Energie Cottbus
: Als der FCE zwischen Himmel und Hölle spielte

Archiv-Serie Energie Cottbus: Für den FCE steht im Mai 2000 das vorentscheidende Spiel in Offenbach an. Doch im Kampf um die Bundesliga gibt es Sorgen.
Von
Jan Lehmann,
Frank Noack
Cottbus
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Auf dem Weg in Richtung Fußball-Bundesliga: Für Franklin Bittencourt und Vasile Miriuta standen im Mai 2000 die entscheidenden Spiele an.

Auf dem Weg in Richtung Fußball-Bundesliga: Für Franklin Bittencourt und Vasile Miriuta standen im Mai 2000 die entscheidenden Spiele an.

Michael Helbig/Archiv
  • Im Mai 2000 kämpfte Energie Cottbus um den Bundesliga-Aufstieg.
  • Wichtige Spiele gegen Offenbach und St. Pauli, Personalsorgen im Team.
  • Sieg gegen St. Pauli mit 3:2, entscheidendes Spiel gegen Offenbach bevorstehend.
  • Personalprobleme: Matyus, Vata und Renn fallen aus, mögliche Ersatzspieler genannt.
  • Spannende Endphase; Kopf zählt mehr als Beine für den Aufstieg.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Energie Cottbus – aus unserem Archiv

Die Geschichte von Energie Cottbus bewegt die Fußballfans – nicht nur in der Lausitz. In unserer Archiv-Serie blicken wir mit historischen Artikeln auf wichtige Spiele und Ereignisse in der FCE-Geschichte zurück. Der Text „Zwischen Himmel und Hölle“ ist am 20. Mai 2000 in der Lausitzer Rundschau erschienen.

Mit dem Saisonende schwebt der FC Energie Cottbus weiterhin zwischen Himmel und Hölle. Mit einem Sieg morgen bei den Offenbacher Kickers (Anstoß um 14.45 Uhr) haben es die Lausitzer selbst in der Hand, ihren dritten Tabellenplatz zu verteidigen und damit den Kurs in Richtung erste Bundesliga konsequent fortzusetzen. Doch der FCE bewegt sich auf einem schmalen Grat, denn im Falle einer Niederlage in Offenbach könnte Hauptkonkurrent Borussia Mönchengladbach (zu Hause gegen Mainz) entscheidenden Boden gutmachen und Energie vom Platz an der Sonne verdrängen.

Aber: Es kann am Sonntag sogar noch verrückter kommen. Cottbus gewinnt, Gladbach und Nürnberg verlieren – dann wäre der Traum vom Bundesliga-Aufstieg schon vorzeitig perfekt.

Die Basis für diese reizvolle Ausgangsposition legte die Mannschaft am Donnerstagabend mit dem hart umkämpften 3:2 (1:0)-Erfolg gegen den FC St. Pauli. Es war kein Match für die Galerie, aber ein Leckerbissen für Kampf-Liebhaber. Zweimal konnten die Hamburger egalisieren, am Ende schickte sie Energie dank intakter Moral und Nervenstärke doch mit leeren Händen zurück an die Elbe.

Aber selbst Matchwinner Vasile Miriuta, der die Gastgeber vor 11.085 Zuschauern mit zwei Kunstschüssen (63./79.) auf die Siegerstraße brachte, übte sich nach seinem vielleicht besten Spiel im Cottbuser Trikot in Zurückhaltung: „Es ist jetzt nicht die Zeit für großartige Freudenfeste. Wir müssen am Sonntag unbedingt gewinnen. Ansonsten wird es ganz schwer, Mönchengladbach am letzten Spieltag noch abzufangen.“

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der FCE den Willen und die Einsatzbereitschaft aus der Donnerstag-Begegnung mit auf die Reise in Richtung Hessen nimmt und nicht wieder in die ängstliche Grundhaltung der vergangenen Auswärtsauftritte verfällt. Deshalb: Bitte kein zweites Karlsruhe! Beim Tabellenletzten verlor Energie am Osterwochenende bekanntlich sang- und klanglos mit 0:1.

Erhebliche Personalsorgen bei Energie Cottbus

Doch ausgerechnet vor dem Schlüsselspiel im Stadion am Bieberer Berg plagen den FCE erhebliche Personalsorgen. Verteidiger Janos Matyus, der schon gegen St. Pauli nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, muss wegen einer Entzündung der Speicheldrüsen aller Voraussicht nach pausieren. Zudem fallen mit Libero Rudi Vata (gesperrt wegen der fünften gelben Karte) und Olaf Renn (Gelb-Rot) zwei weitere Leistungsträger aus.

Während für Renn wohl Mike Jesse auf die rechte Außenbahn rücken wird, ließ sich Trainer Eduard Geyer in Sachen Abwehrchef noch nicht in die Karten schauen. Detlef Irrgang und Rayk Schröder wären mögliche Kandidaten. Aber auch Jörg Scherbe hat aus seiner Uerdinger Zeit hinreichende Erfahrung auf dieser Position. „Ich traue mir das auf jeden Fall zu, wenn der Trainer mir das Vertrauen gibt, bin ich bereit“, sagt der frühere U-21-Nationalspieler.

Und dann gibt es ja noch Matthias Maucksch. Er wurde trotz guten Fitnesszustandes allerdings schon vor Wochen ausgemustert. Deshalb erscheint sein Comeback eher unwahrscheinlich. Doch was ist in der umkämpften Endphase dieser zweiten Liga schon normal? „Jetzt“, so die Analyse von Co-Trainer Hagen Reeck, „zählen die Beine schon lange nicht mehr. Jetzt zählt nur noch der Kopf.“

Das Restprogramm:

VfL Bochum (2. Platz/57 Punkte): Chemnitzer FC (H), Hannover 96 (A).

Energie Cottbus (3. Platz/52 Punkte): Kickers Offenbach (A), 1. FC Köln (H).

Borussia Mönchengladbach (4. Platz/51 Punkte): FSV Mainz (H), 1. FC Nürnberg (A).

1. FC Nürnberg (5. Platz/49 Punkte): TeBe Berlin (A), Borussia Mönchengladbach (H).

Energie Cottbus

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