrücken – Borussia Dortmund II 2:1 (0:1)
Ausverkauftes Haus in Saarbrücken – Borussia Dortmund II war mit großen Personalsorgen in das Ludwigspark-Stadion gereist. Drei wichtige Führungsspieler fehlten, der BVB II kämpfte mit dem letzten Aufgebot um die kleine Chance auf den Klassenerhalt.
Das Spiel begann nervös, die Zuschauer reagierten sogar mit Unmutsbekundungen bei den ersten Fehlern ihrer Mannschaft. Die Gastgeber brauchten etwa 15 Minuten, um richtig ins Spiel zu kommen. Erste gute Chance für Saarbrücken durch Manuel Zeitz, der Ex-Cottbuser scheiterte an Dortmunds Keeper Lotka (23.). In die Saarbrücker Drangphase konterte Dortmund: Julian Hettwer traf für die Gäste (34.). Torhüter Tim Paterok patzte. Zeitz vergab in der 41. Minute die Chance zum Ausgleich.
Nach der Pause startete Saarbrücken chancenreich: Krüger scheiterte gleich doppelt (49./52.). Aber: Saarbrücken kehrte ins Rennen um Rang drei zurück: Brüncker traf per Hacke (67.) und wurde in der Schlussphase für Patrick Schmidt ausgewechselt (85.). Der Joker stach direkt zu, stand beim Siegtreffer allerdings im Abseits (86.).
Hannover 96 II – Hansa Rostock 2:1 (0:0)
Hannovers Torhüter Toni Stahl hält Wort und hilft seinem Ex-Verein Energie Cottbus. Mit großer Unterstützung der Fans aus Rostock trat der FC Hansa in der Heinz-von-Heiden-Arena von Hannover an. Die zweite Mannschaft der Niedersachsen ist wie schon gegen Dynamo Dresden, Arminia Bielefeld oder auch Energie Cottbus in die WM-Arena umgezogen.
Die Rostocker haben 6800 Gäste-Tickets bekommen – und waren damit sogar noch unzufrieden. Eigentlich wollten noch mehr Hansa-Fans mit dabei sein und ihre Mannschaft bei der eher kleinen Chance auf Relegationsrang drei den Rücken stärken. Trainer Daniel Brinkmann änderte die Startelf auf drei Positionen. Gebuhr ersetzte den gesperrten Pfanne, Kinsombi kam für Ruschke, Krohn anstatt Haugen.
Bei Hannover II hielt Ex-Cottbuser Toni Stahl seinen Kasten bis zur Pause sauber, auch wenn Hansa deutlich mehr Spielanteile hatte. Rostock mühte sich nach der Pause weiter, der beste Torschütze Sigurd Haugen wurde eingewechselt. Hansa benötigte jetzt Treffer. Aber: Hannover traf. Der ehemalige Union-Berlin-Youngster Noah Engelbreth erzielte sein erstes Drittliga-Tor (62). In der 64. Minute sofort der Gegenschlag: Kinsombi machte es mit seinem Treffer wieder spannend (64.).
Hansa warf viel nach vorn – Hannover nutzte das und erzwang ein Eigentor: Bei einer Ecke köpfte Rostocks Alexander Rossipal ins eigene Netz. Hannover verabschiedet sich mit einem Sieg aus der 3. Liga und hilft gleichzeitig Energie Cottbus: Der FCE landet auf Rang 4 und startet damit im DFB-Pokal.
Die Auswirkung auf die Tabelle
Energie Cottbus war mit zwei Toren Vorsprung auf den 1. FC Saarbrücken und sogar zwei Punkten Vorsprung auf Hansa Rostock in die entscheidenden 90 Minuten gegangen. Nach Abpfiff liegt der FCE drei Punkte hinter dem 1. FC Saarbrücken, verteidigt aber zwei Punkte Vorsprung auf Hansa Rostock. Damit spielt Saarbrücken in der Relegation um den Aufstieg in die 2. Bundesliga, Energie Cottbus qualifiziert sich als Tabellenvierter für den DFB-Pokal. Hansa Rostock bleibt auf Rang 5 und muss die DFB-Pokal-Qualifikation über den Landespokal schaffen.
Die Relegation um den Aufstieg zur 2. Liga
Der 1. FC Saarbrücken spielt als Drittplatzierter der 3. Liga in den beiden Relegationsspielen gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga. Der letzte Spieltag der 2. Liga wird am Sonntag (18. Mai/15.30 Uhr) ausgetragen. Mit Eintracht Braunschweig (35 Punkte; 37:60 Tore), Preußen Münster (35; 38:41) und Spielvereinigung Greuther Fürth (36, 42:57) könnte es noch drei Teams erwischen. Der FC Schalke 04 (38; 51:60) ist aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses wohl schon gerettet.
Die relevanten Duelle am letzten Spieltag: Eintracht Braunschweig – 1. FC Nürnberg, SSV Ulm – Preußen Münster, Greuther Fürth – Hamburger SV.



