Dynamo Dresden – Hansa Rostock: Elfmeter übersehen – Schiri-Experte zu Fehlentscheidungen

Enges Derby: Dynamo Dresden und Hansa Rostock lieferten sich am Wochenende in der 3. Liga viele intensive Duelle. Dabei gab es manche umstrittene Szene.
Michael Schwartz/dpa- Hansa Rostock besiegte Dynamo Dresden 1:0 in der 3. Liga, umstrittene Schiedsrichterentscheidungen.
- Schiri-Experte Rafati kritisierte zwei Fehlentscheidungen; ein Elfmeter für Rostock wurde übersehen.
- Dresdens Casar hätte Gelb sehen müssen, hielt Hansa-Stürmer Haugen im Strafraum.
- Bauer entschied korrekt bei Fouls von Risch und Zweikampf zwischen Haugen und Casar.
- Starke Derby-Emotionen und intensive Duelle prägten das Spiel.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Ausschreitungen im Ostderby zwischen Hansa Rostock und Dynamo am Sonnabend (22. Februar) waren auch für Schiedsrichter Tom Bauer eine Herausforderung. Erst nach knapp 45-minütiger Unterbrechung ließ der Unparteiische die Partie fortsetzen – auch während der 90 Minuten hatte der 28-Jährige einige knifflige Situationen zu bewerten. Für Schiedsrichterexperte Babak Rafati lag er dabei einmal entscheidend falsch.
Babak Rafati bewertet auf Liga3-Online die strittigen Szenen der 3. Liga und hat beim Ostderby auch die sportlichen Szenen ins Visier genommen. Vier Szenen stehen im Fokus, dabei hätte es nach Einschätzung des Experten einmal Elfmeter geben müssen.
Fehlentscheidungen von Schiedsrichter Tom Bauer
Glück für Dynamo Dresden: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2) trifft Dresdens Aljaz Casar seinen Gegenspieler King Manu im Luftzweikampf mit dem Ellenbogen im Nacken. Nach Rafatis Einschätzung setzte der Dynamo-Profi dabei den Ellenbogen regeltechnisch als Werkzeug ein, das sei unnötig und rücksichtslos. Es sei zwar kein Schlag, der eine rote Karte nach sich ziehen, aber eine Verwarnung mit Gelb wäre zwingend vorgeschrieben gewesen – darauf verzichtete der Unparteiische aber.
Glück für Dynamo Dresden: Eine Szene gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit wertet Rafati als Fehlentscheidung. In der 47. Minute schießt Rostocks Alexander Rossipal aus der Distanz am Tor vorbei. Gleichzeitig wird im Strafraum Hansa-Stürmer Sigurd Haugen am Trikot gehalten und kommt zu Fall. Rafati wertet die Szene als klares Foulspiel, bei der es einen Elfmeter für Rostock hätte geben müssen.
Richtige Entscheidungen von Schiedsrichter Tom Bauer
Das Foulspiel mit Verletzungsfolge: In der fünften Spielminute foult Dresdens Sascha Risch den Rostocker Nico Neidhardt rüde, der Hansa-Profi muss anschließend ausgewechselt werden. Schiedsrichter Tom Bauer beließ es bei einer Gelben Karte. Rafati sieht diese Entscheidung als richtig an, da das Beinstellen ein rücksichtsloses Foulspiel gewesen sei, das eine gute Angriffschance vereitelte. Wäre statt des Beinstellens ein Foulspiel mit entsprechendem Trefferbild [oberhalb des Knöchels, d. Red.] passiert, wäre laut Rafati Rot fällig gewesen.
Kein Elfmeter nach Klammergriff: In der 45. Minute geht Rostocks Stürmer Haugen im Dresdener Strafraum nach einem Zweikampf mit Casar zu Boden. Die Spieler klammern sich gegenseitig, der Schiedsrichter entscheidet nicht auf Foulspiel. Für Rafati die korrekte Entscheidung, da solche Aktionen nicht regelwidrig seien, es liege zu wenig für ein Foulspiel vor. Insbesondere das Umklammern des Verteidigers sei nicht entscheidend.


