3. Liga Dynamo Dresden: Ärger um Rechtsextreme – Kutschke und SGD distanzieren sich

Stefan Kutschke ist Kapitän von Dynamo Dresden. Eine umstrittene Geschäftsbeteiligung von Kutschke sorgt abseits des grünen Rasens für Ärger.
Robert Michael/dpa- Stefan Kutschkes Beteiligung an einem Fitnessstudio sorgt für Kontroversen bei Dynamo Dresden.
- Einer der Teilhaber des Fitnessstudios hat eine rechtsextreme Vergangenheit.
- Kutschke und der Verein distanzieren sich ausdrücklich von rechtsextremem Gedankengut.
- Kutschke möchte sich nicht weiter mit dem Projekt identifizieren.
- Dynamo Dresden betont seine Werte gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kapitän Stefan Kutschke lässt in jedem Spiel sein Herz für die SG Dynamo Dresden auf dem Platz. Abseits des Rasens hat sich Kutschke jetzt offenbar verdribbelt. Deshalb sind der Verein und Kutschke am Freitag mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gegangen. Der Inhalt: Kutschke und die SGD distanzieren sich ausdrücklich von jedwedem rechtsextremen Gedankengut.
Die Klarstellung war aus Sicht des Vereins notwendig geworden, weil sich der 36 Jahre alte Dynamo-Stürmer geschäftlich am Fitnessstudio „Home of Sports Elbflorenz“ beteiligt hatte. Gemeinsam mit zwei weiteren Gesellschaftern hatte Kutschke im Januar das Fitnessstudio auf insgesamt 1200 Quadratmetern über zwei Etagen in Dresden eröffnet. Wie Recherchen ergaben, soll einer der Teilhaber eine rechtsextreme Vergangenheit haben.
Dynamo Dresden sieht Handlungsbedarf
„Jedem Spieler steht es frei, sich abseits seiner Tätigkeit für den Verein geschäftlich zu betätigen, sofern dies nicht mit der alltäglichen Arbeit und den Werten unseres Vereins kollidiert. Wir wussten von Stefans Vorhaben, sich an der Eröffnung des Fitnessstudios zu beteiligen, haben aber selbstverständlich keinen Background-Check der beteiligten Personen vorgenommen“, erklärt David Fischer als Geschäftsführer Kommunikation bei Dynamo Dresden.
In der Pressmitteilung heißt es weiter: „Nach den jüngsten Enthüllungen sehen wir allerdings einen klaren Handlungsbedarf und möchten an dieser Stelle deutlich machen, dass wir uns unserem Leitbild und unserer Fancharta entsprechend klar von jedwedem rechtsextremen Gedankengut distanzieren. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus haben keinen Platz bei der SGD. Diese Werte vertritt auch Stefan Kutschke, der sich diesbezüglich in der Vergangenheit nie etwas zu Schulden kommen lassen hat.“
Aufgrund der Thematik habe der Spieler im intensiven Austausch mit der Geschäftsführung der SG Dynamo Dresden seine Sichtweise offengelegt und sich von rechtsextremen Hintergründen distanziert, teilte die SGD mit.
„Vor diesem Hintergrund und mit dem hervorgebrachten Wissen, kann und möchte ich mich mit dem gestarteten Projekt nicht weiter identifizieren“, stellt Stefan Kutschke klar. „Als Mensch, aber auch als Spieler und Kapitän stehe ich für die Werte von Dynamo Dresden ein und möchte diese auch zukünftig mit Leben füllen. Meine Absicht war zu keiner Zeit, den Verein oder Einzelpersonen in Verruf zu bringen.“


