Energie Cottbus: Als Hans Meyer mit „zwei Altbier pro Nase“ lockte

Eduard Geyer und Hans Meyer – zwischen diesen beiden Trainern von Energie Cottbus und Borussia Mönchengladbach ging es am letzten Spieltag der Saison 1999/2000 um den Aufstieg zur Fußball-Bundesliga.
Christoph Höhne- Energie Cottbus und Borussia Mönchengladbach kämpfen am letzten Spieltag 1999/2000 um den Bundesliga-Aufstieg.
- Köln ist bereits aufgestiegen, Nürnberg hat theoretische Chancen und spielt gegen Mönchengladbach.
- Gladbachs Trainer Meyer bietet Köln Weißwurst und Altbier bei Sieg oder Remis gegen Cottbus.
- Cottbus verzichtet auf Versprechungen und hofft auf Motivation durch immaterielle Anreize.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Energie Cottbus – aus unserem Archiv
Die Geschichte von Energie Cottbus bewegt die Fußballfans – nicht nur in der Lausitz. In unserer Archiv-Serie blicken wir mit historischen Artikeln auf wichtige Spiele und Ereignisse in der FCE-Geschichte zurück. Der Text „Meyer lockt 1. FC Köln mit Alt und Weißwürstl“ von Frank Noack ist am 24. Mai 2000 in der Lausitzer Rundschau erschienen.
Das spannende Finale in der ersten Bundesliga ist Geschichte: München hat gefeiert, Leverkusen hat gejubelt. Jetzt schaut Fußball-Deutschland auf das magische Viereck in der zweiten Liga. Am Freitag ab 19 Uhr fällt die Entscheidung. Energie Cottbus (gegen den 1. FC Köln) und Borussia Mönchengladbach (beim 1. FC Nürnberg) wollen unbedingt gewinnen. Die spannende Frage ist aber: Mit welcher Motivation gehen ihre beiden Kontrahenten in das Saisonfinale? Köln ist bereits aufgestiegen, Nürnberg hingegen hat allenfalls noch theoretische Chancen.
Tabellenführer 1. FC Köln zelebrierte schon am Sonntag (21. Mai) gemeinsam mit 20.000 Fans in der Innenstadt der Rheinmetropole eine gigantische Aufstiegsfeier. Dennoch wird der FC Energie Cottbus am Freitag mit Sicherheit keinen willenlosen Gegner vorfinden. „Wir haben die Pflicht, uns bis zum letzten Spieltag vernünftig zu präsentieren“, hat FC-Trainer Ewald Lienen seinen inzwischen wieder ausgenüchterten Party-Löwen eingebläut.
Auch für den Club aus Nürnberg ist die Saison praktisch beendet. Drei Punkte und elf Tore Rückstand auf den FCE sind eine schwere Hypothek. Auch Coach Klaus Augenthaler hat die Spielzeit 1999/2000 schon vorzeitig abgehakt: „Über den Aufstieg brauchen wir nicht mehr zu reden. Wir haben zu viele Spiele vergeigt.“
Borussia Mönchengladbach appelliert an 1. FC Köln
Wie auch immer: Im Gegensatz zu Mönchengladbach kann der FC Energie aus eigener Kraft den Sprung in das Oberhaus packen. Und entsprechend hofft man bei der Borussia auf die Hilfe des rheinischen Nachbarn aus Köln. „FC-Trainer Ewald Lienen ist seit 18 Jahren ein guter Freund von mir. Und gute Freunde helfen in der Not“, appelliert Mönchengladbachs Michael Frontzeck.
Sein Trainer Hans Meyer hat sogar schon das erste „Bestechungsangebot“ in Richtung Köln formuliert: Sollte der FC mit einem Remis oder gar einem Sieg in Cottbus der Borussia unter die Arme greifen, will sich Meyer mit „Weißwurst und zwei Altbier pro Nase“ bedanken. Doch da ist schließlich noch die alte Rivalität der beiden Vereine aus dem Rheinland, deren Fans alles andere als freundschaftlich miteinander umgehen. Und ob sich ausgerechnet die Kicker aus der Kölsch-Hochburg mit einem Alt locken lassen, darf zumindest bezweifelt werden.
Energie Cottbus verzichtet auf Versprechungen
Und womit wird sich der FC Energie revanchieren, falls Nürnberg wirklich zum Stolperstein für Mönchengladbach wird? Präsident Dieter Krein: „Wir haben es nicht nötig, ihnen irgendwelche Geschenke zu versprechen. Die laufen hoffentlich auch so, schließlich haben sie noch etwas gutzumachen bei uns. Denn vor zwei Jahren haben wir den Nürnbergern mit unserem 2:2 gegen Gütersloh vorzeitig den Aufstieg ermöglicht.“
In der Lausitz setzt man vor dem großen Showdown also eher auf den immateriellen Anreiz. Dennoch muss die Frage erlaubt sein: Wäre nicht zur leckeren Nürnberger Rostbratwurst ein Fass echter Spreewaldgurken die geradezu ideale Ergänzung?
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