Dynamo Dresden: Fehlentscheidung beim Rückpass auf Schreiber? Schiri-Experte urteilt

Torhüter Tim Schreiber von Dynamo Dresden ist fassungslos: Schiedsrichter Yannick Rupert entschied nach dem Rückpass auf indirekten Freistoß für den VfB Stuttgart II.
Eibner-Pressefoto/Philip Ziegler- Dynamo Dresden verliert 1:2 gegen VfB Stuttgart II; Diskussion um Schiedsrichterentscheidung.
- Indirekter Freistoß nach Rückpass auf Schreiber sorgt für Ärger bei Dynamo.
- Schiri-Experte Babak Rafati bestätigt: Fehlentscheidung, kein kontrollierter Rückpass.
- Weitere strittige Szenen: Elfmeter für Dresden korrekt, kein Handelfmeter für Stuttgart.
- Schiedsrichter Yannick Rupert erhielt Note 4,5 vom Kicker.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Diese Szene erhitzte die Gemüter bei der 1:2-Niederlage von Dynamo Dresden beim VfB Stuttgart: Schiedsrichter Yannick Rupert (Dortmund) entschied nach einer Abwehraktion von SGD-Innenverteidiger David Kubatta auf indirekten Freistoß für die Gastgeber. Samuele di Benedetto zimmerte den Ball aus kurzer Distanz oben ins Eck. Stuttgart führte nach 48 Minuten mit 2:0 und Dynamo war stinksauer.
Laut Fußball-Regeln des DFB (Regel 12, Absatz 2) darf der Torwart den Ball nicht in die Hand nehmen, wenn er von einem Mitspieler absichtlich mit dem Fuß zurückgespielt worden ist.
Bei Dynamo Dresden war man sich einig: eine krasse Fehlentscheidung des Schiedsrichters. „Der indirekte Freistoß ist in meinen Augen ein Witz“, schimpfte Niklas Hauptmann nach dem Spiel. Trainer Thomas Stamm sprach von einer „klaren Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Das war eine Entscheidung, die ich nicht ansatzweise nachvollziehen kann“.
Eine Fehlentscheidung? Ja, sagt Schiedsrichterexperte Babak Rafati. Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter analysiert für das Internetportal Liga3-Online.de einmal pro Woche immer am Montag die strittigen Entscheidungen des zurückliegenden Wochenendes in der 3. Liga. Rafati (54) leitete insgesamt 84 Bundesliga-Partien und zahlreiche internationale Spiele.
Dynamo Dresden: Indirekter Freistoß nach Rückpass?
Die Sicht von Babak Rafati auf die betreffende Szene: „Nachdem der Ball in den Strafraum gepasst wird, geht Kubatta zum Ball, will diesen erreichen, kann ihn aber nicht kontrollieren. Von da aus geht der Ball zum eigenen Keeper Schreiber, der den Ball aufnimmt. Da kein kontrolliertes Zuspiel vorliegt, kann hier nicht von einem „Rückpass“ gesprochen werden.“
Das Urteil von Babak Rafati: „In dieser Szene hätte es weitergehen müssen, so dass eine Fehlentscheidung vorliegt, einen Freistoß zu verhängen. Somit hätte es gar nicht zur anschließenden Torerzielung kommen dürfen.“
Der Schiedsrichter-Experte listet in seiner Analyse des Spiels zwischen dem VfB Stuttgart II und Dynamo Dresden noch zwei weitere Szenen auf. Der Elfmeterpfiff zugunsten der SGD nach dem Zweikampf zwischen Stuttgarts Kaden Amaniampong und Sascha Risch sei korrekt gewesen, so Rafati. Der VfB-Spieler habe Risch am Fuß getroffen. „Dadurch, dass Risch in vollem Lauf ist und ein Bein anhebt, um den Ball zu erreichen und somit keinen festen Halt mit beiden Füßen auf dem Boden hat, reicht dieser Fußtreffer aus und ist ursächlich für das Zufallkommen.“
Laut Babak Rafati sei es auch korrekt gewesen, nicht auf Handelfmeter zu entscheiden, als Stuttgarts Leonhard Münst den Ball aus dem Gewühl heraus mit der Hand berührt: „Dadurch, dass Münst von Meißner am Fuß getroffen wird, kommt er zu Fall und fällt unbeabsichtigt und unfreiwillig mit dem Arm auf den Ball. Das ist kein strafbares Handspiel.“
Schiedsrichter Yannik Rupert (Dortmund) bekam vom Fachmagazin Kicker die Note 4,5 für seine Leistung in diesem Spiel. Seine Assistenten waren Cengiz Kabalakli (Gelsenkirchen) und Kristijan Rajkovski (Remscheid). Vierter Offizieller: Philipp Hofheinz (Niefern).


