Energie Cottbus
: Duschen am Spielfeldrand - so trotzen Spieler und Fans der Hitze

Bei 40 Grad bestreitet Energie Cottbus den Test gegen die Cottbuser Stadtauswahl. Spieler und Fans erleben außergewöhnliche Bedingungen und eine ungewöhnliche Anstoßzeit.
Von
Frank Noack,
Peter Mertes
Cottbus
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Anderson Lucoqui gönnt sich nach dem Testspiel von Energie Cottbus gegen die Cottbuser Stadtauswahl erst einmal eine Erfrischung.

Anderson Lucoqui (links, neben Co-Trainer Tobias Röder) gönnt sich nach dem Testspiel von Energie Cottbus gegen die Cottbuser Stadtauswahl erst einmal eine Erfrischung.

Steve Seiffert
  • Energie Cottbus testete bei 40 Grad gegen die Cottbuser Stadtauswahl und gewann 4:0.
  • Wegen der Hitze wurde auf 10 Uhr vorverlegt und nur 60 statt 90 Minuten gespielt.
  • Am Spielfeldrand standen Wassereimer und Duschen bereit, rund 800 Fans suchten Schatten.
  • Spieler berichteten von extremen Bedingungen, teils „gesundheitsgefährdend“.
  • Torschützen: Campulka, Guttau zweimal und Malone – die Stadtauswahl hatte eine Chance.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das war vermutlich das heißeste Wochenende in der Vereinsgeschichte von Energie Cottbus – neben den FCE-Profis kamen auch die Fans bei den ersten drei Testspielen mächtig ins Schwitzen. Den Hitze-Höhepunkt gab es mit sage und schreibe 40 Grad am Sonntag beim Test gegen die Cottbuser Stadtauswahl (4:0) im Lok-Stadion.

„Das sind schon extreme Bedingungen. Wir haben jetzt dreimal bei sehr hohen Temperaturen gespielt“, räumte Moritz Hannemann ein und trug beim Interview ein kühlendes Handtuch um den Kopf. „Es ist wie bei jedem Menschen bei diesen Temperaturen: Man ist einfach viel schneller erschöpft.“ Aus Sicht von Erik Engelhardt war das Geschehen sogar fast schon „gesundheitsgefährdend“.

In der Tat wurde über die Austragung eines solchen Testspiels bei diesen extremen Temperaturen kontrovers diskutiert. Zumal diverse Veranstaltungen an diesem Wochenende vorsorglich abgesagt wurden. Bei Energie Cottbus hatte man all diese Argumente im Blick und wollte „kein Risiko eingehen“, wie Präsident Sebastian Lemke vorab versichert hatte. Dazu kam: Nach den ersten beiden Testspielen am Freitag gegen Lok Calau (17:0) und am Sonnabend gegen den LSV Bergen (23:0) wollten natürlich auch die Fans in Cottbus endlich das neue Team in Augenschein nehmen.

Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen: Die Partie gegen die Stadtauswahl wurde wegen der hohen Temperaturen vom ursprünglich geplanten Termin um 16 Uhr auf 10 Uhr vorverlegt. Außerdem wurde nur über 60 statt 90 Minuten gespielt. Für Abkühlung war mit Wassereimern am Spielfeldrand und eigens aufgebauten Duschen gesorgt, die per Schlauch Wasser lieferten.

Die rund 800 Zuschauer im Lok-Stadion hatten sich im Schatten der kleinen Haupttribüne oder der Bäume auf der Gegengerade platziert. Neben den Spielern auf dem Rasen hatte auch Energie-Maskottchen Lauzi absolute Schwerstarbeit zu verrichten: Er sorgte trotz der hohen Temperaturen in seinem Kostüm für gute Laune. Das ursprünglich geplante Fanfest sowie der Lauzi-Cup mussten wegen der Temperaturen jedoch ausfallen.

Wegen der hochsommerlichen Temperaturen standen Wassereimer und sogar Duschen am Spielfeldrand bereit.

Wegen der hochsommerlichen Temperaturen standen Wassereimer und sogar Duschen am Spielfeldrand bereit.

Steffen Beyer

Die ungewöhnliche Anstoßzeit am Sonntagvormittag quittierten die Energie-Profis mit einem Schmunzeln. „Es ist schon eine Weile her, dass ich um 10 Uhr gespielt habe. Das letzte Mal wahrscheinlich in der U17“, grinste Moritz Hannemann. Auch Erik Engelhardt fühlte sich an seine Jugendzeit erinnert: „Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied. Damals hatte ich keine zwei Kinder und wurde nicht zwischendurch aufgeweckt.“

Energie Cottbus spielt schon um 10 Uhr

Zudem wurde bei beiden Teams kräftig durchgewechselt, um die körperlichen Belastungen zumindest einigermaßen in Grenzen zu halten. Die Amateurkicker der Stadtauswahl boten eine couragierte Vorstellung, obwohl die Spieler um Kapitän und Torhüter Marius Weeke von Wacker Ströbitz schon in der Sommerpause sind. Und sie durften sich sogar gewissermaßen auch als Sieger fühlen, verriet Trainer Tobias Voigt: „Wir hatten die 60 Minuten Spielzeit in sechs Abschnitte mit jeweils zehn Minuten unterteilt. Davon wollten wir mindestens dreimal zu null spielen – das haben wir geschafft. Deshalb bin ich sehr zufrieden. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie dieses Spiel mit als Motivation in ihre Vereine nehmen sollen.“

Es gab sogar eine echte Torchance für die Stadtauswahl durch Stanley Hauptstein (SG Sielow). Die Treffer für den FCE schossen Tim Campulka (24.), Julian Guttau (47.), Ryan Malone (60.+1) und erneut Julian Guttau (60.+3).

Am Ende überwog jedoch die Tatsache, dass alle Spieler und auch Fans diesen Hitze-Test gut überstanden haben. Übrigens: Die vorsorglich am Spielfeldrand aufgestellten Duschen kamen letztlich gar nicht zum Einsatz. Es war trotzdem ein erfrischendes Gefühl, dass sie da waren.

Sommerfahrplan Energie Cottbus 2026

Das sind die Termine von Energie Cottbus in der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 in der 2. Fußball-Bundesliga.

  • Mittwoch, 24. Juni 2026: Trainingsstart
  • Freitag, 26. Juni 2026, 18 Uhr: Lok Calau - Energie Cottbus 0:17 (0:8)
  • Samstag, 27. Juni 2026, 17 Uhr: LSV Bergen - Energie Cottbus 0:23 (0:8)
  • Sonntag, 28. Juni 2026, 16 Uhr: Energie Cottbus - Stadtauswahl Cottbus (Lokstadion) 4:0 (1:0)
  • Freitag, 3. Juli 2026, 18 Uhr: Energie Cottbus - VSG Altglienicke (in Willmersdorf)
  • Samstag, 4. Juli 2026, 14 Uhr: Energie Cottbus - Hertha BSC II (in Peitz)
  • Samstag, 11. Juli 2026, 13 Uhr: Energie Cottbus - Hallescher FC (in Finsterwalde)
  • 11. bis 19. Juli 2026: Trainingslager in Österreich
  • Samstag, 25. Juli 2026, 13 Uhr: Dynamo Dresden - Energie Cottbus (Walter-Fritzsch-Akademie Dresden)
  • Samstag, 1. August 2026, 15 Uhr: Energie Cottbus - SV Werder Bremen (Leag Energie Stadion)

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