Energie Cottbus
: Was Energie und Rot-Weiß Erfurt den Gegnern in der Regionalliga voraus haben

Energie Cottbus und Rot-Weiß Weiß Erfurt sind das Maß der Dinge in der Regionalliga Nordost. Mit ihren Leistungen im Topspiel haben beide Teams die Messlatte hochgelegt – für sich, aber vor allem für die Konkurrenz. Ein Gegner könnte dennoch gefährlich werden. Und es gibt einen Fakt, der für den FCE spricht.
Von
Frank Noack
Cottbus
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Rot-Weiß Erfurt ist obenauf, Energie Cottbus kurz dahinter: Hier kämpft der Erfurter Ben-Luca Moritz (links) gegen Dennis Slamar um den Ball.

Christian Fischer/Bild13

Das Duell der Rot-Weißen an der Tabellenspitze geht weiter. Energie Cottbus liegt in der Fußball-Regionalliga Nordost nur knapp hinter Rot-Weiß Erfurt.

2:2 hatten sich beide Vereine im direkten Aufeinandertreffen am Sonntag im Erfurter Steigerwaldstadion getrennt. Und es spricht nach dem gutklassigen Topspiel einiges dafür, dass es dieses Duell an der Spitze auch in den nächsten Wochen geben könnte.

Energie Cottbus lobt Erfurt

Die gegenseitige Wertschätzung ist jedenfalls groß. „Gerade Erfurt als Aufsteiger, da muss ich sagen: Respekt! Es war eine tolle Leistung, gute Stimmung. Die stehen nicht ohne Grund da oben“, lobte FCE-Mittelfeldspieler Jonas Hofmann. Und Erfurt-Coach Fabian Gerber bezeichnete Energie in seiner Spielanalyse gleich mehrmals als „Topmannschaft“.

Was haben Energie Cottbus und Rot-Weiß Erfurt der Konkurrenz in der Regionalliga Nordost im Moment voraus? In erster Linie natürlich die Punkte. Erfurt führt die Tabelle mit 31 Zählern vor Cottbus (30). Die Spiele des Berliner AK (28), Chemnitzer FC (27), Chemie Leipzig (27) und Lok Leipzig (26) wurden am Wochenende witterungsbedingt abgesagt.

Außerdem haben die beiden führenden Teams einen echten Lauf. Erfurt hat aus den zurückliegenden acht Spielen sechs Siege und zwei Remis geholt. Energie Cottbus hat in den letzten zwölf Pflichtspielen nur einmal verloren. Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich lediglich der Chemnitzer FC mit sieben Pflichtspielsiegen am Stück – der CFC lauert also und könnte zum härtesten Konkurrenten für die beiden aktuellen Topteams avancieren. Beim Berliner AK läuft dagegen überhaupt nichts mehr zusammen. Vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge stehen für den BAK zu Buche.

Auch in spielerischer Hinsicht boten der Tabellenerste und –zweite am Sonntag trotz der winterlichen Bedingungen im Steigerwaldstadion eine starke Vorstellung. Erfurt versteckte sich nicht, sondern war mindestens auf Augenhöhe. Die Mannschaft wurde nach dem Aufstieg kaum verändert und ist entsprechend eingespielt. In der spannenden Schlussphase avancierte Romarjo Hajrulla mit seiner Wucht und einem Tore-Doppelpack zum entscheidenden Faktor.

Energie Cottbus will Dominanz

Energie Cottbus steht für dominanten Fußball. Die Gäste behielten auch in der emotionalen Atmosphäre dieses Spitzenspiels lange Zeit kühlen Kopf und gingen mit 2:0 in Führung. „Ich denke, Erfurt und wir sind die Teams, die mit den besten Fußball spielen“, betonte Jonas Hofmann.

Dazu kommt: Rot-Weiß Erfurt schwebt nach dem Aufstieg in die Regionalliga weiter auf einer Euphorie-Welle. Die Tabellenführung nach 15 Spieltagen ist laut Trainer Fabian Gerber „ein kleines Wunder, aber kein Zufall. Die Jungs haben sich das verdient“. Offizielles Ziel, so Kapitän Andrej Startsev, ist jedoch erst einmal der Klassenerhalt: „Wir wollen schnellstmöglich die 40 Punkte knacken und dann weiterschauen.“

Bei Energie Cottbus ist die Spitzenposition unterdessen das erklärte Ziel, um dann im Mai 2023 die beiden Aufstiegsspiele bestreiten zu können. Dieses Ziel ist klar definiert. Dieser Fakt spricht für den FCE.

Entschieden ist in dieser überaus spannenden Regionalliga-Saison aber noch lange nichts. Der Abstand vom Tabellenersten bis zum -siebten beträgt gerade einmal sechs Punkte. Dieses breite Spitzenfeld sorgt einerseits für Spannung. Andererseits zeigt die Tabellenführung des Aufsteigers aus Erfurt, dass es in dieser Saison kein echtes Überflieger-Team mit herausgehobenem Niveau gibt.

Energie Cottbus im Windschatten

Für Energie Cottbus ist die Position im Windschatten des Spitzenreiters eine passable Ausgangsposition für die restlichen beiden Spiele in diesem Jahr. Am Samstag (10. Dezember) reist der FCE zum SV Babelsberg. Eine Woche später am Sonntag (18. Dezember) kommt dann Chemie Leipzig zum Jahresabschluss ins Stadion der Freundschaft.

Was dieser eine Punkt aus Erfurt für den FCE wert ist, muss sich erst noch zeigen. „Letzten Endes ist es wichtig, dass wir weiterhin in Schlagdistanz bleiben und mit einem Punkt tun wir das auf jeden Fall. So können wir erstmal weitermachen und die nächsten Wochen jeden Punkt mitnehmen“, blickte Mittelstürmer Eric Hottmann voraus.

Energie Cottbus

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