Energie Cottbus: Als Miriutas Doppelpack den Traum vom Aufstieg leben ließ

Tor-Glatze Vasile Miriuta war im Mai 2000 im Aufstiegskampf von Energie Cottbus eine der prägenden Figuren.
Mario Behnke/Archiv- Energie Cottbus siegt 3:2 gegen St. Pauli und hält den Bundesliga-Traum am Leben.
- Vasile Miriuta erzielt zwei entscheidende Tore und rettet die Aufstiegshoffnung.
- Spiel im Mai 2000, Miriuta als prägende Figur im Aufstiegskampf.
- Trotz Rückenschmerzen konnte Labak weiterspielen.
- Energie gewinnt erstes Punktspiel gegen St. Pauli und bleibt im Aufstiegskampf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Energie Cottbus – aus unserem Archiv
Die Geschichte von Energie Cottbus bewegt die Fußballfans – nicht nur in der Lausitz. In unserer Archiv-Serie blicken wir mit historischen Artikeln auf wichtige Spiele und Ereignisse in der FCE-Geschichte zurück. Der Text „Miriutas Doppelpack hält das Bundesliga-Tor offen“ ist am 19. Mai 2000 in der Lausitzer Rundschau erschienen.
Der Traum von der ersten Bundesliga geht weiter, denn durch den 3:2 (1:0)-Erfolg gegen den FC St. Pauli hat der FC Energie Cottbus gestern Abend seinen dritten Zweitliga-Tabellenplatz auch am 32. Spieltag verteidigt. Der 16. Saisonsieg war jedoch ein ausgesprochen hartes Stück Arbeit. Vater dieses Triumphes war der beste Mann auf dem Platz: Mittelfeld-Regisseur Vasile Miriuta.
Die Gastgeber, bei denen die zuletzt gesperrten Janos Matyus, Steffen Heidrich und Franklin wieder in die Anfangsformation rückten, machten von Anbeginn sofort viel Druck in der Offensive. Es war das einzig richtige Rezept gegen den enormen nervlichen Druck, der angesichts der engen Tabellenkonstellation auf der Mannschaft lastete. Denn eines war ohnehin klar: Gegen die abstiegsbedrohten Hamburger musste unbedingt ein Sieg her. Doch das Spiel begann zunächst mit einer Schrecksekunde, als Torjäger Toni Labak wegen einer Rückenverletzung minutenlang am Seitenrand behandelt werden musste. Der „Pistolero“ biss sich aber durch und konnte weiterspielen.
Die 11.085 Zuschauer sahen zunächst einen Sturmlauf ihrer Mannschaft. Was den Aktionen allerdings fehlte, war die letzte Präzision, sodass Torchancen lange Zeit Mangelware blieben. Erst die 35. Minute brachte vorübergehend die Erlösung. Nach einer Miriuta-Flanke war Energie-Kapitän Steffen Heidrich zur Stelle und drückte den Ball per Kopf über die Linie. St. Pauli agierte aus einer dicht gestaffelten Abwehr heraus, blieb aber vor allem bei Kontern gefährlich. Nach 20 Minuten tauchte Marcus Mann völlig frei vor Tomislav Piplica auf. Der Ball zappelte auch im Netz – allerdings nur von außen. Kurze Zeit später traf Andre Trulsen das Lattenkreuz des Cottbuser Tores.
Energie Cottbus zittert – aber Vasile Miriuta trifft
Pünktlich mit dem Wiederbeginn zur zweiten Halbzeit kam der Regen zurück ins Stadion der Freundschaft. Mit ihm auch die kalte Dusche für den FC Energie in Form des 1:1-Ausgleichstreffers durch Mittelfeldspieler Andre Polunin (55.). Wie schon kürzlich in Aachen war es erneut ein Freistoß, bei dem die Cottbuser Abwehr inklusive Torwart Piplica nur hinterherschauen konnte. Und plötzlich war auch wieder der Druck da, der in jeden Zipfel der rot-weißen Trikots zu kriechen schien. Miriuta (63.) erzielte mit einem Kunststoß aus 18 Metern in den Winkel des Hamburger Tores zwar die zwischenzeitliche Cottbuser 2:1-Führung. Doch nur sechs Minuten später nutzte Marin einen Fehlpass des unglücklich agierenden Olaf Renn zum 2:2-Ausgleich.
Das Zittern ging also weiter. Bis, ja bis Vasile Miriuta erneut Maß nahm. Aus gut 25 Metern jagte er den Ball in den Hamburger Kasten. Es war ein Schuss, der Energie den ersten Punktspielsieg überhaupt gegen den FC St. Pauli bescherte und gleichzeitig das Tor zur ersten Bundesliga ganz weit offen hält. Denn die Lausitzer haben – einige Zittereinlagen inklusive – ein weiteres Endspiel um den Bundesliga-Aufstieg gewonnen. Einen spielerischen Schönheitspreis verdiente sich keine der beiden Mannschaften. Aber wer will das schon in dieser Phase der Saison? Was zählt, das sind einzig und allein die Punkte. Und diesbezüglich hat der FC Energie gestern Abend sein Soll absolut erfüllt.

