Energie Cottbus: Als Detlef Irrgang sich mit dem Aufstieg unsterblich machte

Ein Tor, ein Schrei, ein Freudentaumel: Detlef Irrgang schießt Energie Cottbus in die Fußball-Bundesliga. So berichtet die Lausitzer Rundschau über den Aufstieg am 26. Mai 2000.
Ralf Hirschberger/dpa- Energie Cottbus steigt am 26. Mai 2000 in die Bundesliga auf.
- Detlef Irrgang sichert den Aufstieg mit seinem Tor.
- Kapitän Steffen Heidrich fehlt wegen Achillessehnen-Beschwerden.
- Vasile Miriuta erzielt das zweite Tor zum 2:0 gegen 1. FC Köln.
- Stadion der Freundschaft ist ausverkauft, 20.400 Zuschauer feiern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Energie Cottbus – aus unserem Archiv
Die Geschichte von Energie Cottbus bewegt die Fußballfans – nicht nur in der Lausitz. In unserer Archiv-Serie blicken wir mit historischen Artikeln auf wichtige Spiele und Ereignisse in der FCE-Geschichte zurück. Der Text „Danke, ‚Langer‘: Irrgang schießt FCE ins Oberhaus“ von Frank Noack ist am 27. Mai 2000 in der Lausitzer Rundschau erschienen.
Freitagabend, ausverkauftes Stadion der Freundschaft: „Nie mehr, nie mehr, nie mehr - zweite Liga, nie mehr“, skandieren die 20.400 Zuschauer und feiern begeistert ihre Aufsteiger. Denn der FC Energie Cottbus hat am letzten Spieltag das Fußball-Wunder perfekt gemacht.
Durch den 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Tabellenführer 1. FC Köln stehen die Außenseiter aus der Lausitz als dritter Bundesliga-Aufsteiger fest und werden damit die Gäste aus dem Rheinland sowie den VfL Bochum in die höchste deutsche Spielklasse begleiten.
Dabei begann das Fußballfest in der sonnenüberfluteten Arena an der Spree mit einer Hiobsbotschaft. Ausgerechnet Steffen Heidrich, der Kapitän des FC Energie, musste wegen seiner Achillessehnen-Beschwerden auf seinen Platz in der Anfangsformation verzichten. Die Gastgeber begannen dennoch so, wie man das in Anbetracht der Bedeutung dieser Partie erwarten durfte. Konzentriert und engagiert wurde die Offensive gesucht. Köln schlug zwar die technisch feinere Klinge, doch Energie hielt mit bedingungslosem Einsatz dagegen.
Irrgang wird von Miriuta mustergültig bedient
Der Cottbuser Druck erhöhte sich fast von Minute zu Minute. Bei den Möglichkeiten von Toni Labak (13./17.), Moussa Latoundji (23.) und Vasile Miriuta (30.) hatten die Zuschauer schon den erlösenden Torschrei auf den Lippen. Aber Kölns Torhüter Markus Pröll zeigte sehr schnell, warum er zu den größten Talenten hierzulande zählt.
Bis die 42. Minute angebrochen war. Libero Detlef Irrgang war mit langen Schritten in das Angriffszentrum geeilt und wurde von „Mister-Langpass“ Vasile Miriuta mustergültig bedient. Mit dem ersten Saisontor, einen Tag vor seinem 34. Geburtstag, machte sich der „Fußball-Gott“ endgültig unsterblich und schoss ein ganzes Stadion in den siebten Himmel. Dem „Langen“ werden sie nun wohl endgültig ein Denkmal setzen in der Lausitz, denn schon 1997 im entscheidenden Relegationsspiel gegen Hannover 96 ebnete er mit zwei Toren den Weg zum Aufstieg.
Welle der glücklichen Menschen im Cottbuser Stadion
Auch nach dem Wechsel ging der Cottbuser Sturmlauf weiter. Was für eine Stimmung im FCE-Tempel. Und die kochte in der 48. Minute vollends über. Vasile Miriuta durfte an der Kölner Strafraumgrenze den Ball auf der Brust tänzeln lassen und dann zum umjubelten 2:0 im Tor der Gäste versenken.
Der lustlose Tabellenführer fand danach nicht mehr die Kraft und die Motivation, um noch einmal gegenzuhalten. Als dann auch noch die Kunde von den Nürnberger Toren gegen Mönchengladbach die Runde machte, schwappte immer wieder die Welle der glücklichen Menschen durch das Stadion. Sie alle waren dabei, als das Cottbuser Fußball-Wunder wahr wurde. Nach dem Schlusspfiff des guten Schiedsrichters Helmut Fleischer aus Hallstadt versanken die Spieler auf dem Rasen, die Zuschauer im Stadion und Tausende Fans in der ganzen Region in einen rot-weißen Freudentaumel.

