Energie Cottbus DFB-Pokal: FCE-Fans feiern Nils Petersen beim Spiel gegen Werder Bremen

Nils Petersen sprach vor dem Spiel zwischen Energie Cottbus und Werder Bremen am Mikrofon bei Sky.
Sebastian Räppold/Matthias KochWas für ein emotionaler Empfang für Nils Petersen! Der ehemalige Torjäger von Energie Cottbus war am Montagabend aufmerksamer Zuschauer beim DFB-Pokalspiel gegen den SV Werder Bremen. Es gab viel Beifall für Nils Petersen, als er vor dem Spiel als Interviewgast bei „Sky“ ins Stadion kam. Gemeinsam mit FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz sprach er am Mikrofon natürlich über das Spiel – aber auch über Anekdoten aus der gemeinsamen Zeit in Cottbus.
Nils Petersen (35) kennt beide Vereine sehr genau. Der Bundesliga-Torjäger im Ruhestand schaffte bei Energie Cottbus seinen Durchbruch im Profifußball. Später spielte Petersen dann auch für Werder Bremen. Kurz vor dem Anpfiff hatte sich Petersen auch noch mit seiner Unterschrift im Energie-Museum verewigt.
Kurios: Nils Petersen höchstpersönlich hatte das Duell zwischen seinen beiden Ex-Clubs in der 1. Runde des DFB-Pokals ausgelost. Für wen drückte Petersen diesmal die Daumen? „Heute brenne ich mehr für Cottbus, das wissen die Bremer auch. Hier in Cottbus hatte ich großen sportlichen Erfolg“, betonte er. Der in Wernigerode geborene Stürmer hatte nach der Saison 2022/23 seine aktive Karriere beim SC Freiburg beendet.
Letzter Besuch von Nils Petersen war vor sechs Jahren
Der letzte Besuch von Nils Petersen liegt mittlerweile sechs Jahre zurück – damals noch als Spieler des SC Freiburg. Am 20. August 2018 hatte sich der Bundesligist aus dem Breisgau ebenfalls in der 1. Pokalrunde erst im Elfmeterschießen gegen den FCE durchgesetzt. „Als Spieler kriegt man nicht viel mit, da ist man in seinem Tunnel. Da bleibt keine Zeit für Emotionen“, blickte Petersen zurück. Diesmal hatte er etwas mehr Zeit und auch Muße in Cottbus. „Wir sind von der Innenstadt zum Stadion gelaufen. Da schwelgt man schon in Erinnerungen. Ich freue mich immer, wenn man so viele bekannte Gesichter sieht.“
Nils Petersens Karriere hatte bei Germania Halberstadt und beim FC Carl Zeiss Jena begonnen, bevor er 2009 zu Energie Cottbus wechselte. Hier beim FCE schrieb er sich auch in die Geschichtsbücher des Vereins ein: In der Saison 2010/11 gelangen ihm 25 Tore in 33 Spielen und er wurde Torschützenkönig der 2. Bundesliga. Dieser Erfolg führte dazu, dass er im Sommer 2011 für 2,8 Millionen Euro zu Bayern München wechselte.
Nils Petersen bleibt Fan von Energie Cottbus
Langeweile hat Nils Petersen, der mit seiner Ehefrau weiterhin in Freiburg lebt, auch nach dem Karriere-Ende nicht. Im vergangenen Jahr legte er mit dem Buch „Bankgeheimnis“ seinen persönlichen Rückblick vor. Außerdem ist er Mitinhaber eines japanischen Restaurants in Hamburg.„Ich hasse Langeweile“, erklärte Petersen bei seinem Besuch in Cottbus „Ich schaue ganz viel Fußball. Ich bin noch auf der Suche, wo es am Ende beruflich hingehen wird. Derzeit studiere ich Sportmanagement und mache aber auch viel fürs Fernsehen. Deshalb bin ich immer noch nah dran am Fußball.“ So wie am Montagabend im Leag Energie Stadion.
Nils Petersen machte dem FCE beim Besuch in der Lausitz noch eine besondere Liebeserklärung: „Ich habe hier gespielt – ich bleibe Fan von Energie Cottbus.“

