Energie Cottbus in Aachen
: Krasse Aktion - Wollitz will Fans den Aufstieg schenken

Energie Cottbus kann mit einem Sieg bei Alemannia Aachen die Tabellenführung in der 3. Liga erobern. Trotz der ungünstigen Ansetzung ist die Fan-Unterstützung riesengroß.
Von
Frank Noack,
Jan Lehmann
Cottbus
3. Liga, Energie Cottbus - Hansa Rostock 2025/26: Fussball, Herren, Saison 2025/2026, 3. Liga (28. Spieltag), FC Energie Cottbus - FC Hansa Rostock, Trainer Claus-Dieter Wollitz (Energie Cottbus) und Fans vor dem Spiel,  07.03. 2026, Foto: Matthias Koch

Trainer Claus-Dieter Wollitz von Energie Cottbus freut sich über die große Unterstützung durch die Fans – bei den Heimspielen wie hier gegen Hansa Rostock, aber auch auswärts am Freitagabend bei Alemannia Aachen.

Matthias Koch
  • Cottbus kann mit Sieg in Aachen die 3.-Liga-Spitze übernehmen (53 vs. 55 Punkte).
  • Über 1000 Fans reisen an, ca. 900 im Sonderzug – rund 25 Stunden unterwegs.
  • Spiel am Freitag, 19 Uhr, Tivoli; Aachen zuletzt mit zwei Siegen, Topscorer Lars Gindorf.
  • Wollitz lobt Fans als „bemerkenswert“ und will ihnen den Aufstieg „widmen“.
  • Personalsorgen auf der Sechs: Michelbrink gesperrt, Cigerci verletzt; Borgmann dürfte rücken.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Egal, wie das Auswärtsspiel von Energie Cottbus bei Alemannia Aachen ausgeht – die Fans haben schon jetzt großen Respekt verdient. Denn sie werden das Team trotz der ungünstigen Ansetzung am Freitagabend (Beginn um 19 Uhr) auch im Tivoli-Stadion lautstark und in großer Anzahl unterstützen.

Über 1000 Energie-Fans machen sich auf den Weg in Richtung Aachen, rund 900 in einem von der Fanszene Cottbus organisierten Sonderzug. Es ist eine krasse Aktion: Die Fans werden rund 25 Stunden unterwegs sein. Los geht es am Freitagmorgen – Abfahrt um 6.27 Uhr von Gleis 1 in Cottbus. Zwei Stunden nach dem Spiel ist Abfahrt in Aachen. Ankunft in Cottbus am Samstagmorgen 7.26 Uhr.

„Die Fans sind absolut Zweitliga-tauglich“, lobt FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz. In der sogenannten Auswärtsfahrer-Tabelle der 3. Liga liegt Energie Cottbus auf Platz 8. Im Schnitt reisen in dieser Saison 1096 Fans zu den Auswärtsspielen. An der Spitze der Auswärtsfahrer-Tabelle liegt 1860 München (2629).

Um die Spitze geht es für Energie auch in Aachen. Energie Cottbus liegt mit 53 Punkten auf Platz zwei hinter dem VfL Osnabrück (55). Mit einem Sieg könnten sich die Lausitzer vorübergehend wieder an die Tabellenspitze setzen. Osnabrück spielt am Samstag gegen Waldhof Mannheim.

Energie Cottbus kann Tabellenführer werden

„Bemerkenswert, beeindruckend, außergewöhnlich, sensationell“ – mit diesen vier Wörtern beschreibt Trainer Claus-Dieter Wollitz die Unterstützung  durch die Fans. Am liebsten würde Wollitz den Anhängern dieses eine, ganz besondere Geschenk machen: den Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Wenn man den Fans etwas zurückgeben könnte...  Wenn wirklich der Tag kommt, dann würde ich das auch ihnen widmen, weil sie es verdient haben.“

Ein Auswärtssieg in Aachen wäre auf dem Weg zu diesem Geschenk natürlich hilfreich. Aber Energie trifft am Freitagabend auf eine Alemannia, die sich zuletzt mit zwei Siegen in Folge aus dem Tabellenkeller befreit hat und mit Lars Gindorf den Toptorjäger der 3. Liga in ihren Reihen hat. Einsteigen, hinfahren und die drei Punkte mitnehmen – so einfach wird diese Auswärtsaufgabe nicht. Im Gegenteil: Das Tivoli-Stadion ist ebenfalls für seinen großen Fan-Support bekannt. Der Zuschauerschnitt in dieser Saison liegt bei 21.837 Besuchern. Nur Hansa Rostock (24.438) und der MSV Duisburg (21.381) mobilisieren noch mehr Fans bei ihren Heimspielen. „Freitagabend, Tivoli, da ist es immer sehr leidenschaftlich. Um da zu bestehen, brauchen wir das Beste vom Besten“, sagt Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Das gilt übrigens auch für die Anreise. Die Mannschaft ist am Donnerstag nach Köln geflogen, von dort aus geht es weiter nach Aachen. Egal, ob Flieger oder Sonderzug: Es dürfte auf der Anreise einiges zu diskutieren geben. In sportlicher Hinsicht wünscht sich Wollitz mehr Intensität von seiner Mannschaft als zuletzt beim torlosen Remis gegen Hansa Rostock.

Die wichtigste Frage in personeller Hinsicht lautet: Wie löst Wollitz die großen Personalsorgen auf der Sechserposition? Lukas Michelbrink ist nach der Gelb-Roten Karte gegen Rostock gesperrt. Tolga Cigerci fällt aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel für mindestens drei Wochen aus. Und Domenik Pelivan hat aus dem Rostock-Spiel eine schmerzhafte Hüftprellung mitgenommen. Auf „50:50“ beziffert Wollitz die Einsatzchancen von Pelivan.

Auch King Manu, der von der Innenverteidigung ins Mittelfeld rücken könnte, steht wahrscheinlich nicht zur Verfügung. Manu leide an einem grippalen Infekt und habe sich am Mittwoch abgemeldet, sagte Wollitz. Deshalb dürfte Kapitän Axel Borgmann auf die Sechserposition rücken. Im Idealfall an der Seite von Pelivan.

Eines ist dagegen jetzt schon sicher: die lautstarke Unterstützung durch die Sonderzug-Fahrer. „Unsere Fans sind enorm wichtig und pushen uns“, betont Tolcay Cigerci und verweist auf den Support beim letzten Auswärtsspiel in Aspach gegen den VfB Stuttgart II (2:1) – an einem Dienstagabend. „Es ist nicht normal, dass man Mitte der Woche anreist. Ich glaube schon, dass das auch mit der Game Changer war, dass wir das Spiel gedreht haben.“

Energie Cottbus

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